Annette Schavan - Ministerin war gestern, hier kommt die Kandidatin
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/024 R130005/107
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 4/024 Fernsehsendungen von SWR Fernsehen aus dem Jahre 2013
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14. Februar 2013
Als Abgeordnete werde Annette Schavan in dieser Woche im Wahlkreis Termine wahrnehmen, wie es vor ihrem Rücktritt vorgesehen war, teilte ihr Berliner Abgeordneten-Büro zu Wochenanfang mit. Ministerin war gestern, hier kommt die Kandidatin für den Bundestagswahlkampf. Geht der Rollenwechsel so einfach?
"Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen und nicht alles dem Staat überlassen", sagt die Kandidatin nachdrücklich, als sie beim Pharmakonzern Teva die Turnhalle des Betriebskindergartens einweiht. Sie spricht aus dem Stegreif, ganz die Wahlkreispolitikerin und ist eigenhändig mit dem Auto vorgefahren. Ist das alte Kapitel wirklich abgeschlossen? Fragen von Journalisten nach ihrem Verhältnis zu Merkel wehrt sie ab und rät: "Lassen Sie mal gut sein und machen Sie Feierabend für heute."
Am Samstag noch sprach Kanzlerin Angelika Merkel ihr das "volle Vertrauen" aus und nahm im nächsten Atemzug Schavans Rücktritt entgegen. Vorausgegangen war ein Vieraugen-Gespräch. Kann einem da nicht das Lachen vergehen?
Beim Fasnetumzug in Ehingen lacht Schavan zurückhaltend. Frierend steht sie unter den Zunftmeistern und freut sich sichtlich, als ihr eine Hexe ein Glas dampfenden Glühwein reicht. Immerhin gab es beim Umzug keine Witze oder Anspielungen zu ihrem aberkannten Doktor-Titel oder gar Rücktritt.
Am Abend fliegt die zurückgetretene Ministerin und Nur-Kandidatin nach Berlin. Um die Wohnung auszuräumen. Am Freitag wird sie wieder in Ulm sein. "Zuhause", sagt sie. Und dieses Wort klingt ein bisschen - nein, nicht abgeschrieben - auswendig gelernt.
"Unternehmen müssen Verantwortung übernehmen und nicht alles dem Staat überlassen", sagt die Kandidatin nachdrücklich, als sie beim Pharmakonzern Teva die Turnhalle des Betriebskindergartens einweiht. Sie spricht aus dem Stegreif, ganz die Wahlkreispolitikerin und ist eigenhändig mit dem Auto vorgefahren. Ist das alte Kapitel wirklich abgeschlossen? Fragen von Journalisten nach ihrem Verhältnis zu Merkel wehrt sie ab und rät: "Lassen Sie mal gut sein und machen Sie Feierabend für heute."
Am Samstag noch sprach Kanzlerin Angelika Merkel ihr das "volle Vertrauen" aus und nahm im nächsten Atemzug Schavans Rücktritt entgegen. Vorausgegangen war ein Vieraugen-Gespräch. Kann einem da nicht das Lachen vergehen?
Beim Fasnetumzug in Ehingen lacht Schavan zurückhaltend. Frierend steht sie unter den Zunftmeistern und freut sich sichtlich, als ihr eine Hexe ein Glas dampfenden Glühwein reicht. Immerhin gab es beim Umzug keine Witze oder Anspielungen zu ihrem aberkannten Doktor-Titel oder gar Rücktritt.
Am Abend fliegt die zurückgetretene Ministerin und Nur-Kandidatin nach Berlin. Um die Wohnung auszuräumen. Am Freitag wird sie wieder in Ulm sein. "Zuhause", sagt sie. Und dieses Wort klingt ein bisschen - nein, nicht abgeschrieben - auswendig gelernt.
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Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
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21.11.2025, 15:32 MEZ
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