Gerichtsprotokoll in verschiedenen Angelegenheiten
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GerKer, 980
GerKer Schöffengericht Kerpen
Schöffengericht Kerpen >> 8 Sonstiges >> 8.4 Schriftstücke zum Gerichtsverfahren
1692 April 29
Enthält: Das vorliegende Rapular dokumentiert die am oben genannten Tag verhandelten Fälle. 1. In der Pachtangelegenheit zwischen Gerhardt Kroch und Wilhelm Eßer geht es um 7 Viertel Benden, die Eßer von Gerhardt Kroch im Auftrag von Obristwachtmeister von Tondi gegen einen Wagen voll "Batzen" [Geldstück von Pfennigwert] zur Pacht empfangen haben soll. Eßer bestreitet, dass der Vertrag bereits abgeschlossen wurde, da er 5 Viertel, die er gerne haben wollte, nicht haben konnte. Außerdem behauptete er, dass die geforderte Summe Geld für die schlechte Qualität des Grases zu hoch sei. Dem Kläger wird auferlegt, zunächst den Nachweis für die vollzogene Verpachtung aus Tondis Rechenbuch zu erbringen, dann werde der Prozess fortgesetzt. 2. und 3. Zu den beiden nächsten Prozessen (Wilhelm Henrich Voiß für seine Mutter ./. Mattheiß Kingß und Gertrud Schmitz, Witwe Kurffgens ./. Christian Helmus und Christin Kurffgens) werden jeweils Schriftstücke im Verfahrensverlauf übergeben. 4. Auch Reinhardt Maußbach, Prozessvertreter für Theodor Wilhelm Geßer ./. Thoniß Beyenburg und den Rentmeister von St. Gereon, Johann Wolters, übergibt zunächst seine Prozessvollmacht. Hier geht es um Pachtschulden für 4 Malter Roggen. Der Beklagte wird angewiesen, seine Zahlung von 16 Tlr nachzuweisen, dann soll unter Berücksichtigung von Kriegslasten weiter beschlossen werden, was rechtens. Ad 1. (Fortsetzung am 5.5. und 31.5.) An zwei weiteren Terminen werden die von Kroch präsentierten Zeugen: Claesen Mauß, Gerhardt Jaixen und Johann Schmitz, angehört. Sie haben aber zum entscheidenden Punkt Nichts beizutragen.
Schriftstücke: 3
Archivale
Eßer, Wilhelm
Geßer, Theodor Wilhelm
Helmus, Christian
Jaixen, Gerhardt
Kingß, Mattheiß
Kroch, Gerhardt
Kurffgens, Christin
Kurffgens, Witwe
Mausbach, Reinhardt
Mauß, Claesen
Schmitz, Gertrud
Schmitz, Johann
Thoniß Beyenburg
Tondi, von,Obristwachtmeister
Voeß, Wilhelm Henrich
Wolters, Johann, Rentmeister von St. Gereon
Rapular
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:15 MEZ