Klingendes Barockjuwel - Orgel Weingarten
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 90/002 V960001/101
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 90/002 Filmdokumente als Belegexemplar
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8. Dezember 1991
Inhalt
Hoch oben auf dem Martinsberg liegt der "Schwäbische St. Peter", Deutschlands größte Barockbasilika, die im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer romanischen Kirche errichtet wurde. Zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, wurde unter Abt Sebastian Hyller, wesentlich mitgestaltet von drei Bregenzer Barockbaumeistern, der Bau der Basilika in nur neun Jahren abgeschlossen.
Zur kunstvollen Ausstattung der Kirche gehört auch die Orgel des renommierten Orgelbaumeisters Joseph Gabler, der bereits sein Erstlingswerk in seinem Geburtsort Ochsenhausen für die dortige Klosterkirche der Reichsabtei gebaut hatte. Die Orgel für Weingarten, Gablers Lebenswerk, konnte nach Intrigen und Verleumdungen erst nach 13jähriger Bauzeit im Jahr 1750 eingeweiht werden. Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6.666 Pfeifen und der geheimnisumwobenen "Vox humana", der menschlichen Stimme, noch heute Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Besonderheiten sind außerdem das Glockenspiel in Form von drei Weintrauben, der Vogelstimmenklang, der durch drei Pfeifen, die in einen Wasserbehälter hineinragen erzeugt wird und die Kuckuckstimme.
Beide Gabler-Orgeln befinden sind heute im Originalzustand und gelten als wertvolles Klangdenkmal.
Der Blutritt, eine Reiterprozession zu Ehren der Reliquie vom Blut Jesu Christi, die Judith, die Gemahlin Welfs IV dem Kloster Weingarten schenkte, ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Zuerst wenig beachtet, nahm die Verehrung der Reliquie im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zu. Noch heute nehmen jährlich am Freitag nach Christi Himmelfahrt rund 3.000 Reiter zu Pferd, zahlreiche Musikkapellen und ca. 30.000 Pilger an Europas größter Reiterprozession durch die Stadt und ihre Fluren teil.
Hoch oben auf dem Martinsberg liegt der "Schwäbische St. Peter", Deutschlands größte Barockbasilika, die im 18. Jahrhundert auf den Grundmauern einer romanischen Kirche errichtet wurde. Zur Verehrung und Anbetung der Heilig-Blut-Reliquie, die im Altar unter der Kuppel zu sehen ist, wurde unter Abt Sebastian Hyller, wesentlich mitgestaltet von drei Bregenzer Barockbaumeistern, der Bau der Basilika in nur neun Jahren abgeschlossen.
Zur kunstvollen Ausstattung der Kirche gehört auch die Orgel des renommierten Orgelbaumeisters Joseph Gabler, der bereits sein Erstlingswerk in seinem Geburtsort Ochsenhausen für die dortige Klosterkirche der Reichsabtei gebaut hatte. Die Orgel für Weingarten, Gablers Lebenswerk, konnte nach Intrigen und Verleumdungen erst nach 13jähriger Bauzeit im Jahr 1750 eingeweiht werden. Meisterlich in die Fenster der Westfassade arrangiert, verzaubert sie mit ihren 6.666 Pfeifen und der geheimnisumwobenen "Vox humana", der menschlichen Stimme, noch heute Betrachter wie Zuhörer gleichermaßen. Besonderheiten sind außerdem das Glockenspiel in Form von drei Weintrauben, der Vogelstimmenklang, der durch drei Pfeifen, die in einen Wasserbehälter hineinragen erzeugt wird und die Kuckuckstimme.
Beide Gabler-Orgeln befinden sind heute im Originalzustand und gelten als wertvolles Klangdenkmal.
Der Blutritt, eine Reiterprozession zu Ehren der Reliquie vom Blut Jesu Christi, die Judith, die Gemahlin Welfs IV dem Kloster Weingarten schenkte, ist seit dem 16. Jahrhundert bekannt. Zuerst wenig beachtet, nahm die Verehrung der Reliquie im Laufe der Jahrhunderte immer mehr zu. Noch heute nehmen jährlich am Freitag nach Christi Himmelfahrt rund 3.000 Reiter zu Pferd, zahlreiche Musikkapellen und ca. 30.000 Pilger an Europas größter Reiterprozession durch die Stadt und ihre Fluren teil.
0:21:50; 0'21
Audio-Visuelle Medien
Herkunft: ORF Fernsehen
Hamm, Heinrich
Weingarten RV
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
21.11.2025, 15:22 MEZ