1.1.5.1. Urkunden
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Tektonik
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland (Archivtektonik) >> 1. Behörden und Bestände vor 1816 >> 1.1. Landesarchive >> 1.1.5. Moers
Als die klevischen Soldaten im Mai 1600 nach dem Tode der Gräfin Walburgis für kurze Zeit die Stadt und das Schloß Moers besetzten, ließ die herzoglich klevische Regierung u.a. die Lager-, Leibgewinns- und Lehenbücher nach Kleve bringen. Sechs Urkunden (1442-1498) und ein Teil des Nachlasses der Gräfin Walburgis müssen damals nach Düsseldorf gekommen sein. Diese sind im jülich-bergischen Archiv geblieben, während die in Kleve liegenden Stücke 1713/1724 nach Moers zurückgegeben werden mußten. 1736/1737 wurden die auf Moers bezüglichen Teile des oranischen Archivs im Haag, die auch eine erhebliche Anzahl Stücke des Moerser Archivs vor 1600 enthielten, ausgeliefert und nach Moers gebracht, dort allerdings erst 1773 verzeichnet und zwischen der Regierung und der Kammer aufgeteilt. Eine Anzahl Stücke, die ursprünglich Bestandteile der Pfarrarchive gewesen sein müssen, aber bereits vor 1682, wahrscheinlich schon vor 1599 eingezogen worden sind, so Barl (auch Luciabruderschaft) 11 Nummern (1406-1560), Friemersheim 3 (+2) Nummern (1492-1541), Hochemmerich 1 (+2) Nummern, (1527-1541), Krefeld, Gasthaus 1 Nummer (1447), Moers 16 (+1) Nummern (1329-1552), Moers, Karmeliter 2 Nummern (1481, 1550), Neukirchen 6 Nummern (1482-1547).
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
21.04.2026, 08:22 MESZ