F 75 - Hans Hunekuhl GmbH & Co. (Bestand)
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Stiftung Westfälisches Wirtschaftsarchiv (Archivtektonik) >> F - Firmen
1934-1962
Firmensitz: Dortmund Branche: Großhandel (Lebensmittelgroßhandel) Hans Hunekuhl (3.6.1891-21.3.1975) wurde in Ahaus geboren und in Gelsenkirchen und Düsseldorf zum Drogisten und Apotheker ausgebildet. 1919 ließ er sich in Dortmund nieder. Er übernahm die Vertretung mehrerer Lebensmittel- und Importfirmen, betrieb aber auch Großhandelsgeschäfte auf eigene Rechnung. 1923 wurde die Firma in das Handelsregister eingetragen. 1945 erfolgte die Umgründung zur oHG, ab 1957 bestand die Firma als KG; Konkurs 1984. Unternehmenszweck war der Großhandel mit Lebensmitteln. Der Schwerpunkt lag auf dem Zuckerimport. Aus kleinen Anfängen entstand eine Firma, die bereits vor dem Zweiten Weltkrieg einen Umschlag von 600.000 dz Zucker erzielte. 1946 wurde die Firma durch die britische Besatzung als Verwalter von drei bedeutenden "Food-Depots" eingesetzt und mit der zentralen Durchführung von Schulspeisungen beauftragt. Der Schwerpunkt des Unternehmens lag nach dem Zweiten Weltkrieg auf Import und Vertrieb von Kakao und Zucker. Es gehörte zu den größten Zuckerimporteuren in der Bundesrepublik. Seit den 1930er Jahren unterhielt die Firma Zweigbüros in Berlin, Frankfurt und Hamburg. Sie war Inhaberin folgender Tochterunternehmen: Übersee-Import GmbH, Dortmund; Emsland-Stärke Hunekuhl & Co. KG, Dortmund; Bensdorp Kakao Vertriebsgesellschaft, Dortmund; Wilde & Co. GmbH, Dortmund; Agrar-Kontor GmbH, Dortmund. 3 Geschäftsbücher Debitoren (des Zweigbüros Frankfurt) 1934-1962 (3). Die Bücher informieren über den Lebensmittelabsatz der Fa. Hunekuhl in Frankfurt und in Süddeutschland (Bäcker, Konditoren, Bäckereinkaufsgenossenschaften).
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ