Hintergrund des Verfahrens war ein Streit um Erbländereien, die Ummers und Kirssieffen von jemandem namens Hyckel Hans von Ameln erworben hatten und die dessen Verwandter Michael von Blomendahl, Wirt (Weurdt), „beschudden“ hatte. Mit Urteil vom 13. August 1557 hatten als 3. Instanz Schöffenmeister und Schöffen des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen diese „Schuddung“ für unrechtmäßig erklärt. Das vorliegende Aktenstück enthält Akten über die Versuche von Ummers und Kirssieffen, über das Gericht des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen die Ausführung dieses Urteils (= Aufhebung der „Schuddung“) durch das Gericht Reifferscheid zu erreichen. Es wurde dem Anschreiben von Schöffenmeister und Schöffen des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen nach auf Anforderung des RKG - möglicherweise an Stelle eines Berichtes - erstellt. Dorsal-Vermerken nach lehnte das RKG am 4. und 9. August 1559 2 Gesuche (wohl von Ummers und Kirssieffen) um ein Exekutionsmandat ab.
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Hintergrund des Verfahrens war ein Streit um Erbländereien, die Ummers und Kirssieffen von jemandem namens Hyckel Hans von Ameln erworben hatten und die dessen Verwandter Michael von Blomendahl, Wirt (Weurdt), „beschudden“ hatte. Mit Urteil vom 13. August 1557 hatten als 3. Instanz Schöffenmeister und Schöffen des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen diese „Schuddung“ für unrechtmäßig erklärt. Das vorliegende Aktenstück enthält Akten über die Versuche von Ummers und Kirssieffen, über das Gericht des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen die Ausführung dieses Urteils (= Aufhebung der „Schuddung“) durch das Gericht Reifferscheid zu erreichen. Es wurde dem Anschreiben von Schöffenmeister und Schöffen des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen nach auf Anforderung des RKG - möglicherweise an Stelle eines Berichtes - erstellt. Dorsal-Vermerken nach lehnte das RKG am 4. und 9. August 1559 2 Gesuche (wohl von Ummers und Kirssieffen) um ein Exekutionsmandat ab.
AA 0627, 5871 - V 449/1276
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 2. Buchstabe V
(1557 - 1559)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Ummers zu Hellenthal (Kr. Schleiden) und Adhaerenten, als solcher Peter von Kirssieffen Beklagter: wahrscheinlich Schultheiß und Schöffen des Gerichtes Reifferscheid Prozeßart: ? Instanzen: 1. Schultheiß und Schöffen des Gerichtes zu Reifferscheid - 2. Schultheiß und Schöffen des Gerichtes zu Sistig - 3. Schöffenmeister und Schöffen des Königlichen Stuhls und der Stadt Aachen - 4. RKG ? - ? (1557 - 1559(?)) Beschreibung: 31 Bl., geb.; unquadranguliertes und undatiertes, mit ”Litt. U“ bezeichnetes Aktenstück.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:41 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 2. Buchstabe V (Gliederung)