Anwaltskammern (Bestand)
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NLA OS, Rep 990
Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Behörden des Staates und der kommunalen Verwaltung >> 1.3 Justiz >> 1.3.3 Hannoversche, preußische und niedersächsische Zeit >> 1.3.3.3 Strafvollzugsanstalten, Körperschaften, Rechtspflege
1852-1870
Bestandsgeschichte: Auf Grundlage eines Gesetzes vom 8. Nov. 1850 wurden im Jahr 1852 Anwaltskammern an den Obergerichtssitzen errichtet. Mitglieder waren Anwälte und Advokaten, Angehörige auch die in Ausbildung befindlichen Rechtskandidaten. Die neuen Anwaltskammern besaßen eine allgemeine Zuständigkeit für Gutachten zur Gesetzgebung und für Standesfragen sowie eine besondere Kompetenz in Disziplinar- und einzelnen Berufsangelegenheiten, u.a. Honorarfragen. Im Landdrosteibezirk Osnabrück wurden zwei Kammern bei den Obergerichten Meppen und Osnabrück eingerichtet, die unter der Dienstaufsicht der Staatsanwaltschaft standen. 1859 wurden die Anwaltskammern auf Schwurgerichtsorte beschränkt und folglich die Kammer Meppen aufgelöst. Die Osnabrücker Anwaltskammer bestand weiter bis zur Rechtsanwaltsordnung vom 1. Juli 1878, wonach diese nur noch am Sitz von Oberlandesgerichten bestehen durften. Für die Anwaltschaft des Landgerichtsbezirks Osnabrück war in der Folgezeit die Anwaltskammer Celle, seit 1944 die Anwaltskammer Oldenburg zuständig.
Die Kammer in Meppen war bis zu ihrer Auflösung für den Bezirk des Obergerichts Meppen zuständig. Die Kammer in Osnabrück war bis 1859 für den Bezirk des Obergerichts Osnabrück, danach auch für den des Obergerichts Meppen zuständig. In beiden Fällen sind die Akten nach der Auflösung der Kammern zu einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt in das Staatsarchiv gelangt; sie erhielten zunächst die Bestandssignaturen Rep 163 (Meppen) und Rep 164 (Osnabrück).
Literatur: Borck, in: Beständeübersicht S. 326 f. (m. w.
Bestandsgeschichte: Lit.)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die Kammer in Meppen war bis zu ihrer Auflösung für den Bezirk des Obergerichts Meppen zuständig. Die Kammer in Osnabrück war bis 1859 für den Bezirk des Obergerichts Osnabrück, danach auch für den des Obergerichts Meppen zuständig. In beiden Fällen sind die Akten nach der Auflösung der Kammern zu einem nicht mehr feststellbaren Zeitpunkt in das Staatsarchiv gelangt; sie erhielten zunächst die Bestandssignaturen Rep 163 (Meppen) und Rep 164 (Osnabrück).
Literatur: Borck, in: Beständeübersicht S. 326 f. (m. w.
Bestandsgeschichte: Lit.)
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 10:42 AM CEST
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- Nds. Landesarchiv, Abt. Osnabrück (Archivtektonik)
- Gliederung (Archival tectonics)
- 1 Behörden des Staates und der kommunalen Verwaltung (Archival tectonics)
- 1.3 Justiz (Archival tectonics)
- 1.3.3 Hannoversche, preußische und niedersächsische Zeit (Archival tectonics)
- 1.3.3.3 Strafvollzugsanstalten, Körperschaften, Rechtspflege (Archival tectonics)