Strauß, Gerhard Friedrich Abraham (Bestand)
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VI. HA, Nl Strauß, G. F. A.
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Laufzeit: 1807 - 1862
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1786 - 1863
Der Nachlass des Oberhofpredigers Gerhard Friedrich Abraham Strauß (24. September 1786 - 19. Juli 1863) wurde im Jahr 1954 käuflich erworben (Akz. 88 / 1954). Ein weiterer Ankauf geschah im Jahr 1967 (Akz. 46 / 1967); hierbei handelte es sich um Unterlagen aus dem Nachlass seines Sohnes Friedrich Adolf Strauß (1. Juni 1817 - 16. April 1888).
Gerhard Friedrich Abraham Strauß stammte aus einer Iserlohner Pfarrersfamilie und studierte selbst in den Jahren 1805 - 1808 Theologie in Halle und Heidelberg. Im Jahr 1809 trat er seine erste Pfarrstelle in einer lutherischen Gemeinde bei Wuppertal, 1814 wechselte er nach Elberfeld und heiratete dort Johanna von der Heydt (1799-1857), die Schwester des späteren preußischen Finanzministers August von der Heydt (1801-1874). Er machte durch mehrere theologische Veröffentlichungen auf sich aufmerksam und wurde im Jahr 1822 als vierter Hofprediger und Professor für Praktische Theologie nach Berlin berufen. Dort gehörte er 1824 zu den Mitbegründern der Berliner Missionsgesellschaft und wirkte als Erweckungsprediger und Seelsorger. Zudem wurde er 1836 in den Geistlichen Rat im Preußischen Kultusministerium berufen. Zwar war er ab 1850 auch Mitglied im Evangelischen Oberkirchenrat, der Schwerpunkt seiner Tätigkeit blieb jedoch das Amt des Hofpredigers. Im Jahr 1856 wurde er Oberhofprediger. Sein Verhältnis zu König Friedrich Wilhelm IV. kann als relativ eng bezeichnet werden.
Sein 1817 in Elberfeld geborener Sohn Friedrich Adolf Strauß studierte ebenfalls Theologie (in Berlin) und wurde im Anschluss daran am Dom zum Hilfsprediger ordiniert. Eine ausgedehnte Reise in den vorderen Orient und v.a. Palästina (Herbst 1844 - Frühjahr 1846) verarbeitete er in seinem 1847 erschienenen Werk "Sinai und Golgatha". Im Jahr 1852 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Jerusalemvereins, dessen Leiter er bis zu seinem Tod war.
Nach seiner Orientreise war er als Militärgeistlicher und Privat-, dann außerordentlicher Professor an der Universität Berlin. Im Jahr 1872 wurde er Hofprediger in Potsdam, 1872 Superintendent.
Werke Gerhard Friedrich Abraham Strauß':
- Glockentöne. Erinnerungen aus dem Leben eines jungen Geistlichen (1815-1819)
- Helons Wallfahrt nach Jerusalem - Hundertneun Jahre vor der Geburt unseres Herrn (1820)
- Die Taufe im Jordan (1822)
Werke Friedrich Adolf Strauß':
- Sinai und Golgatha. Reise in das Morgenland (1847)
- Die Länder und Stätten der Heiligen Schrift in ausgewählten Bildern mit erläuterndem Text (1861).
Literatur:
- Frank, G., "Strauß, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 36 (1893), S. 532-534.
Letzte vergebene Nummer: 8
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Dahlem.
Die Akten sind auf rosa Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Strauß, Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Strauß, Nr. ...
Berlin, 24. Oktober 2018
(Dr. Schnelling-Reinicke, Archivdirektorin)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Strauß, G. F. A.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1786 - 1863
Der Nachlass des Oberhofpredigers Gerhard Friedrich Abraham Strauß (24. September 1786 - 19. Juli 1863) wurde im Jahr 1954 käuflich erworben (Akz. 88 / 1954). Ein weiterer Ankauf geschah im Jahr 1967 (Akz. 46 / 1967); hierbei handelte es sich um Unterlagen aus dem Nachlass seines Sohnes Friedrich Adolf Strauß (1. Juni 1817 - 16. April 1888).
Gerhard Friedrich Abraham Strauß stammte aus einer Iserlohner Pfarrersfamilie und studierte selbst in den Jahren 1805 - 1808 Theologie in Halle und Heidelberg. Im Jahr 1809 trat er seine erste Pfarrstelle in einer lutherischen Gemeinde bei Wuppertal, 1814 wechselte er nach Elberfeld und heiratete dort Johanna von der Heydt (1799-1857), die Schwester des späteren preußischen Finanzministers August von der Heydt (1801-1874). Er machte durch mehrere theologische Veröffentlichungen auf sich aufmerksam und wurde im Jahr 1822 als vierter Hofprediger und Professor für Praktische Theologie nach Berlin berufen. Dort gehörte er 1824 zu den Mitbegründern der Berliner Missionsgesellschaft und wirkte als Erweckungsprediger und Seelsorger. Zudem wurde er 1836 in den Geistlichen Rat im Preußischen Kultusministerium berufen. Zwar war er ab 1850 auch Mitglied im Evangelischen Oberkirchenrat, der Schwerpunkt seiner Tätigkeit blieb jedoch das Amt des Hofpredigers. Im Jahr 1856 wurde er Oberhofprediger. Sein Verhältnis zu König Friedrich Wilhelm IV. kann als relativ eng bezeichnet werden.
Sein 1817 in Elberfeld geborener Sohn Friedrich Adolf Strauß studierte ebenfalls Theologie (in Berlin) und wurde im Anschluss daran am Dom zum Hilfsprediger ordiniert. Eine ausgedehnte Reise in den vorderen Orient und v.a. Palästina (Herbst 1844 - Frühjahr 1846) verarbeitete er in seinem 1847 erschienenen Werk "Sinai und Golgatha". Im Jahr 1852 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Jerusalemvereins, dessen Leiter er bis zu seinem Tod war.
Nach seiner Orientreise war er als Militärgeistlicher und Privat-, dann außerordentlicher Professor an der Universität Berlin. Im Jahr 1872 wurde er Hofprediger in Potsdam, 1872 Superintendent.
Werke Gerhard Friedrich Abraham Strauß':
- Glockentöne. Erinnerungen aus dem Leben eines jungen Geistlichen (1815-1819)
- Helons Wallfahrt nach Jerusalem - Hundertneun Jahre vor der Geburt unseres Herrn (1820)
- Die Taufe im Jordan (1822)
Werke Friedrich Adolf Strauß':
- Sinai und Golgatha. Reise in das Morgenland (1847)
- Die Länder und Stätten der Heiligen Schrift in ausgewählten Bildern mit erläuterndem Text (1861).
Literatur:
- Frank, G., "Strauß, Friedrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 36 (1893), S. 532-534.
Letzte vergebene Nummer: 8
Der Bestand lagert derzeit im Magazin Dahlem.
Die Akten sind auf rosa Leihscheinen wie folgt zu bestellen:
VI. HA, Nl Strauß, Nr. ...
Zitierweise:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl Strauß, Nr. ...
Berlin, 24. Oktober 2018
(Dr. Schnelling-Reinicke, Archivdirektorin)
Zitierweise: GStA PK, VI. HA, Nl Strauß, G. F. A.
Umfang: 0,1 lfm (8 VE); Angaben zum Umfang: 0,1 lfm (8 VE)
Bestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
19.08.2025, 12:19 MESZ