Verkauf des Kokosnuß-Holzschuherpokals
Vollständigen Titel anzeigen
E 49/II Nr. 830
E 49/II Holzschuher/Akten und Rechnungen
Holzschuher/Akten und Rechnungen
1540 - 1905
Enthält:
1905: Die Familie verkauft an die "Stiftung für Erhaltung Nürnberger Kunstwerke" bzw das Germanische Nationalmuseum den Kokosnußpokal aus dem 16. Jahrhundert.
Briefwechsel mit Justizrat von Kress, der die Jakob'sche Linie vertritt. Dieser stellt auch ein Gutachten zu der Frage, wer wegen des Verkaufs abstimmungsberechtigt ist.
Dabei:
Gutachten des Prof. Lange, Tübingen, der den Pokal Peter Flötner zuschreibt und in die 40er Jahre des 16. Jahrhunderts datiert. Die ältere Meinung, es sei ein Werk Wenzel Jamnitzers, stützt sich auf die im Deckel enthaltene Jahreszahl 1593. Der Pokal wird in Verbindung gebracht mit Alexander Holzschuher, der Hüttenbesitzer in Mähren war. Keinesfalls - so die Meinung auf einem Zettel - darf das Werk mit der Familie insgesamt in Verbindung gebracht werden. Es wurde 1783 von den Faber- oder Schwabeschen Relikten um 300 Gulden ersteigert, um dann "wegen seiner Obscenität eingesperrt zu werden."
Dabei:
Foto des Pokals, rückseitig Revers des Christof Gottlieb Veit August von Holzschuher, Augsburg 1873, über den Erhalt des Pokals zur Aufbewahrung als Familiensenior.
Verhandlungen mit Hans Boesch, dem 2. Direktor des GNM.
1896 ff forscht Professor Lange im Familienarchiv. Verwalter ist (Karl) Güllich.
Der Pokal wird um 60.000 Mark verkauft. Verwalter ist Fritz Roth.
1905: Die Familie verkauft an die "Stiftung für Erhaltung Nürnberger Kunstwerke" bzw das Germanische Nationalmuseum den Kokosnußpokal aus dem 16. Jahrhundert.
Briefwechsel mit Justizrat von Kress, der die Jakob'sche Linie vertritt. Dieser stellt auch ein Gutachten zu der Frage, wer wegen des Verkaufs abstimmungsberechtigt ist.
Dabei:
Gutachten des Prof. Lange, Tübingen, der den Pokal Peter Flötner zuschreibt und in die 40er Jahre des 16. Jahrhunderts datiert. Die ältere Meinung, es sei ein Werk Wenzel Jamnitzers, stützt sich auf die im Deckel enthaltene Jahreszahl 1593. Der Pokal wird in Verbindung gebracht mit Alexander Holzschuher, der Hüttenbesitzer in Mähren war. Keinesfalls - so die Meinung auf einem Zettel - darf das Werk mit der Familie insgesamt in Verbindung gebracht werden. Es wurde 1783 von den Faber- oder Schwabeschen Relikten um 300 Gulden ersteigert, um dann "wegen seiner Obscenität eingesperrt zu werden."
Dabei:
Foto des Pokals, rückseitig Revers des Christof Gottlieb Veit August von Holzschuher, Augsburg 1873, über den Erhalt des Pokals zur Aufbewahrung als Familiensenior.
Verhandlungen mit Hans Boesch, dem 2. Direktor des GNM.
1896 ff forscht Professor Lange im Familienarchiv. Verwalter ist (Karl) Güllich.
Der Pokal wird um 60.000 Mark verkauft. Verwalter ist Fritz Roth.
Archivale
Indexbegriff Person: Boesch, Hans
Indexbegriff Person: Faber, N
Indexbegriff Person: Flötner, Peter
Indexbegriff Person: Güllich, Karl
Indexbegriff Person: Holzschuher, Alexander
Indexbegriff Person: Holzschuher, Christof Gottlieb Veit August
Indexbegriff Person: Jamnitzer, Wenzel
Indexbegriff Person: Kress, N (Justizrat)
Indexbegriff Person: Lange, N (Professor)
Indexbegriff Person: Roth, Fritz
Indexbegriff Person: Schwabe, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Familie allgemein
Indexbegriff Person: Faber, N
Indexbegriff Person: Flötner, Peter
Indexbegriff Person: Güllich, Karl
Indexbegriff Person: Holzschuher, Alexander
Indexbegriff Person: Holzschuher, Christof Gottlieb Veit August
Indexbegriff Person: Jamnitzer, Wenzel
Indexbegriff Person: Kress, N (Justizrat)
Indexbegriff Person: Lange, N (Professor)
Indexbegriff Person: Roth, Fritz
Indexbegriff Person: Schwabe, N
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: Familie allgemein
Augsburg
Germanisches Nationalmuseum
Mähren
Tübingen
Kokosnuss-Pokal
Holzschuherpokal
Stiftung für Erhaltung Nürnberger Kunstwerke
Germanisches Nationalmuseum
Justizrat
Verkauf
Gutachten
Datierung
Hüttenbesitzer
Obszönität
Versteigerung
Revers
Familiensenior
Holzschuherstiftung
Stiftungsverwalter
Holzschuherarchiv
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:01 MESZ