Zeitungsverbote, Bd. 62
Vollständigen Titel anzeigen
I. HA Rep. 77, Tit. 4043 Nr. 84
Nr. 21 Bd. 62
I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern
Ministerium des Innern >> 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) >> 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) >> 03.31.02 Zensur und Überwachung der Medien (1926 - 1934)
1933
Enthält:
- "Entscheidung" (Berlin); Zeitschrift: Organ für nationalrevolutionäre Politik 22. Feb. 1933 - 15. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 8 vom 19. Februar "Vergleiche", in dem es heißt: "Hindenburg handelte am 30. Januar so an seinen Wählern, wie er am 9. November an seinem Kaiser gehandelt hatte. 1918 gab er der "Sozialistischen Revolution", 1933 der "Nationalen Revolution" den Weg frei. ..Michaelis und Papen bewegten sich danach auf der gleichen Ebene eines aufgepulverten Dilletantismus", und "Russisch-französische Annäherung?" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Heinsberger Volkszeitung" (Heinsberg/Rhein); Zeitung: Organ des Zentrums 22. Feb. 1933 - 24. Feb. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 35 vom 11. Februar "Gedanken vom Tage", in dem es heißt: "Der Haken ist, daß der Nationalsozialismus die eigene Bewegung schlechthin als die deutsche erklärt und sich anmaßt, .. alle übrigen Mitbürger als Nichtdeutsche zu beschimpfen" und "Nur aus diesem Wahnwitz heraus läßt sich der Erlaß des Kommissars Göring an die deutschen Beamten erklären", wurde die Zeitung verboten. 2 Exemplare der Nr. 35.
- "Der Arbeitslose" (Frankfurt am Main); Zeitschrift: Organ der KPD 22. Feb. 1933 - 22. März 1933
22. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 7 Februar 1933 "Ergebnislose Haussuchungen im Reichs- und Bezirkserwerbslosen-Ausschuß", "Aus dem Programm der Hitler-Regierung", "Hitler-Papen-Hugenberg - Das Kabinett der Arbeitsfeinde - Es gibt keine Arbeit - kämpft noch stärker um den Überfluß, der weiter verkommen soll", es heißt weiter: "Die Hitler-Papen-Hugenberg-Regierung ist eine ausgesprochene faschistische Regierung, die all ihre Maßnahmen nur im Interesse der Kapitalisten .. anwendet", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Die Junge Garde" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 2. Mai 1933
21. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 5, Februar 1933, "Einheitsfront ist das Gebot der Stunde - Was ist zu tun?", "Blut-Diktatur über die werktätige Jugend Deutschlands! Alarm! Jugendfeindliche Pläne der Hitlerregierung: Arbeitsdienstpflicht, Wahlrechtsraub, Lohnabbau, Verbot des KJVD", "Das Hitler-Papen-Hugenberg-Kabinett ist ein Kabinett des neuen Lohnraubs, der Zerschlagung der Sozialversicherung", "Die Regierung Hitler-Papen-Hugenberg will die Versklavung und die Militarisierung der deutschen Jugend auf die Spitze treiben .. Sie will den Krieg gegen die Sowjetunion ..", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Tribunal" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 17. Apr. 1933
21. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen einer in Nr. 5, Februar 1933, veröffentlichten Zeichnung, die einen Schupo vor einer Anzahl Grabkreuze mit der Aufschrift: 1. Mai 1929 darstellt und des Verses:
"Die braune Nazibande schießt,
Proletenblut in Strömen fließt.
Was heut' tun die S.A. Kolonnen,
Das hat mit Zörgiebel begonnen."
und des Artikels "Das Meutererschiff", der sich mit dem Aufstand auf dem Panzerkreuzer "Zeven-Provinzien" beschäftigt, wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Gegen den Strom" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 21. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels "Faschistische Diktatur über Deutschland", in dem zur Bildung der Einheitsfront der Arbeiter im außerparlamentarischen Kampf gegen den Faschismus und zum Generalstreik aufgerufen wird, wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Rote Wähler" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 21. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 3 vom Februar 1933 "Wer nicht kommunistisch wählt, hilft Hitler!" von Ernst Torgler und "Volk der Arbeit, aufgewacht!" von Theo Neubauer wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Die Stranddiestel" (Ahlbeck-Seebad); Zeitschrift: KPD 23. Feb. 1933 - 25. März 1933
24. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der in Nr. 8 vom 19. Februar gemachten Äußerungen: "Hitler wird trotz Eid der kommende Diktator sein, der sich den Teufel um parlamentarische Abstimmungen scheren wird - seine Pläne gipfeln in einem Staatsstreich" und des Artikels "Massendemonstrationen in Swinemünde" wurde die Zeitschrift verboten. 1 Exemplar der Nr. 8.
- "Der Rote Flieger" (Schkeuditz); Zeitschrift: SPD 24. Feb. 1933 - 23. Mai 1933
23. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 15. Februar "Braunmord über Eisleben", in dem von ausgesuchten Schlägertrupps der S.A. und S.S., von einem organisierten Überfall, von wahnsinniger Mordhetze gegen die Arbeiterschaft und von sorgfältiger Vorbereitung des Überfalls gesprochen wurde, verbot man die Zeitung. 1 Exemplar der Nr. 7.
- "Entscheidung" (Berlin); Zeitschrift: Organ für nationalrevolutionäre Politik 22. Feb. 1933 - 15. März 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 8 vom 19. Februar "Vergleiche", in dem es heißt: "Hindenburg handelte am 30. Januar so an seinen Wählern, wie er am 9. November an seinem Kaiser gehandelt hatte. 1918 gab er der "Sozialistischen Revolution", 1933 der "Nationalen Revolution" den Weg frei. ..Michaelis und Papen bewegten sich danach auf der gleichen Ebene eines aufgepulverten Dilletantismus", und "Russisch-französische Annäherung?" wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Heinsberger Volkszeitung" (Heinsberg/Rhein); Zeitung: Organ des Zentrums 22. Feb. 1933 - 24. Feb. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 35 vom 11. Februar "Gedanken vom Tage", in dem es heißt: "Der Haken ist, daß der Nationalsozialismus die eigene Bewegung schlechthin als die deutsche erklärt und sich anmaßt, .. alle übrigen Mitbürger als Nichtdeutsche zu beschimpfen" und "Nur aus diesem Wahnwitz heraus läßt sich der Erlaß des Kommissars Göring an die deutschen Beamten erklären", wurde die Zeitung verboten. 2 Exemplare der Nr. 35.
- "Der Arbeitslose" (Frankfurt am Main); Zeitschrift: Organ der KPD 22. Feb. 1933 - 22. März 1933
22. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 7 Februar 1933 "Ergebnislose Haussuchungen im Reichs- und Bezirkserwerbslosen-Ausschuß", "Aus dem Programm der Hitler-Regierung", "Hitler-Papen-Hugenberg - Das Kabinett der Arbeitsfeinde - Es gibt keine Arbeit - kämpft noch stärker um den Überfluß, der weiter verkommen soll", es heißt weiter: "Die Hitler-Papen-Hugenberg-Regierung ist eine ausgesprochene faschistische Regierung, die all ihre Maßnahmen nur im Interesse der Kapitalisten .. anwendet", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Die Junge Garde" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 2. Mai 1933
21. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 5, Februar 1933, "Einheitsfront ist das Gebot der Stunde - Was ist zu tun?", "Blut-Diktatur über die werktätige Jugend Deutschlands! Alarm! Jugendfeindliche Pläne der Hitlerregierung: Arbeitsdienstpflicht, Wahlrechtsraub, Lohnabbau, Verbot des KJVD", "Das Hitler-Papen-Hugenberg-Kabinett ist ein Kabinett des neuen Lohnraubs, der Zerschlagung der Sozialversicherung", "Die Regierung Hitler-Papen-Hugenberg will die Versklavung und die Militarisierung der deutschen Jugend auf die Spitze treiben .. Sie will den Krieg gegen die Sowjetunion ..", wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Tribunal" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 17. Apr. 1933
21. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen einer in Nr. 5, Februar 1933, veröffentlichten Zeichnung, die einen Schupo vor einer Anzahl Grabkreuze mit der Aufschrift: 1. Mai 1929 darstellt und des Verses:
"Die braune Nazibande schießt,
Proletenblut in Strömen fließt.
Was heut' tun die S.A. Kolonnen,
Das hat mit Zörgiebel begonnen."
und des Artikels "Das Meutererschiff", der sich mit dem Aufstand auf dem Panzerkreuzer "Zeven-Provinzien" beschäftigt, wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Gegen den Strom" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 21. März 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels "Faschistische Diktatur über Deutschland", in dem zur Bildung der Einheitsfront der Arbeiter im außerparlamentarischen Kampf gegen den Faschismus und zum Generalstreik aufgerufen wird, wurde die Zeitschrift verboten. Ohne Exemplar.
- "Der Rote Wähler" (Berlin); Zeitschrift: KPD 22. Feb. 1933 - 21. Apr. 1933. Verbotsgründe: Wegen der Artikel in Nr. 3 vom Februar 1933 "Wer nicht kommunistisch wählt, hilft Hitler!" von Ernst Torgler und "Volk der Arbeit, aufgewacht!" von Theo Neubauer wurde die Zeitung verboten. Ohne Exemplar.
- "Die Stranddiestel" (Ahlbeck-Seebad); Zeitschrift: KPD 23. Feb. 1933 - 25. März 1933
24. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen der in Nr. 8 vom 19. Februar gemachten Äußerungen: "Hitler wird trotz Eid der kommende Diktator sein, der sich den Teufel um parlamentarische Abstimmungen scheren wird - seine Pläne gipfeln in einem Staatsstreich" und des Artikels "Massendemonstrationen in Swinemünde" wurde die Zeitschrift verboten. 1 Exemplar der Nr. 8.
- "Der Rote Flieger" (Schkeuditz); Zeitschrift: SPD 24. Feb. 1933 - 23. Mai 1933
23. Aug. 1933. Verbotsgründe: Wegen des Artikels in Nr. 7 vom 15. Februar "Braunmord über Eisleben", in dem von ausgesuchten Schlägertrupps der S.A. und S.S., von einem organisierten Überfall, von wahnsinniger Mordhetze gegen die Arbeiterschaft und von sorgfältiger Vorbereitung des Überfalls gesprochen wurde, verbot man die Zeitung. 1 Exemplar der Nr. 7.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
20.08.2025, 13:40 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz
- Tektonik
- STAATSOBERHAUPT UND OBERSTE STAATSBEHÖRDEN, MINISTERIEN UND ANDERE ZENTRALBEHÖRDEN PREUSSENS AB 1808 (Tektonik)
- Inneres (Tektonik)
- Innere und Wohlfahrtsverwaltung (Tektonik)
- Ministerium des Innern (Bestand)
- 03 Abteilung II Polizeiabteilung (1787 - 1943) (Gliederung)
- 03.31 Sektion 31 Politische Polizei (1921 - 1936) (Gliederung)
- 03.31.02 Zensur und Überwachung der Medien (1926 - 1934) (Gliederung)