Zentralverwaltung: Regierung Wiesbaden (1803-1815) und Administrationskommission (Bestand)
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205
Hessisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Gliederung >> Herzogtum Nassau >> Zentralverwaltung
Enthält: Akten 1803-1816.
Der Bestand enthält Akten zu folgenden Betreffen: Staatsgebiet, Staatsverwaltung, Lehnswesen, Militär- und Kriegssachen, Finanzen, Justiz und Polizei, Kirchensachen, Juden, Schulwesen, Gesundheitswesen, Post, Handel und Gewerbe, Mühlen, Bergwerke und Hütten, Forst- und Jagdwesen, Gemeindeverwaltung, Bauwesen. Allerdings sind lediglich zu den Kriegskosten, zum Forstwesen, zur Gemeindeverwaltung sowie zum Bauwesen noch umfangreichere Überlieferungen vorhanden.
Bestandsgeschichte: Der Bestand ist aus Zugängen der Jahre 1891 bis 1901 gebildet und 1936 durch Abgaben des Staatsarchivs Koblenz ergänzt worden, die die 1815 an Preußen abgetretenen solmsischen Ämter Braunfels, Greifenstein und Hohensolms sowie das 1816 an Preußen abgetretene Amt Atzbach betreffen. Bei Verzeichnungs- und Ordnungsarbeiten in den 1930er Jahren wurden Akten aus Abt. 246 nach Abt. 205 überführt. Allerdings sind bei der Auslagerung im 2. Weltkrieg etwa 97 % aller Archivalien von Abt. 205 verloren gegangen.
Geschichte des Bestandsbildners: Die territorialen und staatsrechtlichen Veränderungen der Jahre 1803 und 1806 haben auf die Geschäftstätigkeit der für das Fürstentum Nassau-Usingen eingerichteten Regierung Wiesbaden (vgl. Abt. 140) erhebliche Auswirkungen gehabt. Die archivische Überlieferung dieser Zeit ist daher zu einem eigenen Bestand zusammengefasst worden, der außer den Unterlagen der Regierung Wiesbaden auch die Unterlagen der Administrationskommission für die mediatisierten Landesteile umfaßt. Letztere ist am 16.09.1806 geschaffen (Abt. 210 Nr. 2321) und zum 01.09.1809 wieder aufgehoben worden (Abt. 210 Nr. 3905). Der Regierung und der Administrationskommission unterstellt waren die für die Beaufsichtigung der Gemeindehaushalte zuständige Gemeinde-Ökonomie-Deputation, die vom 28.04.1804 bis 07.04.1809 bestand, die im August 1803 geschaffene Sanitätskommission sowie die Marsch- und Einquartierungskommission. Ebenfalls der Aufsicht der Regierung unterstand die Bau- und Chausseekommission in Wiesbaden, die allerdings nicht nur für den Regierungsbezirk selbst, sondern darüber hinaus für das gesamte Land zuständig war und am 13.08.1808 aufgehoben wurde. An ihre Stelle trat - zunächst unter Aufsicht der Administrationskommission, dann der Regierung - die Wege- und Uferbaudirektion. Die Tätigkeit sowohl der Regierug als auch der übrigen noch verbliebenen Behörden endete mit der Geschäftsaufnahme der neu gebildeten Landesregierung am 01.01.1816 (vgl. Abt. 211).
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys) [enthält nur die nach den Kriegsverlusten noch vorhandenen 823 Nummern]
Findmittel: Kartei des vor den Kriegsverlusten vorhandenen Bestandes (masch.)
Findmittel: Repertorium von Löwenstein, 1974 (masch.)
Der Bestand enthält Akten zu folgenden Betreffen: Staatsgebiet, Staatsverwaltung, Lehnswesen, Militär- und Kriegssachen, Finanzen, Justiz und Polizei, Kirchensachen, Juden, Schulwesen, Gesundheitswesen, Post, Handel und Gewerbe, Mühlen, Bergwerke und Hütten, Forst- und Jagdwesen, Gemeindeverwaltung, Bauwesen. Allerdings sind lediglich zu den Kriegskosten, zum Forstwesen, zur Gemeindeverwaltung sowie zum Bauwesen noch umfangreichere Überlieferungen vorhanden.
Bestandsgeschichte: Der Bestand ist aus Zugängen der Jahre 1891 bis 1901 gebildet und 1936 durch Abgaben des Staatsarchivs Koblenz ergänzt worden, die die 1815 an Preußen abgetretenen solmsischen Ämter Braunfels, Greifenstein und Hohensolms sowie das 1816 an Preußen abgetretene Amt Atzbach betreffen. Bei Verzeichnungs- und Ordnungsarbeiten in den 1930er Jahren wurden Akten aus Abt. 246 nach Abt. 205 überführt. Allerdings sind bei der Auslagerung im 2. Weltkrieg etwa 97 % aller Archivalien von Abt. 205 verloren gegangen.
Geschichte des Bestandsbildners: Die territorialen und staatsrechtlichen Veränderungen der Jahre 1803 und 1806 haben auf die Geschäftstätigkeit der für das Fürstentum Nassau-Usingen eingerichteten Regierung Wiesbaden (vgl. Abt. 140) erhebliche Auswirkungen gehabt. Die archivische Überlieferung dieser Zeit ist daher zu einem eigenen Bestand zusammengefasst worden, der außer den Unterlagen der Regierung Wiesbaden auch die Unterlagen der Administrationskommission für die mediatisierten Landesteile umfaßt. Letztere ist am 16.09.1806 geschaffen (Abt. 210 Nr. 2321) und zum 01.09.1809 wieder aufgehoben worden (Abt. 210 Nr. 3905). Der Regierung und der Administrationskommission unterstellt waren die für die Beaufsichtigung der Gemeindehaushalte zuständige Gemeinde-Ökonomie-Deputation, die vom 28.04.1804 bis 07.04.1809 bestand, die im August 1803 geschaffene Sanitätskommission sowie die Marsch- und Einquartierungskommission. Ebenfalls der Aufsicht der Regierung unterstand die Bau- und Chausseekommission in Wiesbaden, die allerdings nicht nur für den Regierungsbezirk selbst, sondern darüber hinaus für das gesamte Land zuständig war und am 13.08.1808 aufgehoben wurde. An ihre Stelle trat - zunächst unter Aufsicht der Administrationskommission, dann der Regierung - die Wege- und Uferbaudirektion. Die Tätigkeit sowohl der Regierug als auch der übrigen noch verbliebenen Behörden endete mit der Geschäftsaufnahme der neu gebildeten Landesregierung am 01.01.1816 (vgl. Abt. 211).
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys) [enthält nur die nach den Kriegsverlusten noch vorhandenen 823 Nummern]
Findmittel: Kartei des vor den Kriegsverlusten vorhandenen Bestandes (masch.)
Findmittel: Repertorium von Löwenstein, 1974 (masch.)
12 m
Bestand
Literatur: Ernst Vix: Die Verwaltung des Herzogtums Nassau 1806-1866. Diss. Mainz (masch.) 1950, S. 22 f. und 30.
Wiesbaden
Greifenstein
Hohensolms
Braunfels
Atzbach
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.
17.06.2025, 12:53 MESZ