Dienststellen und Einheiten des Seenotdienstes der Luftwaffe (Bestand)
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BArch RL 29
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Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Militär >> Reichswehr und Wehrmacht 1919 bis 1945/1946 >> Luftwaffe >> Kommandobehörden, Verbände und Einheiten
1940-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Der Seenotdienst (Luft) hatte Seenotfälle aufzuklären, abgestürzte Flugzeugbesatzungen und Schiffbrüchige zu retten sowie die Flugzeuge zu bergen. Die Küsten mit den davor liegenden Seegebieten wurden dafür in Abschnitte (Seenotbereiche) aufgeteilt und diese wiederum in kleinere Räume (Seenotbezirke) untergliedert.
Für jeden Seenotbereich war eine Seenotzentrale, ab Juni 1942 Seenotbereichskommando zuständig; für jeden Seenotbezirk eine Seenotbezirksstelle, ab Juni 1942 Seenotkommando zuständig.
Die Durchführung der Einsätze oblag den auf Seefliegerhorsten untergebrachten Seenotzentralen.
Nach dem Ende des Frankreichfeldzuges wurden Seenotdienstführer bei den Luftflotten im jeweiligen Küstengroßbereich eingerichtet, die den Seenotzentralen übergeordnet waren.
Im August 1944 wurde die Auflösung der Dienststellen des Seenotdienstes verfügt unter Zusammenlegung der Seenotstaffeln und Seenotflottillen zu Seenotgruppen.
Weitere Informationen zur Organisation des Seenotdienstes (Luft) können der Ausarbeitung von Carl Heß unter der Signatur ZA 3/13 entnommen werden.
Bestandsbeschreibung: Die Akten stammen aus Rückführungen aus den USA und Großbritannien an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes. Von dort wurden die Akten 1968 an das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv abgegeben.
Inhaltliche Charakterisierung: Das erhalten gebliebene Schriftgut besteht überwiegend aus Kriegstagebüchern des Seenotdienstführers Norwegen sowie einzelner Seenotzentralen/Seenotbereichskommandos.
Informationen zu den Dienststellen und Einheiten des Seenotdienstes in anderen Küstengebieten können u.a. den Ausarbeitung der Studiengruppe Luftwaffe der Historical Division der US-Army entnommen werden (ZA 3/101, 102, 108).
Zitierweise: BArch RL 29/...
Für jeden Seenotbereich war eine Seenotzentrale, ab Juni 1942 Seenotbereichskommando zuständig; für jeden Seenotbezirk eine Seenotbezirksstelle, ab Juni 1942 Seenotkommando zuständig.
Die Durchführung der Einsätze oblag den auf Seefliegerhorsten untergebrachten Seenotzentralen.
Nach dem Ende des Frankreichfeldzuges wurden Seenotdienstführer bei den Luftflotten im jeweiligen Küstengroßbereich eingerichtet, die den Seenotzentralen übergeordnet waren.
Im August 1944 wurde die Auflösung der Dienststellen des Seenotdienstes verfügt unter Zusammenlegung der Seenotstaffeln und Seenotflottillen zu Seenotgruppen.
Weitere Informationen zur Organisation des Seenotdienstes (Luft) können der Ausarbeitung von Carl Heß unter der Signatur ZA 3/13 entnommen werden.
Bestandsbeschreibung: Die Akten stammen aus Rückführungen aus den USA und Großbritannien an die Dokumentenzentrale des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes. Von dort wurden die Akten 1968 an das Bundesarchiv, Abteilung Militärarchiv abgegeben.
Inhaltliche Charakterisierung: Das erhalten gebliebene Schriftgut besteht überwiegend aus Kriegstagebüchern des Seenotdienstführers Norwegen sowie einzelner Seenotzentralen/Seenotbereichskommandos.
Informationen zu den Dienststellen und Einheiten des Seenotdienstes in anderen Küstengebieten können u.a. den Ausarbeitung der Studiengruppe Luftwaffe der Historical Division der US-Army entnommen werden (ZA 3/101, 102, 108).
Zitierweise: BArch RL 29/...
Dienststellen und Einheiten des Seenotdienstes der Luftwaffe , 1938-1945
23 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Verwandtes Archivgut im Bundesarchiv: RL 2-III Generalstab der Luftwaffe / Generalquartiermeister; hier: 2. Abteilung (Organisation)
RL 4 Ausbildungsdienststellen im Reichsluftfahrtministerium, mit Inspektionen und Waffengeneralen; hier: L In 8 (General des Seewesens / General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber der Marine)
RL 7 Luftflottenkommandos
RL 8 Führungsstäbe der Fliegertruppe der Luftwaffe
RL 10 Verbände und Einheiten der Fliegertruppe der Luftwaffe; hier: Seenotstaffeln
RM 6 Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
RW 48 Wehrmachtauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene; hier: Ausarbeitungen der Deutschen Dienststelle zu Stellenbesetzungen und Einsätzen im Zweiten Weltkrieg
ZA 3 Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Luftwaffe
MSG Militärgeschichtliche Sammlungen
ZA 3/13: Heß, Carl: Der Seenotdienst der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg
ZA 3/101, 102, 108: Seenotdienst
RL 1/782: L.Dv. 92/1 Der Seenotdienst der Luftwaffe. Vorläufige Seenotdienstordnung für Luftfahrzeuge, 1939
RL 1/783: LDv. 92/2 Verzeichnis der Seenothilfsmittel an der deutschen Nord- und Ostseeküste, 1939
RLD 10/164: Seenot-Merkblatt für Jagdflieger-, Sturzkampfflieger- und Zerstörerverbände, 1942
Literatur: Abendroth, Arno: Die Schiffe und Boote der deutschen Seeflieger 1912-1976, Stuttgart 1977
Born, Karl: Rettung zwischen den Fronten - Seenotdienst der deutschen Luftwaffe 1939 - 1945, Hamburg 2001
Dierich, Wolfgang: Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945, Stuttgart 1976
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Gröner, Erich: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe 1939 - 1945 und ihr Verbleib, München 1976
Kühn, Volkmar: Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe 1939-1945, Stuttgart 1978
Püschel, Erich: Die Seenotverbände der deutschen Luftwaffe und ihr Sanitätswesen 1939 - 1945. Aufgaben, Leistungen, Probleme, Düsseldorf 1978
RL 4 Ausbildungsdienststellen im Reichsluftfahrtministerium, mit Inspektionen und Waffengeneralen; hier: L In 8 (General des Seewesens / General der Luftwaffe beim Oberbefehlshaber der Marine)
RL 7 Luftflottenkommandos
RL 8 Führungsstäbe der Fliegertruppe der Luftwaffe
RL 10 Verbände und Einheiten der Fliegertruppe der Luftwaffe; hier: Seenotstaffeln
RM 6 Oberbefehlshaber der Kriegsmarine
RW 48 Wehrmachtauskunftstelle für Kriegerverluste und Kriegsgefangene; hier: Ausarbeitungen der Deutschen Dienststelle zu Stellenbesetzungen und Einsätzen im Zweiten Weltkrieg
ZA 3 Operational History (German) Section der Historical Division der US-Army / Studiengruppe Luftwaffe
MSG Militärgeschichtliche Sammlungen
ZA 3/13: Heß, Carl: Der Seenotdienst der Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg
ZA 3/101, 102, 108: Seenotdienst
RL 1/782: L.Dv. 92/1 Der Seenotdienst der Luftwaffe. Vorläufige Seenotdienstordnung für Luftfahrzeuge, 1939
RL 1/783: LDv. 92/2 Verzeichnis der Seenothilfsmittel an der deutschen Nord- und Ostseeküste, 1939
RLD 10/164: Seenot-Merkblatt für Jagdflieger-, Sturzkampfflieger- und Zerstörerverbände, 1942
Literatur: Abendroth, Arno: Die Schiffe und Boote der deutschen Seeflieger 1912-1976, Stuttgart 1977
Born, Karl: Rettung zwischen den Fronten - Seenotdienst der deutschen Luftwaffe 1939 - 1945, Hamburg 2001
Dierich, Wolfgang: Die Verbände der Luftwaffe 1935-1945, Stuttgart 1976
Endres, Robert: Zum Verbleib der Luftwaffenakten beim Zusammenbruch 1945 und danach, in: Militärgeschichtliches Forschungsamt (Hrsg.): 50 Jahre Luftwaffen- und Luftkriegs-Geschichtsschreibung, Freiburg 1970, S. 25-31
Gröner, Erich: Die Schiffe der deutschen Kriegsmarine und Luftwaffe 1939 - 1945 und ihr Verbleib, München 1976
Kühn, Volkmar: Der Seenotdienst der deutschen Luftwaffe 1939-1945, Stuttgart 1978
Püschel, Erich: Die Seenotverbände der deutschen Luftwaffe und ihr Sanitätswesen 1939 - 1945. Aufgaben, Leistungen, Probleme, Düsseldorf 1978
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
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