Jagdfliegergeschwader-2 (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
BArch DVL 8-1
call number: DVL 8-1
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) >> Verteidigung >> Ministerium für Nationale Verteidigung und Nationale Volksarmee >> Nationale Volksarmee >> Luftstreitkräfte/Luftverteidigung
1953-1989
Geschichte des Bestandsbildners: Vorprovenienz: Vorläufer des Jagdfliegergeschwaders 2 (JG-2) war das Geschwader, das im Okt. 1952 als 3. Regiment der Kasernierten Volkspolizei (KVP) aufgestellt wurde. Am 20. Dez. 1953 wurde es in 2 Abteilung des 1. Aeroklubs umbenannt und am 01. Dez. 1954 entstand daraus wiederum das 2. Kommando des 1. Aeroklubs. Der Standort des JG-2 war Trollenhagen/Bez. Neubrandenburg.
Das Fliegergeschwader 2 (FG-2) wurde mit Wirkung vom 1. März 1957, zunächst in Cottbus, 1958 verlegt nach Rothenburg/Oberlausitz, formiert und der 1. Fliegerdivision (1. FD) unterstellt. Es ging aus dem 2. Kommando des 1. Aeroklubs hervor, welches mit Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR am 1. März 1956 in die Teilstreitkraft Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) überführt worden war. Ursprünglich war es im Oktober 1952 als 3. Regiment der Kasernierten Volkspolizei-Luft (KVP-Luft) aufgestellt worden. Am 20. Dezember 1953 umbenannt in 2. Abteilung des 1. Aeroklubs, entstand daraus in der weiteren Entwicklung am 1. Dezember 1954 das 2. Kommando. Am 1. Januar 1961 erfolgte die Umbenennung in Jagdfliegergeschwader 2 (JG-2), das im Oktober 1961 zum Flugplatz Trollenhagen/Brandenburg verlegt und laut Befehl Nr. 24/61 des Ministers für Nationale Verteidigung vom 18. Mai 1961 mit Wirkung vom 15. November 1961 der 3. Luftverteidigungsdivision (3. LVD) unterstellt wurde. Das JG-2 erfüllte Aufgaben im Diensthabenden System (DHS) und hatte überwiegend Flugzeuge des Typs MiG-21, in verschiedenen Variationen, im Bestand.
Mit Wirkung vom 26. Februar 1971 wurde durch den Minister für Nationale Verteidigung dem JG-2 der Ehrenname Jagdfliegergeschwader 2 "Juri Gagarin" verliehen.
Zum Stichtag des 30. September 1990 hatte das Jagdfliegergeschwader 2 folgende Flugzeuge im Bestand:
31 MiG-21M, 12 MiG-21SPS/K, 8 MiG-21UM.
Perspektivische Planungen der Nationalen Volksarmee sahen vor, dass JG-2 mit MiG-29 auszurüsten.
Noch kurz vor dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 löste das Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR das Jagdfliegergeschwader 2 mit Ablauf des 30. September 1990 auf.
Kommandeure:
01. Dezember 1953 - 30. November 1955: Leutnant Siegfried Hünig,
01. Dezember 1955 - 30. November 1956: Oberleutnant Riebel,
01. Dezember 1956 - 31. Dezember 1960: Oberstleutnant Ewald Kühn,
01. Januar 1961 - 30. September 1961: Major Heinz Lätzer,
01. Oktober 1961 - 30. November 1964: Oberstleutnant Ewald Kühn,
01. Dezember 1964 - 30. November 1966: Major Johannes Köhler,
01. Dezember 1966 - 30. November 1969: Major Peter Irmscher,
01. Dezember 1969 - 30. November 1972: Oberst Wolfgang Büttner,
01. Dezember 1972 - 30. November 1975: Oberst K.-M. Spitzenberg,
01. Dezember 1975 - 30. November 1981: Oberstleutnant Horst Priese,
01. Dezember 1981 - 30. November 1987: Major Gunter Harzbecher,
01. Dezember 1987 - 30. September 1990: Oberstleutnant Robert Finke.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand ist aussagekräftig und geben einen guten Überblick über die Aufgaben und Entwicklungen dieses Truppenteils. Die Befehle und Anordnungen des Kommandeurs sind nahezu vollständig überliefert. Flugsicherheits- und andere Analysen, Auskunftsberichte über Kontrollen, Kalenderpläne und Berichte über Ergebnisse, Aufgabenstellungen zu den Ausbildungsjahren und die geführten Chroniken von 1953 bis 1989 geben einen sehr guten Einblick in das JG-2.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Aktenordnung erfolgte bereits beim Registraturbildner auf der Grundlage des Einheitsaktenplanes K 01/3/001, der für alle Dienststellen der NVA verbindlich war. Die Akten wurden über das Verwaltungsarchiv der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung an das Militärarchiv in Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Der Bestand wurde im Juni 2005 verzeichnet.
Zitierweise: BArch DVL 8-1/...
Das Fliegergeschwader 2 (FG-2) wurde mit Wirkung vom 1. März 1957, zunächst in Cottbus, 1958 verlegt nach Rothenburg/Oberlausitz, formiert und der 1. Fliegerdivision (1. FD) unterstellt. Es ging aus dem 2. Kommando des 1. Aeroklubs hervor, welches mit Gründung der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR am 1. März 1956 in die Teilstreitkraft Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (LSK/LV) überführt worden war. Ursprünglich war es im Oktober 1952 als 3. Regiment der Kasernierten Volkspolizei-Luft (KVP-Luft) aufgestellt worden. Am 20. Dezember 1953 umbenannt in 2. Abteilung des 1. Aeroklubs, entstand daraus in der weiteren Entwicklung am 1. Dezember 1954 das 2. Kommando. Am 1. Januar 1961 erfolgte die Umbenennung in Jagdfliegergeschwader 2 (JG-2), das im Oktober 1961 zum Flugplatz Trollenhagen/Brandenburg verlegt und laut Befehl Nr. 24/61 des Ministers für Nationale Verteidigung vom 18. Mai 1961 mit Wirkung vom 15. November 1961 der 3. Luftverteidigungsdivision (3. LVD) unterstellt wurde. Das JG-2 erfüllte Aufgaben im Diensthabenden System (DHS) und hatte überwiegend Flugzeuge des Typs MiG-21, in verschiedenen Variationen, im Bestand.
Mit Wirkung vom 26. Februar 1971 wurde durch den Minister für Nationale Verteidigung dem JG-2 der Ehrenname Jagdfliegergeschwader 2 "Juri Gagarin" verliehen.
Zum Stichtag des 30. September 1990 hatte das Jagdfliegergeschwader 2 folgende Flugzeuge im Bestand:
31 MiG-21M, 12 MiG-21SPS/K, 8 MiG-21UM.
Perspektivische Planungen der Nationalen Volksarmee sahen vor, dass JG-2 mit MiG-29 auszurüsten.
Noch kurz vor dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland am 3. Oktober 1990 löste das Ministerium für Nationale Verteidigung der DDR das Jagdfliegergeschwader 2 mit Ablauf des 30. September 1990 auf.
Kommandeure:
01. Dezember 1953 - 30. November 1955: Leutnant Siegfried Hünig,
01. Dezember 1955 - 30. November 1956: Oberleutnant Riebel,
01. Dezember 1956 - 31. Dezember 1960: Oberstleutnant Ewald Kühn,
01. Januar 1961 - 30. September 1961: Major Heinz Lätzer,
01. Oktober 1961 - 30. November 1964: Oberstleutnant Ewald Kühn,
01. Dezember 1964 - 30. November 1966: Major Johannes Köhler,
01. Dezember 1966 - 30. November 1969: Major Peter Irmscher,
01. Dezember 1969 - 30. November 1972: Oberst Wolfgang Büttner,
01. Dezember 1972 - 30. November 1975: Oberst K.-M. Spitzenberg,
01. Dezember 1975 - 30. November 1981: Oberstleutnant Horst Priese,
01. Dezember 1981 - 30. November 1987: Major Gunter Harzbecher,
01. Dezember 1987 - 30. September 1990: Oberstleutnant Robert Finke.
Inhaltliche Charakterisierung: Der Bestand ist aussagekräftig und geben einen guten Überblick über die Aufgaben und Entwicklungen dieses Truppenteils. Die Befehle und Anordnungen des Kommandeurs sind nahezu vollständig überliefert. Flugsicherheits- und andere Analysen, Auskunftsberichte über Kontrollen, Kalenderpläne und Berichte über Ergebnisse, Aufgabenstellungen zu den Ausbildungsjahren und die geführten Chroniken von 1953 bis 1989 geben einen sehr guten Einblick in das JG-2.
Erschließungszustand: Online-Findbuch
Vorarchivische Ordnung: Die Aktenordnung erfolgte bereits beim Registraturbildner auf der Grundlage des Einheitsaktenplanes K 01/3/001, der für alle Dienststellen der NVA verbindlich war. Die Akten wurden über das Verwaltungsarchiv der Luftstreitkräfte/Luftverteidigung an das Militärarchiv in Potsdam übergeben. Von dort gelangten sie in das Bundesarchiv-Militärarchiv Freiburg. Der Bestand wurde im Juni 2005 verzeichnet.
Zitierweise: BArch DVL 8-1/...
Jagdfliegergeschwader-2 (JG-2), 1953-1989
67 Aufbewahrungseinheiten; 0,0 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Literatur: Wilfried Kopenhagen: Die andere Deutsche Luftwaffe, Stuttgart 1994.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Bundesarchiv (Archivtektonik)
- Deutsche Demokratische Republik mit sowjetischer Besatzungszone (1945-1990) (Tektonik)
- Verteidigung (Tektonik)
- Ministerium für Nationale Verteidigung und Nationale Volksarmee (Tektonik)
- Nationale Volksarmee (Tektonik)
- Luftstreitkräfte/Luftverteidigung (Tektonik)
- Jagdfliegergeschwader-2 (Bestand)