Stadt Beckum C (Bestand)
Vollständigen Titel anzeigen
Bec Stadt C Bec Stadt C Stadt Beckum C
Kreisarchiv Warendorf (Archivtektonik)
1836-2014
Form und Inhalt: Kreisarchiv Warendorf, Stadt Beckum C (1936-1968/1974)
Verwaltungsgeschichte
Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden 1969 das Kirchspiel Beckum und die Gemeinde Vellern in die Stadt Beckum eingemeindet.
1975 entstand die Stadt Beckum in ihrer heutigen Zusammensetzung. Neben der Kernstand Beckum gehören Neubeckum, Roland und Vellern zur Stadt Beckum.
Archiv- und Bestandsgeschichte
Das Stadtarchiv Beckum wurde ab 1907 im Staatsarchiv Münster aufbewahrt. Seit 1977 ist das Stadtarchiv Beckum ein Teil des Kreisarchivs Warendorf.
1936 wurde die Verwaltung im Beckumer Rathaus neu aufgestellt und die alte Registratur daher abgeschlossen. Einige Akten wurden noch kurz weitergeführt und befinden sich daher in diesem Bestand.
Unterlagen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus wurden bis 1934 zu-sammengeführt und an Adolf Schürmann übergeben. Nach dessen Tod hat ver-mutlich die Ortgruppenleitung der NSDAP die Unterlagen an sich genommen. Der weitere Verbleib ist nicht geklärt.
1937 fand eine große Vernichtungsaktion von Kassenakten statt. Auf Anraten des Staatsarchivs wurden jedoch die Rechnungsbelege vor 1815 nicht vernichtet, sondern im Staatsarchiv deponiert.
Um die Akten vor Zerstörungen zu schützen wurden 1942 Kellerräume angemie-tet. Ein Teil der Unterlagen wurde in Beckum beim Metzgermeister Knepper ein-gelagert. Der andere Teil in Bielefeld.
1944 wurden besonders wichtige Dokumente in den Tresor der Sparkasse Beckum verbracht. Das Stadtarchiv Beckum, das als Depositum im Staatsarchiv in Münster lagerte, wurde in einem Bergwerk untergebracht.
Am Ende des 2. Weltkrieges scheinen durch die Amerikaner größere Akten ent-nommen worden zu sein. Denn nach einer Notiz im Westfälischen Archivamt zu Münster wurde von den Amerikanern das gesamte Aktengut in das Gebäude des Amtsgerichts in Beckum geschafft und alle Akten herausgesucht, auf oder in de-nen die Bezeichnung NSDAP zu lesen war. Daher ist mit größeren Aktenverlus-ten aus den Jahren 1933-1945. Daneben wurde in Vermerken des Staatsarchivs der Jahre 1946 und 1947 an alle Ortsbehörden die Vernichtung von Akten ohne Genehmigung kritisiert und die Unterbindung dieser Arbeiten gefordert. Seitens der Militärregierung wurden ähnliche Bestimmungen erlassen.
Verzeichnung
Um der verstärkt einsetzenden Zeitgeschichtsforschung die Akten der Stadt Beckum zugänglich zu machen, wurden 1986 die Akten aus dem Zeitraum 1936-1956 erschlossen und in einem Findbuch zugänglich gemacht. Die 600 Ak-ten wurden dabei nach einem vorgefundenen Verzeichnis in 34 Abschnitte einge-teilt.
Der Bestand wurde unter Anpassungen in den Titeln im Januar 2005 in die Ar-chivdatenbank eingegeben. Der im Jahr 1986 veröffentlichten Findbuch vorge-sehene Klassifikationspunkt 27 "Verschiedenes" wurde aufgelöst, die entspre-chenden Akten sind anderen Klassifikationspunkten zugeordnet worden.
Teile des Altbestands "Stadt Beckum Standesamt" wurden, nach dessen Auflö-sung, der Laufzeit entsprechend in den Bestand "Stadt Beckum C" aufgenom-men.
Bis heute wurde der Bestand immer weiter ergänzt. Die über 700 dazugekom-menen Akten wurden dabei in die bestehende Klassifikation eingearbeitet.
Folgende Akten wurden aufgrund ihrer Datierung vom Bestand C in den Bestand B überführt:C 9 (neu B 993); C 10 (neu B 994); C 12 (neu B 995); C 25 (neu B 996); C 29 (neu B 997); C 29a (neu B 998); C 30 (neu B 999); C 31 (neu B 1000); C 43 (neu B 1001); C 46 (neu B 1002); C 49 (neu B 1003); C 51+51a (neu B 1004); C 54 (neu B 1005); C 73 (neu B 1006); C 75 (neu B 1007); C 81 (neu B 1008); C 97 (neu B 1009); C 133 (neu B 1010); C 134 (neu B 1011); C 135 (neu B 1012); C 136 (neu B 1013); C 138 (neu B 1014); C 139 (neu B 1015); C 140 (neu B 1016); C 152 (neu B 1017); C 159 (neu B 1018); C 164 (neu B 1019); C 165 (neu B 1020); C 166 (neu B 1021); C 171 (neu B 1022); C 132 (neu B 1023).
Folgende Akten wurden im September 2021 in die Bibliothek überführt: C 996, C 1003, C 1004, C 1011, C 1012, C 1013, C 1014, C 1016, C 1017, C 1018,
C 1019
Benutzung und Zitierweise
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung. Einige Akten unterliegen aufgrund personenbezogener Daten noch Sperrfristen.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Le-sesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Stadt Beckum C Nr.
Warendorf, Juli 2020
Victoria Wegener
Verwaltungsgeschichte
Im Zuge der kommunalen Neugliederung wurden 1969 das Kirchspiel Beckum und die Gemeinde Vellern in die Stadt Beckum eingemeindet.
1975 entstand die Stadt Beckum in ihrer heutigen Zusammensetzung. Neben der Kernstand Beckum gehören Neubeckum, Roland und Vellern zur Stadt Beckum.
Archiv- und Bestandsgeschichte
Das Stadtarchiv Beckum wurde ab 1907 im Staatsarchiv Münster aufbewahrt. Seit 1977 ist das Stadtarchiv Beckum ein Teil des Kreisarchivs Warendorf.
1936 wurde die Verwaltung im Beckumer Rathaus neu aufgestellt und die alte Registratur daher abgeschlossen. Einige Akten wurden noch kurz weitergeführt und befinden sich daher in diesem Bestand.
Unterlagen aus der Anfangszeit des Nationalsozialismus wurden bis 1934 zu-sammengeführt und an Adolf Schürmann übergeben. Nach dessen Tod hat ver-mutlich die Ortgruppenleitung der NSDAP die Unterlagen an sich genommen. Der weitere Verbleib ist nicht geklärt.
1937 fand eine große Vernichtungsaktion von Kassenakten statt. Auf Anraten des Staatsarchivs wurden jedoch die Rechnungsbelege vor 1815 nicht vernichtet, sondern im Staatsarchiv deponiert.
Um die Akten vor Zerstörungen zu schützen wurden 1942 Kellerräume angemie-tet. Ein Teil der Unterlagen wurde in Beckum beim Metzgermeister Knepper ein-gelagert. Der andere Teil in Bielefeld.
1944 wurden besonders wichtige Dokumente in den Tresor der Sparkasse Beckum verbracht. Das Stadtarchiv Beckum, das als Depositum im Staatsarchiv in Münster lagerte, wurde in einem Bergwerk untergebracht.
Am Ende des 2. Weltkrieges scheinen durch die Amerikaner größere Akten ent-nommen worden zu sein. Denn nach einer Notiz im Westfälischen Archivamt zu Münster wurde von den Amerikanern das gesamte Aktengut in das Gebäude des Amtsgerichts in Beckum geschafft und alle Akten herausgesucht, auf oder in de-nen die Bezeichnung NSDAP zu lesen war. Daher ist mit größeren Aktenverlus-ten aus den Jahren 1933-1945. Daneben wurde in Vermerken des Staatsarchivs der Jahre 1946 und 1947 an alle Ortsbehörden die Vernichtung von Akten ohne Genehmigung kritisiert und die Unterbindung dieser Arbeiten gefordert. Seitens der Militärregierung wurden ähnliche Bestimmungen erlassen.
Verzeichnung
Um der verstärkt einsetzenden Zeitgeschichtsforschung die Akten der Stadt Beckum zugänglich zu machen, wurden 1986 die Akten aus dem Zeitraum 1936-1956 erschlossen und in einem Findbuch zugänglich gemacht. Die 600 Ak-ten wurden dabei nach einem vorgefundenen Verzeichnis in 34 Abschnitte einge-teilt.
Der Bestand wurde unter Anpassungen in den Titeln im Januar 2005 in die Ar-chivdatenbank eingegeben. Der im Jahr 1986 veröffentlichten Findbuch vorge-sehene Klassifikationspunkt 27 "Verschiedenes" wurde aufgelöst, die entspre-chenden Akten sind anderen Klassifikationspunkten zugeordnet worden.
Teile des Altbestands "Stadt Beckum Standesamt" wurden, nach dessen Auflö-sung, der Laufzeit entsprechend in den Bestand "Stadt Beckum C" aufgenom-men.
Bis heute wurde der Bestand immer weiter ergänzt. Die über 700 dazugekom-menen Akten wurden dabei in die bestehende Klassifikation eingearbeitet.
Folgende Akten wurden aufgrund ihrer Datierung vom Bestand C in den Bestand B überführt:C 9 (neu B 993); C 10 (neu B 994); C 12 (neu B 995); C 25 (neu B 996); C 29 (neu B 997); C 29a (neu B 998); C 30 (neu B 999); C 31 (neu B 1000); C 43 (neu B 1001); C 46 (neu B 1002); C 49 (neu B 1003); C 51+51a (neu B 1004); C 54 (neu B 1005); C 73 (neu B 1006); C 75 (neu B 1007); C 81 (neu B 1008); C 97 (neu B 1009); C 133 (neu B 1010); C 134 (neu B 1011); C 135 (neu B 1012); C 136 (neu B 1013); C 138 (neu B 1014); C 139 (neu B 1015); C 140 (neu B 1016); C 152 (neu B 1017); C 159 (neu B 1018); C 164 (neu B 1019); C 165 (neu B 1020); C 166 (neu B 1021); C 171 (neu B 1022); C 132 (neu B 1023).
Folgende Akten wurden im September 2021 in die Bibliothek überführt: C 996, C 1003, C 1004, C 1011, C 1012, C 1013, C 1014, C 1016, C 1017, C 1018,
C 1019
Benutzung und Zitierweise
Der Bestand steht zur Einsichtnahme im Lesesaal zur Verfügung. Einige Akten unterliegen aufgrund personenbezogener Daten noch Sperrfristen.
Zur Bestellung der Archivguteinheiten des Bestandes für die Benutzung im Le-sesaal und zur Angabe in Veröffentlichungen ist aus diesem Bestand wie folgt zu zitieren:
KAW, Stadt Beckum C Nr.
Warendorf, Juli 2020
Victoria Wegener
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ