Klage wegen Landfriedensbruches und auf Verhängung der Reichsacht gegen den Beklagten, da dieser aufjül. Untertanen zu Euskirchen, Zülpich (Kr. Euskirchen) und auf anderen Höfen Brand- und Mordanschläge durch gedungene Mordbrenner verüben ließ. Hintergrund des Streits ist nach Aussage des Beklagten eine Fehde zwischen ihm und Bertram von Lützenrath, jül. Amtmann von Blankenberg, und Wessel und Johann Kessel, Kellner zu Bensberg (Rhein.- Berg. Kr.). Bertram von Lützenrath habe Haus Markelsbach (Rhein- Sieg - Kr.), den Edelmannssitz und das elterliche Erbgut des Beklagten, kaufen wollen. Als ihm dies abgeschlagen worden sei, habe er zwei Tage und Nächte lang das Haus belagert, den Beklagten beim Herzog von Jülich verunglimpft und dessen Familie aus dem Haus gewaltsam vertrieben. Die RKG-Ladung an den Beklagten erfolgt als Edikt, das in Lemgo in der Herrschaft Lippe, in Malsburg in Hessen, in Minden in Westfalen, am Hof des Herzogs von Braunschweig und Lüneburg, in Brakel im Stift Paderborn und in Werne im Stift Münster veröffentlicht worden ist.
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Klage wegen Landfriedensbruches und auf Verhängung der Reichsacht gegen den Beklagten, da dieser aufjül. Untertanen zu Euskirchen, Zülpich (Kr. Euskirchen) und auf anderen Höfen Brand- und Mordanschläge durch gedungene Mordbrenner verüben ließ. Hintergrund des Streits ist nach Aussage des Beklagten eine Fehde zwischen ihm und Bertram von Lützenrath, jül. Amtmann von Blankenberg, und Wessel und Johann Kessel, Kellner zu Bensberg (Rhein.- Berg. Kr.). Bertram von Lützenrath habe Haus Markelsbach (Rhein- Sieg - Kr.), den Edelmannssitz und das elterliche Erbgut des Beklagten, kaufen wollen. Als ihm dies abgeschlagen worden sei, habe er zwei Tage und Nächte lang das Haus belagert, den Beklagten beim Herzog von Jülich verunglimpft und dessen Familie aus dem Haus gewaltsam vertrieben. Die RKG-Ladung an den Beklagten erfolgt als Edikt, das in Lemgo in der Herrschaft Lippe, in Malsburg in Hessen, in Minden in Westfalen, am Hof des Herzogs von Braunschweig und Lüneburg, in Brakel im Stift Paderborn und in Werne im Stift Münster veröffentlicht worden ist.
AA 0627, 2104 - G 824/2821
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 3. Buchstabe G
1533 -1538 (1530 - 1556)
Enthaeltvermerke: Kläger: Herzog Johann von Jülich, Kleve und Berg Beklagter: David von Zweifel, damals in Wolfenbüttel am Hof des Herzogs Heinrich von Braunschweig und Lüneburg Prokuratoren (Kl.): Dr. Konrad von Schwapach [1531] 1533 - Dr. Hieronymus Lerchenfelder [1531] 1533 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Helffman 1533 - Lic. Anthonius Mauritius Breunlin 1533 - Lic. Valentin Gotfridt 1533 Prozeßart: Mandatsprozeß ? Instanzen: RKG 1533 -1538 (1530 - 1556) Beweismittel: RKG-Ladung mit Androhung der Reichsacht vom 30. Mai 1533 (Q 4). Handschriftliche Bekennerschreiben des Appellaten betr. Brandlegung sowie Fehdebrief (Q 8f.). Urkunde des Berent (Bernhard) von Straten gen. Bodeker, Gogreven zu Stromberg (Q 15). Urkunde des Johann von Horn, Gogreven zu Herford, von 1535 (Q 16). Urkunde von Richter und Schöffen der Stadt Düren von 1535 über das Geständnis des Mordbrenners Peter Krieger (Q 19). Urkunde des Wilhelm von Steinen, Amtmanns zu Miselohe, und zweier Landschöffen von Blankenberg von 1533 über das Geständnis des Hans Koch gen. Bungart (Q 20). Urkunde von Johann von Poppelsdorf, Vogt, und den Schöffen des Gerichts zu Bornheim von 1530 über das Verhör eines Knechtes des Appellaten (Q 21). Urkunde von Schultheiß und Schöffen des Gerichts der Stadt Euskirchen von 1535 über die Aussage des Johann Roestgen (Q 22). Originale Schreiben des Herzogs Johann von Jülich, Kleve und Berg an Herzog Heinrich von Braunschweig und Lüneburg von 1533 (Q 24f.). RKG-(Bei- )Urteile vom 19. Feb. 1535 und 16. Aug. 1538 (Prot.). Zeugenverhör durch den RKG-Kommissar Lic. Johann Kempis, Offizial bzw. Richter des geistlichen Gerichts zu Köln, von 1556 (II). Beschreibung: 2 Bde.; Bd. I: 2,5 cm, 69 Bl., lose, Q 1 - 27, 2 Beilagen von 1535; Bd. II: 7,5 cm, 329 Bl., gebunden.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:38 MESZ