Einwandererzentralstelle Litzmannstadt (Bestand)
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BArch R 69
call number: R 69
Bundesarchiv (Archivtektonik) >> Norddeutscher Bund und Deutsches Reich (1867/1871-1945) >> Inneres, Gesundheit, Polizei und SS, Volkstum
1925-1945
Geschichte des Bestandsbildners: Mit Erlass vom 7. Oktober 1939 wurde die Einwandererzentralstelle (EWZ) als eine Sammeldienststelle des Reichssicherheitshauptamts gegründet, um die im Herbst 1939 durch internationale Verträge einsetzenden Umsiedlungen deutscher Volkszugehöriger aus osteuropäischen Staaten durchzuführen; vom Reichsführer-SS Heinrich Himmler in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für die Festigung deut‧schen Volkstums wurde der Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes mit der Einbürgerung der umgesiedelten Volksgruppen beauftragt; als Einrichtung der Polizei war die EWZ eine Institution des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums unter Dienstaufsicht des Reichssicherheitshauptamtes; die EWZ mit dem Hauptsitz in Posen, seit Herbst 1940 in Litzmannstadt (Lodz), war für die Rückführung, Umsiedlung, Einbürgerung und Ansiedlung von volksdeutschen Umsiedlern zuständig; zur Beschleunigung des Umsiedlererfassungsverfahrens wurde aus den bisherigen Fachbehörden Personal der Reichsverwaltungen zur EWZ als Reichsbehörde der allgemeinen und inneren Verwaltung abgeordnet und dort organisatorisch unter einer einheitlichen Leitung zusammen gefasst; im Ja‧nuar 1945 wurde die Dienststelle kriegsbedingt von Litzmannstadt nach Zwickau verlegt.
Bestandsbeschreibung: Mit Erlass vom 7.10.1939 wurde die Einwandererzentralstelle (EWZ) als eine Sammeldienststelle des Reichssicherheitshauptamts gegründet, um die im Herbst 1939 durch internationale Verträge einsetzenden Umsiedlungen deutscher Volkszugehöriger aus osteuropäischen Staaten durchzuführen. Vom Reichsführer SS Heinrich Himmler in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums wurde der Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes mit der Einbürgerung der umgesiedelten Volksgruppen beauftragt. Als Einrichtung der Polizei war die Einwandererzentralstelle eine Institution des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums unter Dienstaufsicht des Reichssicherheitshauptamtes.
Die Einwandererzentralstelle mit dem Hauptsitz in Posen, seit Herbst 1940 in Litzmannstadt (Lodz), war für die Rückführung, Umsiedlung, Einbürgerung und Ansiedlung von volksdeutschen Umsiedlern zuständig. Zur Beschleunigung des Umsiedlererfassungsverfahrens wurde aus den bisherigen Fachbehörden Personal der Reichsverwaltungen zur Einwandererzentralstelle als Reichsbehörde der allgemeinen und inneren Verwaltung abgeordnet und dort organisatorische unter einer einheitlichen Leitung zusammengefasst.
Im Januar 1945 wurde kriegsbedingt die Dienststelle von Litzmannstadt nach Zwickau verlegt.
Erschließungszustand: Findbuch (2008), Online-Findbuch (2008)
Zitierweise: BArch R 69/...
Bestandsbeschreibung: Mit Erlass vom 7.10.1939 wurde die Einwandererzentralstelle (EWZ) als eine Sammeldienststelle des Reichssicherheitshauptamts gegründet, um die im Herbst 1939 durch internationale Verträge einsetzenden Umsiedlungen deutscher Volkszugehöriger aus osteuropäischen Staaten durchzuführen. Vom Reichsführer SS Heinrich Himmler in seiner Eigenschaft als Reichskommissar für die Festigung deutschen Volkstums wurde der Chef der Sicherheitspolizei und des Sicherheitsdienstes mit der Einbürgerung der umgesiedelten Volksgruppen beauftragt. Als Einrichtung der Polizei war die Einwandererzentralstelle eine Institution des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums unter Dienstaufsicht des Reichssicherheitshauptamtes.
Die Einwandererzentralstelle mit dem Hauptsitz in Posen, seit Herbst 1940 in Litzmannstadt (Lodz), war für die Rückführung, Umsiedlung, Einbürgerung und Ansiedlung von volksdeutschen Umsiedlern zuständig. Zur Beschleunigung des Umsiedlererfassungsverfahrens wurde aus den bisherigen Fachbehörden Personal der Reichsverwaltungen zur Einwandererzentralstelle als Reichsbehörde der allgemeinen und inneren Verwaltung abgeordnet und dort organisatorische unter einer einheitlichen Leitung zusammengefasst.
Im Januar 1945 wurde kriegsbedingt die Dienststelle von Litzmannstadt nach Zwickau verlegt.
Erschließungszustand: Findbuch (2008), Online-Findbuch (2008)
Zitierweise: BArch R 69/...
Einwandererzentralstelle Litzmannstadt (EWZ), 1939-1945
9383 Aufbewahrungseinheiten
Archivbestand
deutsch
Amtliche Druckschriften: Sammlung von Runderlassen in Staatsangehörigkeitsangelegenheiten : zum Gebrauch für die Behörden in den besetzten Ostgebieten, Berlin 1943.
Literatur: Lüdtke, Franz: Ostland. München 1939.
Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates, hrsg. von Heinz Boberach, München 1991/1995, Teil 1, S. 175, Teil 2, S. 135.
Literatur: Lüdtke, Franz: Ostland. München 1939.
Inventar archivalischer Quellen des NS-Staates, hrsg. von Heinz Boberach, München 1991/1995, Teil 1, S. 175, Teil 2, S. 135.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
24.04.2026, 10:58 MESZ