Hermann Zurgeist, Abt des Klosters Liesborn, bezeugt am 1. März 1633, dass sein Eigenbehöriger Tonies Willenbrinck zu Wadersloh seinem Eigenbehörigen Albert Lange zu Lemike im Kirchspiel Liesborn für 30 Reichstaler Saat, Gerste und Weizen vorgestreckt habe, weil dieser jedoch aufgrund der beschwerlichen Kriegszeiten diesen Vorschuss nicht zurückzahlen könne, so habe man sich dahin verglichen, dass Willenbrinck und dessen Erben jährlich 1 Reichstaler Pacht, ein Paar Hühner und sieben Handdienste (vier im Sommer und drei im Winter) von Kammer Johanns Kotten uffm Berge zu genießen habe. Zeugen: Johann Lindenkampff und Berndt Stollmann. Siegel- und Unterschriftsankündigung des Ausstellers. Quittung des Thonies Willenbrinck vom 29. Juli 1656, dass ihm der Abt des Klosters Liesborn von den vorgenannten 30 Reichstaler wegen Langen Erbes 20 Reichstaler auszahlen lassen hat. Quittung des Thonies Willenbrinck vom 6. Januar 1657, dass ihm der Abt des Klosters Liesborn von den vorgenannten 30 Reichstaler wegen Langen Erbes die restierenden 10 Reichstaler auszahlen lassen hat
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Hermann Zurgeist, Abt des Klosters Liesborn, bezeugt am 1. März 1633, dass sein Eigenbehöriger Tonies Willenbrinck zu Wadersloh seinem Eigenbehörigen Albert Lange zu Lemike im Kirchspiel Liesborn für 30 Reichstaler Saat, Gerste und Weizen vorgestreckt habe, weil dieser jedoch aufgrund der beschwerlichen Kriegszeiten diesen Vorschuss nicht zurückzahlen könne, so habe man sich dahin verglichen, dass Willenbrinck und dessen Erben jährlich 1 Reichstaler Pacht, ein Paar Hühner und sieben Handdienste (vier im Sommer und drei im Winter) von Kammer Johanns Kotten uffm Berge zu genießen habe. Zeugen: Johann Lindenkampff und Berndt Stollmann. Siegel- und Unterschriftsankündigung des Ausstellers. Quittung des Thonies Willenbrinck vom 29. Juli 1656, dass ihm der Abt des Klosters Liesborn von den vorgenannten 30 Reichstaler wegen Langen Erbes 20 Reichstaler auszahlen lassen hat. Quittung des Thonies Willenbrinck vom 6. Januar 1657, dass ihm der Abt des Klosters Liesborn von den vorgenannten 30 Reichstaler wegen Langen Erbes die restierenden 10 Reichstaler auszahlen lassen hat
B 061u, 112
B 061u Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
Fürstbistum Münster, Pfennigkammer - Urkunden
1633 März 1
Papier
Überlieferungsart: Original
Urkunde
Ausstellort: Liesborn
Siegelführer: Hermann Zurgeist, Abt
Siegelführer: Hermann Zurgeist, Abt
Hermann Zurgeist, Abt
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:41 MEZ
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Hierarchie Detailansicht
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