A1: Wicko, Domdekan in Bamberg. A2: Gunther, Domdekan in Naumburg. A1 und A2 als arbitri arbitratores seu amicabiles compositores. S1: A1. S2: A2. E: Abt Nikolaus, Johannes Marschalkus, conventualis professus, und der Konvent des Klosters Michelfeld einerseits und dominus Ulrich Wagner, vicarius perpetuus der dem Kloster Michelfeld inkorporierten Pfarrkirche in Hopfenach (Hopfenohe, im Truppenübungsplatz Grafenwöhr) andererseits. Betreff: Gütlicher Spruch in den Irrungen wegen des Bezugs bestimmter Güterzehnten: 1) Der Vikar hat in seiner Vikarie sich mit den Früchten zu begnügen, wie sie sein Vorgänger Rupert Mether und seine anderen Vorgänger genossen haben;. 2) der Vikar darf Abt und Konvent weder öffentlich noch insgeheim und weder vor einem kirchlichen noch vor einem weltlichen Gericht wegen der mit der Inkorporation der Pfarrei Hopfenohe verbundenen Zehnten in Nidernfrankenah (Unterfrankenohe, Truppenübungsplatz Grafenwöhr), zum Wolframs (Truppenübungsplatz Grafenwöhr), zum Genleins (Hammergänlas, Truppenübungsplatz Grafenwöhr), zu Sumeraw (Sommerhau, Truppenübungsplatz Grafenwöhr) und zu Zeltenreut (Zeltenreuth, Truppenübungsplatz Grafenwöhr) behindern, beunruhigen und stören; nachdem Abt und Konvent seit langer Zeit in deren ruhigem Besitz waren und es auch heute noch sind;. 3) der Vikar darf die Pfarrkirche in Hopfenohe weder vor der römischen Kurie noch sonstwo vertauschen und auf die Vikarie zum Präjudiz von Abt und Konvent nicht verzichten;. 4) Abt und Konvent sollen den Vikar brüderlich behandeln;. 5) beide Parteien haben den Spruch gebilligt und versprochen, ihn zu halten und auf weitere rechtliche Schritte nach kanonischem und weltlichem Recht zu verzichten. Zeugen: Berthold von Henneberg, Hilprant von Samersheim, Konrad dictus Stör und Albert dictus Haupt, alle Domkanoniker in Bamberg, Johannes de Reta, Kanoniker von St. Stephan in Bamberg, Johannes, Pfarrer in Henfenfeld (Lkr. Hersbruck), Johannes, Pfarrer in Poppendorf (Lkr. Pegnitz).

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Staatsarchiv Amberg
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