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Placidus [von Droste], Abt von Fulda, bekundet, dass er sich mit
seinem Getreuen Heinrich von der Tann über die Überlassung der Adelsgüter
in Röme...
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Urk. 75 Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a]
Fulda: Reichsabtei, Stift [ehemals: Urkunden R I a] >> Reichsabtei, Stift >> 1691-1700
1692 März 19
Ausfertigung, Papier, aufgedrücktes Papiersiegel
Urkunde
Identifikation (Urkunde): Originaldatierung: So geschehen in unser statt Fuldt den 19ten Martii 1692
Vermerke (Urkunde): (Voll-) Regest: Placidus [von Droste], Abt von Fulda, bekundet, dass er sich mit seinem Getreuen Heinrich von der Tann über die Überlassung der Adelsgüter in Römershag (Römershaag) [Schloß bei Bad Brückenau] im Amt Rockenstuhl zugunsten der von der Tann verständigt hat. Der Abt sichert Heinrich die Überlassung des nahe bei den tannischen Gütern gelegenen Ross- und Kühnbergs samt Wald sowie dem dazu gehörenden niederen und hohen Jagdrecht zu, außerdem den Hof Kohlbach samt des Vogteirechts über den zugehörigen Wald und des Kontributionsrechts zum Nutzen des tannischen Hofs. Dazu gehören auch Zinse und Wiesen beim Rossberg samt des zugehörigen Vogteirechts. Abt Placidus erklärt sich damit einverstanden, dass die Überlassung dieser Güter kumulativ gegen Bezahlung erfolgen kann oder durch einen Gütertausch, über den man sich dann gesondert zu verständigen hat. Dieses Geschäft muss jedoch stets spätestens bis zum Tag des hl. Johannes [Juni 24] getätigt sein. Diese Zusicherung (assecuration) wurde nach Erörterung in Anwesenheit von Heinrich ausgefertigt. Ankündigung der Unterfertigung. Ankündigung des Sekretsiegels Abt Placidus'. Handlungsort: Fulda. (siehe Abbildungen: Vorderseite, Rückseite; Siegel: Papiersiegel)
Vermerke (Urkunde): Rückvermerk: Gemäß der in der Urkunde von 1692 März 19 getroffenen Zusicherung (assecuration) wurden die genannten Güter der Witwe (wittiben) von der Tann im Jahr 1714 vom Kloster Fulda überlassen.
Vermerke (Urkunde): Unterschriften: (Placidus manu propria [unter dem Siegel])
Vermerke (Urkunde): Siegler: Abt Placidus
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.