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Laufzeit: (1866 - 1903) 1904 - 1935
Findmittel: Datenbank; Findbuch, 1 Bd.
Bestandsbeschreibung: Lebensdaten: 1873 - 1936
Lebenslauf
1873 (27. April) geboren in Dolholyczow bei Lublin/Polen; Vater: Marcell (1841 - 1898), Gutsbesitzer, landwirtschaftlicher Sachverständiger bei der deutschen Botschaft in St. Petersburg; Mutter: Bertha Pietschmann (geb. 1852)
1883 - 1893 Kadettenkorps Kulm, Potsdam und Groß-Lichterfelde
1893 Fähnrich im 2. Pommerschen Feldartillerieregiment 17
1894 Leutnant
1896 Reise nach Russland
1897 Militärlehrschmiede in Königsberg in Preußen
1898 Abschied von der Offizierslaufbahn nach einem Unfall (Sturz beim Rennen)
1898 - 1899 Studium der Nationalökonomie und der slawischen Geschichte in Berlin
1900 Studium in Paris
1901 - 1902 Reisen nach Russland
1903 Fortsetzung des Studiums als Hörer in Genf
1904 Eheschließung mit Anna (1881 - 1924), Tochter des Fabrikanten Hugo Przikling in Beuthen / Oberschlesien
1904 - 1908 Reisen nach Russland
1908 Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und Zeitschriften: Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst; Illustrierte Zeitung, Leipzig; Vossische Zeitung, Köln; Allgemeine Zeitung, München
1909 - 1920 Herausgeber der Zeitschrift Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst
1914 - 1916 Chef der Presseverwaltung des "Oberbefehlshabers Ost" und "Generalgouverneurs in Warschau und Lodz"
1916 - 1918 Oberleutnant und Batterie-Führer der Feldartillerie 7/273
1918 Begründer der deutschen Vereinigung in Posen und Westpreußen (Sitz Bromberg) sowie der Deutschen Volksräte in Polen,
Begründer der Zeitungen: Deutsche Lodzer Zeitung, Deutsche Post in Lodz, Deutsche Warschauer Zeitung, Deutsche Nachrichten Bromberg
1922 - 1928 Reise in die Sowjetunion und Asien
1932 Eheschließung mit Erna Rocholl
1932 - 1936 Dozent an der Deutschen Hochschule für Politik
1936 (20. Oktober) gestorben in Berlin
Werke
Die Lage der Hausindustrie in Tula, 1904
Aus Russlands Not und Hoffen, 1906
Die Zukunft Polens, Bd. 1: Wirtschaft, Bd. 2: Politik, 1913
Probleme der Ukraine, 1915
Die Polenfrage vor der Entscheidung, 1918
Der große Jahrmarkt von Nishny-Nowgorod (Russland und Asien. Richters russische Monographien Bd. 1), 1925
Das Recht der Ausländer in der Union der S.S.R., 1925
Die deutsch-russischen Rechts- und Wirtschaftsverträge nebst Konsularvertrag vom 12. Oktober 1925, 1926
Neu-Sibirien, 1928
Roter Imperialismus. Eine Studie über die Verkehrsprobleme der Sowjetunion, 1930
Die rote Wirtschaft, 1932
Der Verlust der Ostmark, 1934
Turkestan. Die politisch-historischen und wirtschaftlichen Probleme Zentralasiens, 1942 (postum überarbeitet und ergänzt von Reiner Olzscha)
Literaturhinweise
- Der deutsche Osten. Seine Geschichte, sein Wissen und seine Aufgabe, hrsg. von Karl E. Thalheim und A. Hillen Ziegfeld. Berlin 1936
- Kurt Ammon, Cleinow, Georg. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Bd. 3, Berlin 1957, S. 279 f.
- Die Nachlässe in den deutschen Archiven (mit Ergänzungen aus anderen Beständen). Bearb. von Wolfgang A. Mommsen. Bd. 1, Boppard am Rhein 1971, S. 87 f.
- Martin Sprungala, In Birnbaum wurde der "Deutsche Heimatbund Posener Flüchtlinge" gegründet (http://www.heimatkreis-meseritz.de/4_59.htm (6.12.2013))
Bestandsgeschichte
Der Nachlass wurde dem Geheimen Staatsarchiv am 21. November 1936 von Frau Erna Cleinow als Depositum übergeben übergeben (Acc. 309 / 36, vgl. I. HA Rep. 178 B Preußisches Geheimes Staatsarchiv, Nr. 1315: Anbietung Nachlass Georg Cleinow, 1944-1950!).
Dessen größerer Teil (Deutsche Ostpolitik, Polen und Russland, Abschriften aus dem Nachlass des Diplomaten Alfred von Kiderlen-Wächter, insgesamt ca. 4,8 lfm) war ab 1943 ausgelagert und befand sich von 1962 bis 1992 im Zentralen Staatsarchiv, Historische Abteilung II, Merseburg (heute Nr. 92 - Nr. 282). Ein kleiner Rest (v.a. Korrespondenz, ca. 0,05 lfm) verblieb in Dahlem (Nr. 1 - Nr. 91) und wurde dort im Jahr 1979 von Heidemarie Nowak verzeichnet.
Das vorliegende Findbuch vereint die beiden Teile wieder.
Inhaltlich umfasst der Nachlass vor allem seine Tätigkeit als Chef der Presseverwaltung "Oberbefehlshaber Ost" und "Generalgouverneur" Warschau und als Begründer der Deutschen Vereinigung in Posen und Westpreußen sowie der dortigen Deutschen Volksräte.
In den 1920er Jahrenentfaltete Cleinow eine reiche journalistische und publizistische Tätigkeit, bei der die politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Lage in der Sowjetunion im Mittelpunkt stand.
Hinzu kommt eine recht umfangreiche Korrespondenz (Findbuch S. 27 - 37).
Zwei Teile des Nachlasses scheint Georg Cleinow selbst übernommen zu haben: Dies sind zum einen Briefe an Dr. Williger zum Bergarbeiterstreik in Oberschlesien im Jahr 1921 (Findbuch S. 15 - 18); bei dem Adressaten könnte es sich um den späteren (1944-45) Landrat des Landkreises Leobschütz in der Provinz Schlesien Dr. Karl Williger handeln.
Den zweiten "fremden" Nachlassteil stellt ein größerer Komplex von Abschriften von Briefen des Diplomaten Alfred von Kiderlen-Wächter (1852-1912) dar, die den weiten Zeitraum von 1877 bis 1912 umfassen (Findbuch S. 44 - 48) und vielleicht auf eine geplante Biografie eines der bedeutendsten Diplomaten der Zeit unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg hindeuten. Cleinow korrespondierte über diese Frage mit Frau von Glemmingen (vgl. Findbuch S. 32, Nr. 224). Vielleicht stehen die Briefabschriften aber auch im Zusammenhang mit der von Ernst Jäckh (1875-1959), dem Gründer der Deutschen Hochschule für Politik im Jahr 1920, herausgegebenen Edition der Briefe Alfred von Kiderlen-Wächters (Kiderlen-Wächter, der Staatsmann und Mensch. Briefwechsel und Nachlaß, hrsg. von Ernst Jäckh. 2 Bde., Stuttgart u.a. 1924). Wie Cleinow sich diese Abschriften beschafft hatte, scheint heute nicht mehr feststellbar zu sein.
Der Nachlass ist frei benutzbar.
Hinweise auf Georg Cleinow finden sich u.a. in folgenden Beständen:
- VI. HA, Nl Schmidt-Ott, Nr. 50: Verschiedenes (u.a. Zeitungsartikel von Georg Cleinow)
- I. HA Rep. 77 Ministerium des Innern, Tit. 871 Nr. 57: Georg Cleinows Buch "Die Zukunft Polens" zur Polenfrage in Russland, 1907-1914
- I. HA Rep. 195 Deutscher Ostmarkenverein
- I. HA Rep. 208 A Seminar für Orientalische Sprachen, Nr. 446: Gestaltung und Strukturierung der Vorlesungen und Übungen des Seminars für Orientalische Sprachen, 1898-1901 (Exemplare der Zeitschrift "Die Grenzboten. Zeitschrift für Politik, Literatur und Kunst")
- I. HA Rep. 303 Deutsche Hochschule für Politik, Nr. 240: Dozenten, 1933-1939 (u.a. Cleinow, Georg).
Letzte vergebene Signatur:
Der Nachlass ist zu zitieren:
GStA PK, VI. HA Familienarchive und Nachlässe, Nl. Georg Cleinow, Nr. ...
Der Nachlass ist zu bestellen:
VI. HA, Nl Cleinow, Nr. ...
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person who submitted a compensation claim for damage caused by Nazi persecution. If the application was submitted by a person other than the persecuted person, this other person is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecuted person, if there is one, is noted. In the sources, the persecuted person is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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Additional information on reason for persecution
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