NS-Kraftfahrkorps (NSKK): Motorgruppe Südwest (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg, PL 508
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Ludwigsburg (Archivtektonik) >> Deposita, nichtstaatliche Archive und Nachlässe >> Nichtstaatliche Archive (ohne Deposita) >> Nationalsozialistische (NS-)Organisationen
1931-1944
Inhalt und Bewertung
Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK), hervorgegangen aus dem seit 1930 bestehenden Nationalsozialistischen Automobilkorps (NSAK), wurde 1934 zu einer eigenen Gliederung der NSDAP erhoben und mit der Motor -SA verschmolzen. Den Ausschlag gaben bei der Gründung zunächst Wahlkampf- und Propagandaüberlegungen, später abgelöst von wehrpolitischen Zielen. Zu den Hauptaufgaben des NSKK gehörte die "motorische Ertüchtigung" der Jugend und die Ausbildung des Kraftfahrerersatzes für das Heer, daneben widmete es sich verkehrspolitischen Aufgaben, der Verkehrserziehung, der Unfall- und Pannenhilfe, der Beförderung von Staatsgästen und NS-Funktionären, der Organisation des automobilen Vereinswesens und des Motorsports. Während des Krieges unterstützte das NSKK zudem logistisch die Kriegswirtschaft. Darüber hinaus erfüllten NSKK-Mitglieder Nachschub- und Transportaufgaben in Diensten der Organisation Todt, des Heeres und der Luftwaffe.
Das vom US-Militär erbeutete Schriftgut der NSKK-Motorgruppe Südwest und der NSKK-Motorstandarte 55 gelangte nach dem Abschluss der politischen Säuberung in das Staatsarchiv Ludwigsburg. Dort bildet es unter der Signatur PL 508 einen eigenen Bestand, der im Zuge eines von der Stiftung Kulturgut finanzierten Projekts zur Erschließung der Beständegruppe PL 501-523 zwischen Mai 2004 und Februar 2007 von Dr. Carl-Jochen Müller verzeichnet wurde.
Das Nationalsozialistische Kraftfahrkorps (NSKK), hervorgegangen aus dem seit 1930 bestehenden Nationalsozialistischen Automobilkorps (NSAK), wurde 1934 zu einer eigenen Gliederung der NSDAP erhoben und mit der Motor -SA verschmolzen. Den Ausschlag gaben bei der Gründung zunächst Wahlkampf- und Propagandaüberlegungen, später abgelöst von wehrpolitischen Zielen. Zu den Hauptaufgaben des NSKK gehörte die "motorische Ertüchtigung" der Jugend und die Ausbildung des Kraftfahrerersatzes für das Heer, daneben widmete es sich verkehrspolitischen Aufgaben, der Verkehrserziehung, der Unfall- und Pannenhilfe, der Beförderung von Staatsgästen und NS-Funktionären, der Organisation des automobilen Vereinswesens und des Motorsports. Während des Krieges unterstützte das NSKK zudem logistisch die Kriegswirtschaft. Darüber hinaus erfüllten NSKK-Mitglieder Nachschub- und Transportaufgaben in Diensten der Organisation Todt, des Heeres und der Luftwaffe.
Das vom US-Militär erbeutete Schriftgut der NSKK-Motorgruppe Südwest und der NSKK-Motorstandarte 55 gelangte nach dem Abschluss der politischen Säuberung in das Staatsarchiv Ludwigsburg. Dort bildet es unter der Signatur PL 508 einen eigenen Bestand, der im Zuge eines von der Stiftung Kulturgut finanzierten Projekts zur Erschließung der Beständegruppe PL 501-523 zwischen Mai 2004 und Februar 2007 von Dr. Carl-Jochen Müller verzeichnet wurde.
216 Büschel (1,0 lfd. m)
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
13.11.2025, 14:40 MEZ