"Krieg der Bomber": Es begann mit einer Lüge Länge (Folge 1) und Mit dem Mut der Verzweiflung Länge (Folge 3)
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 R140023/102
J 25_G221_118, Teil 1
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 20/005 23 J 25 Sammlung Knilli: Ton- und Filmdokumente
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1985
Enthält:
Die fünfteilige SWF-Dokumentation "Krieg der Bomber" ist eine zeitgeschichtliche Dokumentation über den Bombenkrieg gegen deutsche Städte. 1985 wurde sie zum ersten Mal ausgestrahlt. Sie ist bis heute die umfassendste Fernsehdokumentation zu diesem Thema.
0:00:00 - 0:43:05
Folge 1: Es begann mit einer Lüge Länge
Die erste Folge der 5-teiligen Dokumentation "Krieg der Bomber" zeigt die Entwicklung auf, die zum Bombenkrieg gegen englische und deutsche Städte in den Jahren 1940-1945 führte. Vor dem politischen Hintergrund wird die Eskalation des Luftkrieges vom Beginn des II. Weltkrieges bis zum ersten Angriff mit 1.000 Bombern auf Köln 1942 deutlich gemacht. Am 10. Mai 1940 überfällt Hitler die neutralen Staaten Holland, Luxemburg und Belgien. Der Westfeldzug gegen Frankreich beginnt. Schon zuvor im September 1939 war Polen von der deutschen Wehrmacht niedergeworfen worden, hatte die deutsche Luftwaffe Warschau bombardiert. Zu Beginn des Westfeldzuges fliegt auch die deutsche Luftwaffe Einsätze gegen militärische Ziele in Frankreich. Bei einem Einsatz wird Freiburg irrtümlich von 3 Hell-Bombern angegriffen. Die deutsche Propaganda münzt diesen Fehlangriff in einen "Terrorangriff der Alliierten" um. Zeitzeugen berichten von diesem Angriff. Am gleichen Tag tritt in England Chamberlain mit seinem Kabinett zurück. Churchill wird Premierminister. Am 14. Mai 1940 wird Rotterdam von der deutschen Luftwaffe bombardiert. 900 Menschen sterben. Churchill spricht von 30.000 Toten. Bis zum Herbst 1940 ist Hitler Herrscher über ganz Europa, nur England gibt sich nicht geschlagen. Die Luftschlacht um England beginnt. London, Manchester, Coventry und andere englische Städte werden von deutschen Bomben schwer getroffen. Dennoch erreichte Hitler nicht die Kapitulation Englands. Die Engländer bereiten sich vor zurückzuschlagen. Die britische Propaganda ermutigt die Engländer zum Durchhalten. Nachdem Hitler 1941 den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen hat, werden die Briten zunehmend von den USA unterstützt. Churchill und Roosevelt schließen die Atlantikcharta. Anfang 1942 wird in England Sir Arthur Harris der neue Chef des britischen "Bomber Command". Er beginnt die Strategie des "Area bombing", der Flächenbombardierung der Städte zu verwirklichen. Lübeck und Rostock werden schwer getroffen. Sir Arthur Harris schildert in einem Interview die Situation des Jahres 1942. In der Nacht vom 30./31. Mai 1942 greift Harris mit über 1.000 Bombern Köln an. Deutsche und englische Augenzeugen berichten von ihrem persönlichen Erleben dieses Angriffes. Durch englisches und deutsches Filmmaterial wird der Angriff auf Köln rekonstruiert.
(SWF-Pressetext)
Autor: Jochen von Lang
Realisation und Redaktion: Erich Bottlinger
Dokumentation: Peter Latzel
Sprecher: Heiner Schmidt, Helmut Woestmann
Mitarbeit: Hertha Jacobs
Produktionsleitung: Michael Schulze 0:43:32 - 1:22:40
Folge 3: Mit dem Mut der Verzweiflung Länge
Inhalt: Die 3. Folge der Dokumentation "Der Krieg der Bomber" zeigt die Auswirkungen der Bombenangriffe im Juli 1943 auf Hamburg. Über 40.000 Menschen sterben. Die Reichshauptstadt Berlin ist 1943/44 eines der Hauptangriffsziele der alliierten Bomber. Hamburg brennt, nachdem 10 Tage alliierte Bomber die Stadt angegriffen haben. Menschen suchen in den Trümmern nach ihren Angehörigen oder flüchten aus der Stadt. Der Hamburger Hauptbahnhof und der Hafen sind schwer getroffen worden. Air Vice Marshall Don Bennett begründet die Notwendigkeit der Angriffe auf Hamburg. Die Deutsche Wochenschau feiert Hamburger Hitlerjugend, die sich bei diesen Angriffen ausgezeichnet hat, bei einem Besuch in Berlin. Durch ein neues Navigationssystem, zu dem auch deutsche Wissenschaftler die Grundlage geschaffen haben, kann die Royal Air Force ab 1943 noch präzisere Angriffe gegen Berlin fliegen. Der deutsche Physiker Prof. Manfred von Ardenne berichtet über die Entwicklung des "Panoramaradars". Nach einem Angriff der Royal Air Force versuchen die Berliner noch zu retten, was ihnen geblieben ist. Viele campieren im Freien oder verlassen die Stadt. Unter primitiven Verhältnissen geht das Leben weiter. Ein polnischer Häftling berichtet über den Einsatz bei Aufräumungsarbeiten. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Gauleiter von Berlin, leitet den Einsatz der Hilfstruppen. Die NSV versorgt Bombengeschädigte. Berliner Varietes sollen für "Durchhaltestimmung" sorgen. Eine jüdische Berliner Bürgerin berichtet von dem doppelten Terror, dem sie ausgesetzt war. Berliner Kinder werden mit Dampfern aus der Stadt durch die KLV evakuiert; viele von ihnen kurze Zeit später jedoch als Luftwaffenhelfer eingesetzt. Ein Betroffener berichtet hiervon. Auch Frauen werden als Nachrichtenhelferinnen oder beim Reichsarbeitsdienst eingesetzt. 1944 greifen die Amerikaner in den Luftkrieg um Berlin ein. Auch bei Tage wird Berlin jetzt bombardiert. Berliner Zeitzeugen berichten von den Angriffen. Berlin verwandelt sich in eine Ruinenlandschaft. Reichspropagandaminister Goebbels jedoch lässt 1944 "Führergeburtstag" feiern.
(SWF-Pressetext)
Autor: Jochen von Lang
Realisation und Redaktion: Erich Bottlinger
Dokumentation: Peter Latzel
Sprecher: Heiner Schmidt, Helmut Woestmann
Mitarbeit: Irene von Zahn
Produktionsleitung: Michael Schulze
Die fünfteilige SWF-Dokumentation "Krieg der Bomber" ist eine zeitgeschichtliche Dokumentation über den Bombenkrieg gegen deutsche Städte. 1985 wurde sie zum ersten Mal ausgestrahlt. Sie ist bis heute die umfassendste Fernsehdokumentation zu diesem Thema.
0:00:00 - 0:43:05
Folge 1: Es begann mit einer Lüge Länge
Die erste Folge der 5-teiligen Dokumentation "Krieg der Bomber" zeigt die Entwicklung auf, die zum Bombenkrieg gegen englische und deutsche Städte in den Jahren 1940-1945 führte. Vor dem politischen Hintergrund wird die Eskalation des Luftkrieges vom Beginn des II. Weltkrieges bis zum ersten Angriff mit 1.000 Bombern auf Köln 1942 deutlich gemacht. Am 10. Mai 1940 überfällt Hitler die neutralen Staaten Holland, Luxemburg und Belgien. Der Westfeldzug gegen Frankreich beginnt. Schon zuvor im September 1939 war Polen von der deutschen Wehrmacht niedergeworfen worden, hatte die deutsche Luftwaffe Warschau bombardiert. Zu Beginn des Westfeldzuges fliegt auch die deutsche Luftwaffe Einsätze gegen militärische Ziele in Frankreich. Bei einem Einsatz wird Freiburg irrtümlich von 3 Hell-Bombern angegriffen. Die deutsche Propaganda münzt diesen Fehlangriff in einen "Terrorangriff der Alliierten" um. Zeitzeugen berichten von diesem Angriff. Am gleichen Tag tritt in England Chamberlain mit seinem Kabinett zurück. Churchill wird Premierminister. Am 14. Mai 1940 wird Rotterdam von der deutschen Luftwaffe bombardiert. 900 Menschen sterben. Churchill spricht von 30.000 Toten. Bis zum Herbst 1940 ist Hitler Herrscher über ganz Europa, nur England gibt sich nicht geschlagen. Die Luftschlacht um England beginnt. London, Manchester, Coventry und andere englische Städte werden von deutschen Bomben schwer getroffen. Dennoch erreichte Hitler nicht die Kapitulation Englands. Die Engländer bereiten sich vor zurückzuschlagen. Die britische Propaganda ermutigt die Engländer zum Durchhalten. Nachdem Hitler 1941 den Krieg gegen die Sowjetunion begonnen hat, werden die Briten zunehmend von den USA unterstützt. Churchill und Roosevelt schließen die Atlantikcharta. Anfang 1942 wird in England Sir Arthur Harris der neue Chef des britischen "Bomber Command". Er beginnt die Strategie des "Area bombing", der Flächenbombardierung der Städte zu verwirklichen. Lübeck und Rostock werden schwer getroffen. Sir Arthur Harris schildert in einem Interview die Situation des Jahres 1942. In der Nacht vom 30./31. Mai 1942 greift Harris mit über 1.000 Bombern Köln an. Deutsche und englische Augenzeugen berichten von ihrem persönlichen Erleben dieses Angriffes. Durch englisches und deutsches Filmmaterial wird der Angriff auf Köln rekonstruiert.
(SWF-Pressetext)
Autor: Jochen von Lang
Realisation und Redaktion: Erich Bottlinger
Dokumentation: Peter Latzel
Sprecher: Heiner Schmidt, Helmut Woestmann
Mitarbeit: Hertha Jacobs
Produktionsleitung: Michael Schulze 0:43:32 - 1:22:40
Folge 3: Mit dem Mut der Verzweiflung Länge
Inhalt: Die 3. Folge der Dokumentation "Der Krieg der Bomber" zeigt die Auswirkungen der Bombenangriffe im Juli 1943 auf Hamburg. Über 40.000 Menschen sterben. Die Reichshauptstadt Berlin ist 1943/44 eines der Hauptangriffsziele der alliierten Bomber. Hamburg brennt, nachdem 10 Tage alliierte Bomber die Stadt angegriffen haben. Menschen suchen in den Trümmern nach ihren Angehörigen oder flüchten aus der Stadt. Der Hamburger Hauptbahnhof und der Hafen sind schwer getroffen worden. Air Vice Marshall Don Bennett begründet die Notwendigkeit der Angriffe auf Hamburg. Die Deutsche Wochenschau feiert Hamburger Hitlerjugend, die sich bei diesen Angriffen ausgezeichnet hat, bei einem Besuch in Berlin. Durch ein neues Navigationssystem, zu dem auch deutsche Wissenschaftler die Grundlage geschaffen haben, kann die Royal Air Force ab 1943 noch präzisere Angriffe gegen Berlin fliegen. Der deutsche Physiker Prof. Manfred von Ardenne berichtet über die Entwicklung des "Panoramaradars". Nach einem Angriff der Royal Air Force versuchen die Berliner noch zu retten, was ihnen geblieben ist. Viele campieren im Freien oder verlassen die Stadt. Unter primitiven Verhältnissen geht das Leben weiter. Ein polnischer Häftling berichtet über den Einsatz bei Aufräumungsarbeiten. Reichspropagandaminister Joseph Goebbels, Gauleiter von Berlin, leitet den Einsatz der Hilfstruppen. Die NSV versorgt Bombengeschädigte. Berliner Varietes sollen für "Durchhaltestimmung" sorgen. Eine jüdische Berliner Bürgerin berichtet von dem doppelten Terror, dem sie ausgesetzt war. Berliner Kinder werden mit Dampfern aus der Stadt durch die KLV evakuiert; viele von ihnen kurze Zeit später jedoch als Luftwaffenhelfer eingesetzt. Ein Betroffener berichtet hiervon. Auch Frauen werden als Nachrichtenhelferinnen oder beim Reichsarbeitsdienst eingesetzt. 1944 greifen die Amerikaner in den Luftkrieg um Berlin ein. Auch bei Tage wird Berlin jetzt bombardiert. Berliner Zeitzeugen berichten von den Angriffen. Berlin verwandelt sich in eine Ruinenlandschaft. Reichspropagandaminister Goebbels jedoch lässt 1944 "Führergeburtstag" feiern.
(SWF-Pressetext)
Autor: Jochen von Lang
Realisation und Redaktion: Erich Bottlinger
Dokumentation: Peter Latzel
Sprecher: Heiner Schmidt, Helmut Woestmann
Mitarbeit: Irene von Zahn
Produktionsleitung: Michael Schulze
1'22
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: Sammlung Knilli
Barthke, Dagmar
Hansen, Lars
Harris, Arthur
Jäger, Gerhard
Klein, Gertrud
Kraus-Flatten, Maria
Lang, Jochen von
Marquardt, Oliver; Student
Masannek, Katharina
Müller, Walter
Oschitzi, Maya
Purnell, Peter
Radevagen, Thomas Til; Redakteur, 1944-2003
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:24 MEZ
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