Der Appellant hatte der Appellatin ihre Leibzuchtrechte an Haus Drove abgekauft. Er bestreitet eine Verpflichtung zur Zahlung der vereinbarten 2000 Rtlr., da und solange die Appellatin nicht, wie vereinbart, alle Haus Drove betreffenden Unterlagen herausgegeben habe. Zudem habe sie zu Haus Drove gehörende Afterlehen zu Morschenich an andere „transferriert“. Diese müßten ihm ebenfalls vor einer Zahlung zur Verfügung gebracht werden. Die Appellatin bestreitet die Forderung, da die jährlich mehrere hundert Taler einbringende Leibzucht abgetreten und seither vom Appellanten genutzt worden sei. Sie sieht keine Verpflichtung, weitere als die im Inventar benannten und inzwischen übergebenen Unterlagen herauszugeben, und bestreitet, daß die Besitzungen zu Morschenich Bestandteile des Hauses Drove seien. Mit Urteil vom 23. März 1694 bestätigte das RKG das Urteil der Vorinstanz.
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Der Appellant hatte der Appellatin ihre Leibzuchtrechte an Haus Drove abgekauft. Er bestreitet eine Verpflichtung zur Zahlung der vereinbarten 2000 Rtlr., da und solange die Appellatin nicht, wie vereinbart, alle Haus Drove betreffenden Unterlagen herausgegeben habe. Zudem habe sie zu Haus Drove gehörende Afterlehen zu Morschenich an andere „transferriert“. Diese müßten ihm ebenfalls vor einer Zahlung zur Verfügung gebracht werden. Die Appellatin bestreitet die Forderung, da die jährlich mehrere hundert Taler einbringende Leibzucht abgetreten und seither vom Appellanten genutzt worden sei. Sie sieht keine Verpflichtung, weitere als die im Inventar benannten und inzwischen übergebenen Unterlagen herauszugeben, und bestreitet, daß die Besitzungen zu Morschenich Bestandteile des Hauses Drove seien. Mit Urteil vom 23. März 1694 bestätigte das RKG das Urteil der Vorinstanz.
AA 0627, 5722 - V 54/127
AA 0627 Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben
Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben >> 2. Buchstabe V
1686 - 1694 (1663 - 1693)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Heinrich von Vlatten zu Froitzheim, (Bekl.) Beklagter: Anna Elisabeth von Anstel gen. Gebhardshain (Gevertzhaen), auf Haus Birgel, (Kl.) Prokuratoren (Kl.): Lic. Steinhausen [ ? ] 1686 Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Philipp Nidderer 1686 - Subst.: Dr. Krebs Prozeßart: Appellationis Instanzen: 1. Jül.-berg. Hofkanzlei 1683 - 1686 - 2. RKG 1686 - 1694 (1663 - 1693) Beweismittel: Acta priora (Q 9). Vergleichsvertrag nach Verhandlungen zwischen Johann Heinrich von Vlatten zu Froitzheim, Erbschenk des Fürstentums Jülich, nunmehr seinen Erben Johann Hermann und Johann Heinrich von Vlatten, einer- und Johann Werner von Wevorden zu Drove, zunächst dessen Vormündern, nunmehr seiner Witwe, Anna Elisabeth von Anstel, jetzt Ehefrau des Wolfgang Christoph von Boccop zu Birgel, andererseits, im Zusammenhang mit der Vlattenschen Einforderung rückständigen Heiratsgeldes der Mutter, derentwegen die Vlatten in fast alle zu Haus Drove gehörenden Zehnten und Ländereien eingewiesen worden waren, 1682 (Q 6, Q 9 Bl. 2 - 18)). Notarielles Instrument mit Inventar von zu Haus Drove gehörenden Unterlagen, 1663 (Q 13). Genealogia et Facti species (Q 23). Pachtvertrag über Ländereien zu Drove zwischen den Brüdern Johann Hermann und Johann Heinrich von Vlatten zu Froitzheim und den Eheleuten Gilles Esser und Agnes Schmitz, 1682 (Q 31). Beschreibung: 2 Bde., 6 cm; Bd. 1: 2 cm, 79 Bl., lose; Q 1 - 8, 10 - 33, es fehlt Q 7; Bd. 2: 4 cm, 224 Bl., geb.; Q 9.
Diverse Registraturbildner
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:45 MESZ
Hierarchie
Hierarchie Detailansicht
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
- Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik)
- 1. Behörden und Bestände vor 1816 (Tektonik)
- 1.4. Reichsbehörden (Tektonik)
- 1.4.1. Reichskammergericht (Tektonik)
- Reichskammergericht AA 0627 (Tektonik)
- Reichskammergericht (AA 0627), Teil IX: U-Z; Nachträge; Abgaben (Bestand)
- 2. Buchstabe V (Gliederung)