Die Ohrfeige - Beate Klarsfeld/Kurt Georg Kiesinger
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/009 D984005/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/009 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1998
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1998 >> Juli 1998
8. Juli 1998
Die Journalistin Beate Klarsfeld ohrfeigte den Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger am 07.11.1968 in Berlin, aufgrund seiner NS-Vergangenheit. Hintergrund: Kiesinger war Mitglied der NSDAP, am 01.03.1933 Eintritt in die NSDAP, Mitgliedsnummer: 2.633.930, im April 1940 Eintritt in die Abteilung Rundfunkpropaganda im Auswärtigen Amt, zunächst im Referat "Kolonialfunk", dann Leiter des Referats "Allgemeine Propaganda", schließlich zur Jahreswende 1942/43 stellvertretender Abteilungsleiter, verantwortlich für die Referate "Rundfunkeinsatz, internationale Rundfunkbeziehungen und Rundfunkrecht, technische Angelegenheiten" und "Allgemeine Propaganda, Koordinierung der Länderreferate, Verbindung zum Propagandaministerium". Er zählte damit zu den wichtigsten Staatsfunktionären der Rundfunkpropaganda des Dritten Reiches. Er war nicht nur einflußreicher Propagandist der NS-Ideologie, sondern zählte auch zu den bestinformierten Personen. Er wußte über die Judenverfolgung bescheid. Beate Klarsfeld und ihr Ehemann Serge Klarsfeld verfolgten noch folgende NS-Täter: Kurt Lischka, Herbert Hagen, Ernst Heinrichsohn und Klaus Barbie.
1:00:00; 1'00
Audio-Visuelle Medien
Hagen, Herbert
Heinrichsohn, Ernst
Bundeskanzler
Nationalsozialismus: Folgen: Entnazifizierung
Nationalsozialismus; Judenverfolgung
Partei: CDU
Rundfunk: Nationalsozialistische Propaganda
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:29 MEZ
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