Kardorff, Siegfried v. (Bestand)
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BArch N 1040
call number: N 1040
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Nachlässe und Sammlungen >> Nachlässe >> K
1915-1943
Geschichte des Bestandsbildners: Lebensdaten
2.4.1873 geb. in Berlin als Sohn des Wilhelm K. von Kardorff, Landrat, Mitglied des Reichstages und des Preußischen Abgeordnetenhauses, und dessen Frau Sophie geb. von Borck
Gymnasium
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg und Breslau
1895 Referendar-Examen
1895-1896 Soldat
1901 Regierungs-Assessor-Examen
1901-1904 Assessor beim Landratsamt Höchst a.M.
1904-1908 Hilfsarbeiter im Ministerium für Landwirtschaft
April 1908 in der Kommunalverwaltung
Okt. 1908 Landrat des Kreises Lissa/Posen
1920 (Versetzung in den einstweiligen Ruhestand)
Nov. 1909 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses (Freikonservative Partei; Austritt 1918 wegen seines Eintretens für das gleiche Wahlrecht in Preußen)
1919 Mitglied der Preußischen Landesversammlung (Deutschnationale Volkspartei)
Apr. 1920 Übertritt von der Deutschnationalen Volkspartei zur Deutschen Volkspartei
1920-1933 Mitglied des Reichstages
1921-1925 Mitglied des Preußischen Landtages
1928-1932 Vizepräsident des Reichstages
Febr. 1932 Ausscheiden aus der Reichstagsfraktion der DVP
Okt. 1933 im Ruhestand
10.12.1945 gestorben in Ahrendsdorf (Uckermark)
Veröffentlichungen:
„Vier Vorträge über Bismarck" (1929)
Flugschrift „Im Kampf um Bismarck" (1930)
„Wilhelm v. Kardorff, ein nationaler Parlamentarier im Zeitalter Bismarcks und Wilhelm II., 1828-1907" (1935)
Bestandsbeschreibung: Persönliche Unterlagen; politischer und privater Schriftwechsel, u.a. zu seinen Reden und Veröffentlichungen über Bismarck. (Stand: 1977)
Inhaltliche Charakterisierung: Frau Katharina von Kardorff, Düsseldorf, hat dem Bundesarchiv im Juni 1957 zusammen mit ihren eigenen Nachlass-Papieren auch die ihres Gatten überlassen (Zug. 175/1957). Von den ursprünglichen vorhanden gewesenen Unterlagen ist nach ihren Angaben das meiste in Verlust geraten.
Papiere, die vornehmlich den privaten Bereich von Frau Kardorff oder ihrer Familienangehörigen betreffen, dürfen bis zum Tode des letzten leiblichen Kindes der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden. Das gilt besonders für die Briefe von Frau Kardorff an Siegfried von Kardorff (Nr. 1-3), die bis zu dem genannten Termin für jede Benutzung gesperrt sind (Nachtrag vom 6.2.2015: Die Benutzungsbeschränkung ist entfallen).
Koblenz, 1959
Kinder, Archivinspektorin
Zitierweise: BArch N 1040/...
2.4.1873 geb. in Berlin als Sohn des Wilhelm K. von Kardorff, Landrat, Mitglied des Reichstages und des Preußischen Abgeordnetenhauses, und dessen Frau Sophie geb. von Borck
Gymnasium
Studium der Rechts- und Staatswissenschaften in Heidelberg und Breslau
1895 Referendar-Examen
1895-1896 Soldat
1901 Regierungs-Assessor-Examen
1901-1904 Assessor beim Landratsamt Höchst a.M.
1904-1908 Hilfsarbeiter im Ministerium für Landwirtschaft
April 1908 in der Kommunalverwaltung
Okt. 1908 Landrat des Kreises Lissa/Posen
1920 (Versetzung in den einstweiligen Ruhestand)
Nov. 1909 Mitglied des Preußischen Abgeordnetenhauses (Freikonservative Partei; Austritt 1918 wegen seines Eintretens für das gleiche Wahlrecht in Preußen)
1919 Mitglied der Preußischen Landesversammlung (Deutschnationale Volkspartei)
Apr. 1920 Übertritt von der Deutschnationalen Volkspartei zur Deutschen Volkspartei
1920-1933 Mitglied des Reichstages
1921-1925 Mitglied des Preußischen Landtages
1928-1932 Vizepräsident des Reichstages
Febr. 1932 Ausscheiden aus der Reichstagsfraktion der DVP
Okt. 1933 im Ruhestand
10.12.1945 gestorben in Ahrendsdorf (Uckermark)
Veröffentlichungen:
„Vier Vorträge über Bismarck" (1929)
Flugschrift „Im Kampf um Bismarck" (1930)
„Wilhelm v. Kardorff, ein nationaler Parlamentarier im Zeitalter Bismarcks und Wilhelm II., 1828-1907" (1935)
Bestandsbeschreibung: Persönliche Unterlagen; politischer und privater Schriftwechsel, u.a. zu seinen Reden und Veröffentlichungen über Bismarck. (Stand: 1977)
Inhaltliche Charakterisierung: Frau Katharina von Kardorff, Düsseldorf, hat dem Bundesarchiv im Juni 1957 zusammen mit ihren eigenen Nachlass-Papieren auch die ihres Gatten überlassen (Zug. 175/1957). Von den ursprünglichen vorhanden gewesenen Unterlagen ist nach ihren Angaben das meiste in Verlust geraten.
Papiere, die vornehmlich den privaten Bereich von Frau Kardorff oder ihrer Familienangehörigen betreffen, dürfen bis zum Tode des letzten leiblichen Kindes der Öffentlichkeit nicht zugänglich gemacht werden. Das gilt besonders für die Briefe von Frau Kardorff an Siegfried von Kardorff (Nr. 1-3), die bis zu dem genannten Termin für jede Benutzung gesperrt sind (Nachtrag vom 6.2.2015: Die Benutzungsbeschränkung ist entfallen).
Koblenz, 1959
Kinder, Archivinspektorin
Zitierweise: BArch N 1040/...
Kardorff, Siegfried v., 1873-1945
26 Aufbewahrungseinheiten; 0,5 laufende Meter
Archivbestand
deutsch
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ