Klage der Witwe Peter Ralle, geb. Else Scholbroch, jetzt Frau Jakob Wirtz ./. Kramer Bernard Osthoff, früher Amtmann in Freckenhorst. Klägerin verlangt Ersatz von Zahlungen, die ihr Mann für den Beklagten geleistet hat.
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B-C Civ, 1107
B-C Civ Causae Civiles (Zivilprozessakten)
Causae Civiles (Zivilprozessakten) >> 1601-1700
(1597, 1603) 1617 - 1618
Darin: Anlage 1 (Original): 1.5.1603. Peter und Frau Elisabeth Scholbroch u. Bernard Osthoff und Frau Anna Ralle zahlen dem Gerhard Hesseling senior in Warendorf einen Teil ihrer Schuld und versprechen den Rest zu zahlen. Erwähnt werden Gerhard Hesseling in Amsterdam und dessen Schwager Lic. Johan Block in M., ferner Wessel Wittkopf, Amtmann in Freckenhorst. Anlage 2 (Original) 5.4. 1597. Die vorg. Eheleute Ralle und Osthoff nehmen von Ratsherren Rottger Osnabrück, Sweder Bispinck zur Wiesch und Rotger Stove als Vormünder des minderjährigen Johan Stove, Sohn der + Eheleute Jakob Stove und Else Bispinck ein Darlehen auf und verpfänden ihre Häuser am großen Markt zwischen Bernd von Detten und Berndt Netteler, bzw. zwischen der Witwe Rudolf Ralle und Frau Trendelkamp. Erwähnt werden Niklas Schroder; Johan Haverstatt; Bartold Kerckering zu Giseking; Gerhard Recke; Stiftsjungfer Benedikte Droste in Hohenholte; Bernard Berning; Kramer Henrich Schmitjohan; die Notare Bernard Röwekamp, Heidenrich Beveren, Johan Broelman und Johan Höbring (?); Johan Hollenhorst, Amtmann des Stiftes Essen; Bitter von Raesfeld, Sekretär des Stiftes Essen; Werner Uphaus, Amtmann in Überwasser; Everwin Stevening zu Willinkhegge; Diedtrich von Bippen; Boldtwin Warendorff; Wilken Fuistinck; Sebastian Wittover; Johan von Ascheberg zur Rauschenburg; Henrich Huge; Sekretär Herman Osthoff, Bruder des Beklagten; Johan Mölman; Wilhelm Steffens am Servatitor; die Notare Bernard Kerckering undWennemar Schmedes.
Archivale
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 11:59 MEZ