Integration ausländischer Mitbürger
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 D931032/105
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993 >> September
11. September 1993
Die Schwierigkeiten bei der Einbürgerung: Das Einbürgerungsverfahren ist trotz Erleichterungen weiterhin ein "Hindernislauf" geblieben. Die Hürden heißen Bürokratie, Wartezeit und Risiko. TEUFEL: Die Landesregierung will die Integration und die volle Einbürgerung aller ausländischer Mitbürger, die schon Jahrzehnte in Deutschland wohnen oder hier geboren sind. Sie werden eingeladen, Deutsche zu werden mit allen Rechten und Pflichten. Vorstellung von zwei Fällen: Der 19jährige Rainer Kerwin aus Brasilien und der 41-jährige Alem Nepradu aus Eritrea haben vor eineinhalb Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft bei der Stuttgarter Einwanderungsbehörde beantragt. Bis heute sind sie nicht eingebürgert. Erst auf die Androhung einer Untätigkeitsklage hin wurden sie zu einem Gespräch eingeladen. KERVIN und NEPRADU: Sie berichten von ihren Schwierigkeiten bei der Antragstellung für ihre Einbürgerung. KUGLER: Beklagt, daß die Einwanderungsbehörden bei Einbürgerungsanträgen hinhaltend taktieren. LAUB: Seit dem neuen Ausländergesetz sind die Einbürgerungsanträge gewaltig gestiegen. Die Einbürgerungsbehörde ist völlig überlastet. Das bedeutet, daß die Verfahren länger dauern. Gespräch mit dem SDR-Redakteur Ahmet Bayaz über die Schwierigkeiten von Türken, die Einbürgerungsanträge stellen, und über die doppelte Staatsbürgerschaft.
0:16:00; 0'16
Audio-Visuelle Medien
Bayaz, Ahmet
Kerwin, Rainer
Laub, Helmut
Nepradu, Alem
Ausländer; Einbürgerung
Integration
Staatsbürgerschaft: Doppelte Staatsbürgerschaft
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:30 MEZ
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