Kläger: Peter Greve in der Firma Peter Greve junior & Co., königlich preußischer Agent in Hamburg, als Bevollmächtigter der Firma Schröder & Co. in Minden (Beklagter).- Beklagter: Martin Hieronymus Ohmann & Co. in Hamburg als Bevollmächtigte des Schiffers Carl Gustav Coelher aus Karlskrona in Schweden (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis (beendet durch außergerichtlichen Vergleich); Beweisführung über schwere Fehler und Versäumnisse des Beklagten und Berechtigung des Schiffers zur gerichtlichen Einforderung von Frachtgeldern in einer bis in die "restitutio in integrum" vor dem Rat gehenden Implorationsklage wegen Bezahlung der Frachtkosten in Höhe von 60191 Mark für eine Reise des Schiffes "Minister von der Schulenburg", das Zucker von St. Domingo nach Hamburg gebracht hatte; Hinweis des Klägers, dass die Summe für die Beifracht abgezogen werden müsse und dass sich die Forderungen der Beklagten mit ihren Gegenforderungen aufheben würden (ius compensationis), da dem Kläger durch die Kaperung des Schiffes "Schwertfisch" sehr hohe Verluste entstanden seien
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Kläger: Peter Greve in der Firma Peter Greve junior & Co., königlich preußischer Agent in Hamburg, als Bevollmächtigter der Firma Schröder & Co. in Minden (Beklagter).- Beklagter: Martin Hieronymus Ohmann & Co. in Hamburg als Bevollmächtigte des Schiffers Carl Gustav Coelher aus Karlskrona in Schweden (Kläger).- Streitgegenstand: Appellationis (beendet durch außergerichtlichen Vergleich); Beweisführung über schwere Fehler und Versäumnisse des Beklagten und Berechtigung des Schiffers zur gerichtlichen Einforderung von Frachtgeldern in einer bis in die "restitutio in integrum" vor dem Rat gehenden Implorationsklage wegen Bezahlung der Frachtkosten in Höhe von 60191 Mark für eine Reise des Schiffes "Minister von der Schulenburg", das Zucker von St. Domingo nach Hamburg gebracht hatte; Hinweis des Klägers, dass die Summe für die Beifracht abgezogen werden müsse und dass sich die Forderungen der Beklagten mit ihren Gegenforderungen aufheben würden (ius compensationis), da dem Kläger durch die Kaperung des Schiffes "Schwertfisch" sehr hohe Verluste entstanden seien
211-2_S 142 Teil 2
S 7724
211-2 Reichskammergericht
Reichskammergericht >> S
1766,1781-1787
Enthält: Prokuratoren: Kläger: Dr. Christian Jacob von Zwierlein. Beklagter: Dr. Caspar Friedrich Hofmann.- Instanzen: 1. Prätur 1783-1784. 2. Rat 1784-1785. 3. Reichskammergericht 1786-1787.- Darin: Rat- und Bürgerschluss von 1766 u.a. über die Deponierung strittiger Frachtgelder; Vorvertrag zwischen dem Kläger und Christian Eckerdt (Eckard), schwedischer Hofrat und Reeder in Stettin, über die Reise von Schiffen nach Westindien, "Certe-Partie (Befrachtungs-Vertrag) für das Fregattschiff "Minister von der Schulenburg", abgeschlossen in Gegenwart des Baron von der Horst, preußischer Kriegsminister und Teilhaber der Firma Schröder & Co., sowie Konnossemente des Beklagten und die Zusicherung von Provisionszahlungen durch Christian Eckerdt an den Kläger aus der Zeit 1781-1783 (zum Teil in französischer Sprache); Schreiben von 1782 über die Zession der Schiffe "Minister von der Schulenburg", "Schwertfisch" und "Adanaxus" durch den insolventen Christian Eckerdt an die preußische Seehandlung; Geschäftsbriefe der beteiligten Kaufleute 1782-1785; Rechnung von 1783 des Beklagten über rückständige Frachtgelder; Kontokorrent des Peter Greve und Auszug aus den Büchern des Conrad Glashoff, Makler in Hamburg, 1783; "Verklarung" und andere Zeugenaussagen von 1783 über die Beschädigung der Fracht des Schiffes "Minister von der Schulenburg" durch Unwetter, über die Krankheit der Besatzung und das dadurch bedingte Anlaufen des Hafens Falmouth in England; Aktenstücke aus Verhandlungen von Prisengerichten in England über das Schiff "Schwertfisch" 1783-1784; "Parere" der Mitglieder der Commerz-Deputation 1785 über die Bezahlung von Frachtgeldern; Ausführungen üer die "an Seeplätzen üblichen termini technici" 1786.
Archivale
Verwandte Bestände / Verzeichnungseinheiten: 741-4_S11365 (Bestelleinheit) [Mikroverfilmung von]
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
07.03.2025, 11:58 AM CET