Gutsarchiv Meineweh (Bestand)
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H 149 (Benutzungsort: Wernigerode)
Landesarchiv Sachsen-Anhalt (Archivtektonik) >> 10. Adelsarchive >> 10.02. Gutsarchive
1496 - 1933
Findhilfsmittel: Findbuch von 1992 (online recherchierbar)
Registraturbildner: Meineweh ist eine Gemeinde im Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Das 1286 als Pfarrdorf erwähnte Meineweh gehörte am Ausgang des Mittelalters zum wettinischen Amt Weißenfels. Es war 1485 albertinisch, seit 1547 kursächsisch, gehörte von 1657–1746 zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels und kam 1815 an Preußen, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1288 nennt sich ein Heinrich von „Minowe“ nach Meineweh. 1502 ist das Dorf im Besitz eines Zweiges der Familie von Bünau, der auf Droyßig, Pretzsch und Meineweh saß. Günther von Bünau zu Meineweh veräußerte das Rittergut 1704/14 an die von Schönberg, die es 1811 an Ferdinand Bernhard von Watzdorf weitergaben. Dieser war mit einer Unterbrechung in den Jahren 1818 bis 1825, als Meineweh dem Grafen Karl von der Schulenburg auf Detzel gehörte, bis 1846 Eigentümer. Über einen Zwischenbesitzer gelangte das Rittergut 1853 an die von Bodenhausen, später Freiherren von Bodenhausen genannt Degener, von denen es 1926/27 der Fabrikdirektor Wilhelm Gütte als letzter Besitzer vor der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 erwarb.
Zu dem 1814 als altschriftsässig bezeichneten Rittergut gehörten Patrimonialgericht und Kirchenpatronat über Meineweh und über das seit 1582 mit ihm verbundene naumburgische Lehen Priesen, ferner spätestens 1622 die Gerichtsbarkeit über das Dorf Runthal (ohne Flur) und ein Anspännergut in Schelkau.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde 1949 (Zugang Landesarchiv Merseburg 29 vom 16.03.1949) übernommen.
Aus dem Gutsarchiv Degenershausen wurden ca. 7 lfm zum Gut Meineweh gehörende Archivalien herausgelöst und zu einem Bestand zusammengefasst.
Die Ordnung und Verzeichnung des Bestandes erfolgte 1987. Aus dem Gutsarchiv wurden dabei 0,08 lfm Archivalien entnommen und daraus der Bestand Gutsarchiv Pretzsch gebildet.
Im Dezember 2013 erfolgte die Retrokonversion des Findbuches.
Zusatzinformationen: Hinweise auf andere Bestände:
H 52 Gutsarchiv Degenershausen
Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Registraturbildner: Meineweh ist eine Gemeinde im Burgenlandkreis, Sachsen-Anhalt.
Das 1286 als Pfarrdorf erwähnte Meineweh gehörte am Ausgang des Mittelalters zum wettinischen Amt Weißenfels. Es war 1485 albertinisch, seit 1547 kursächsisch, gehörte von 1657–1746 zum Herzogtum Sachsen-Weißenfels und kam 1815 an Preußen, wo es 1816–1945 der Provinz Sachsen zugeordnet war.
1288 nennt sich ein Heinrich von „Minowe“ nach Meineweh. 1502 ist das Dorf im Besitz eines Zweiges der Familie von Bünau, der auf Droyßig, Pretzsch und Meineweh saß. Günther von Bünau zu Meineweh veräußerte das Rittergut 1704/14 an die von Schönberg, die es 1811 an Ferdinand Bernhard von Watzdorf weitergaben. Dieser war mit einer Unterbrechung in den Jahren 1818 bis 1825, als Meineweh dem Grafen Karl von der Schulenburg auf Detzel gehörte, bis 1846 Eigentümer. Über einen Zwischenbesitzer gelangte das Rittergut 1853 an die von Bodenhausen, später Freiherren von Bodenhausen genannt Degener, von denen es 1926/27 der Fabrikdirektor Wilhelm Gütte als letzter Besitzer vor der Enteignung im Zuge der Bodenreform 1945 erwarb.
Zu dem 1814 als altschriftsässig bezeichneten Rittergut gehörten Patrimonialgericht und Kirchenpatronat über Meineweh und über das seit 1582 mit ihm verbundene naumburgische Lehen Priesen, ferner spätestens 1622 die Gerichtsbarkeit über das Dorf Runthal (ohne Flur) und ein Anspännergut in Schelkau.
Bestandsinformationen: Der Bestand wurde 1949 (Zugang Landesarchiv Merseburg 29 vom 16.03.1949) übernommen.
Aus dem Gutsarchiv Degenershausen wurden ca. 7 lfm zum Gut Meineweh gehörende Archivalien herausgelöst und zu einem Bestand zusammengefasst.
Die Ordnung und Verzeichnung des Bestandes erfolgte 1987. Aus dem Gutsarchiv wurden dabei 0,08 lfm Archivalien entnommen und daraus der Bestand Gutsarchiv Pretzsch gebildet.
Im Dezember 2013 erfolgte die Retrokonversion des Findbuches.
Zusatzinformationen: Hinweise auf andere Bestände:
H 52 Gutsarchiv Degenershausen
Literatur:
Adelsarchive im Landeshauptarchiv Sachsen-Anhalt. Übersicht über die Bestände, bearb. von Jörg Brückner, Andreas Erb und Christoph Volkmar (Quellen zur Geschichte Sachsen-Anhalts; 20), Magdeburg 2012.
Laufmeter: 22.68
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
14.04.2025, 8:12 AM CEST