Stadt Bad Münder - Urkunden (Bestand)
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NLA HA, Dep. 12
Nds. Landesarchiv, Abt. Hannover (Archivtektonik) >> Gliederung >> 2 Nichtstaatliche Bestände >> 2.3 Städte und Gemeinden >> 2.3.1 Urkunden
1390-1778
Bestandsgeschichte: I. Bestandsgeschichte
Der Aufstieg des Ortes Münder beruht auf seiner günstigen Lage und seinen seit 1033 bezeugten Solequellen. Seit 1260 mussten die Bischöfe von Minden die werdende Stadt allmählich den Welfen überlassen. Unter deren Herrschaft entwickelte sich Münder mit Ratsverfassung, Mauern und Burgmannshöfen zur ersten der kleinen Städte im Fürstentum Calenberg. Die Saline in dem Vorort "Salz" wurde erst 1827 eingemeindet, sie kam 1924/25 zum Erliegen.
Im Jahr 1897 übergab die Stadt Münder dem Staatsarchiv in Hannover ihre älteren Handschriften als Depositum. Nach 1913 folgten zu denselben Bedingungen die Urkunden und Akten der Stadt, die Arnold Peters im Jahr 1919 in Regestenform verzeichnete. Bis auf 70 Urkunden aus dem 14. bis 17. Jahrhundert wurde das Depositum Bad Münder 1943 durch Kriegseinwirkung vernichtet.
Die erhaltenen Urkunden beziehen sich im Wesentlichen auf geistliche Stiftungen, auf Kredite und Geldgeschäfte des Rates und einzelner Bürger sowie auf Bestätigungen der städtischen Privilegien durch die jeweiligen Landesherren.
II. Bestandserschließung
Von den 70 erhaltenen Urkunden - es befinden sich allerdings auch einige Aktenstücke darunter - liegen die ersten 62 in chronologischer Reihenfolge. Eine Ausnahme macht Dep. 12 Nr. 13, die aus dem Jahr 1544 stammt und an die Stelle der noch von Peters regestierten Urkunde von 1462 gerückt ist, die heute fehlt. A. Peters hat die ersten 28 Urkunden aus dem 14. und 15. Jahrhundert in Regestenform verzeichnet. Die Nummern 63-70 sind offenbar nach der Abgabe der Urkunden an das Staatsarchiv aus den Akten herausgenommen und dem Bestand in zeitlicher Ordnung (1448-1671) angegliedert worden.
Die Ordnung des Bestandes Depositum 12 Bad Münder wurde nicht mehr verändert, da die Nummernfolge auf den Urkunden bereits vermerkt war. Der größte Teil der Urkunden ist durch die
Bestandsgeschichte: Hochwasserkatastrophe von 1946 in Mitleidenschaft gezogen worden; einzelne Stücke sind kaum noch zu lesen.
Weitere Urkunden (seit 1338) und Akten (seit dem 17. Jh.) befinden sich noch vor Ort im Stadtarchiv Münder (vgl. Findbuch FA 130 Bd. 3).
III. Literatur
Richard Doebner, Urkundenregesten betreffend vorwiegend die kirchlichen Stiftungen der Stadt Münder am Deister, in: Zeitschrift der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 6 (1901) 210-240.
Ida Hakemeyer, Ein sonderlich Geschlecht und seine Stiftung, Göttingen 1964.
Dies., Metamorphosen zweier Stiftungen in Bad Münder, Göttingen 1970.
Theodor Meyer, Aus den Stadtbüchern von Münder, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen 77 (1912), S. 405-426.
Ders., Zur Geschichte der Kirche in Münder, in: Ebda. 20 (1915), S. 235-285.
Arnold Peters, Inventare der nichtstaatlichen Archive im Kreise Springe, Hannover 1919, S. 59-116 (Urkunden: S. 61-72).
Karl Piepho, Geschichte der Stadt Bad Münder, Bad Münder 1960.
Theodor Warnecke, Beiträge zur Geschichte der Stadt Münder, Osnabrück 1899.
Hannover, im Januar 2007
gez. Dr. Claudia
Bestandsgeschichte: Kauertz
Der Aufstieg des Ortes Münder beruht auf seiner günstigen Lage und seinen seit 1033 bezeugten Solequellen. Seit 1260 mussten die Bischöfe von Minden die werdende Stadt allmählich den Welfen überlassen. Unter deren Herrschaft entwickelte sich Münder mit Ratsverfassung, Mauern und Burgmannshöfen zur ersten der kleinen Städte im Fürstentum Calenberg. Die Saline in dem Vorort "Salz" wurde erst 1827 eingemeindet, sie kam 1924/25 zum Erliegen.
Im Jahr 1897 übergab die Stadt Münder dem Staatsarchiv in Hannover ihre älteren Handschriften als Depositum. Nach 1913 folgten zu denselben Bedingungen die Urkunden und Akten der Stadt, die Arnold Peters im Jahr 1919 in Regestenform verzeichnete. Bis auf 70 Urkunden aus dem 14. bis 17. Jahrhundert wurde das Depositum Bad Münder 1943 durch Kriegseinwirkung vernichtet.
Die erhaltenen Urkunden beziehen sich im Wesentlichen auf geistliche Stiftungen, auf Kredite und Geldgeschäfte des Rates und einzelner Bürger sowie auf Bestätigungen der städtischen Privilegien durch die jeweiligen Landesherren.
II. Bestandserschließung
Von den 70 erhaltenen Urkunden - es befinden sich allerdings auch einige Aktenstücke darunter - liegen die ersten 62 in chronologischer Reihenfolge. Eine Ausnahme macht Dep. 12 Nr. 13, die aus dem Jahr 1544 stammt und an die Stelle der noch von Peters regestierten Urkunde von 1462 gerückt ist, die heute fehlt. A. Peters hat die ersten 28 Urkunden aus dem 14. und 15. Jahrhundert in Regestenform verzeichnet. Die Nummern 63-70 sind offenbar nach der Abgabe der Urkunden an das Staatsarchiv aus den Akten herausgenommen und dem Bestand in zeitlicher Ordnung (1448-1671) angegliedert worden.
Die Ordnung des Bestandes Depositum 12 Bad Münder wurde nicht mehr verändert, da die Nummernfolge auf den Urkunden bereits vermerkt war. Der größte Teil der Urkunden ist durch die
Bestandsgeschichte: Hochwasserkatastrophe von 1946 in Mitleidenschaft gezogen worden; einzelne Stücke sind kaum noch zu lesen.
Weitere Urkunden (seit 1338) und Akten (seit dem 17. Jh.) befinden sich noch vor Ort im Stadtarchiv Münder (vgl. Findbuch FA 130 Bd. 3).
III. Literatur
Richard Doebner, Urkundenregesten betreffend vorwiegend die kirchlichen Stiftungen der Stadt Münder am Deister, in: Zeitschrift der Gesellschaft für niedersächsische Kirchengeschichte 6 (1901) 210-240.
Ida Hakemeyer, Ein sonderlich Geschlecht und seine Stiftung, Göttingen 1964.
Dies., Metamorphosen zweier Stiftungen in Bad Münder, Göttingen 1970.
Theodor Meyer, Aus den Stadtbüchern von Münder, in: Zeitschrift des Historischen Vereins für Niedersachsen 77 (1912), S. 405-426.
Ders., Zur Geschichte der Kirche in Münder, in: Ebda. 20 (1915), S. 235-285.
Arnold Peters, Inventare der nichtstaatlichen Archive im Kreise Springe, Hannover 1919, S. 59-116 (Urkunden: S. 61-72).
Karl Piepho, Geschichte der Stadt Bad Münder, Bad Münder 1960.
Theodor Warnecke, Beiträge zur Geschichte der Stadt Münder, Osnabrück 1899.
Hannover, im Januar 2007
gez. Dr. Claudia
Bestandsgeschichte: Kauertz
Bestand
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
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Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
16.06.2025, 12:45 PM CEST