Vor Johan Wilhelm Seller, Richter zu Bislich (Bißlich), Haffen und Mehr (Meer) und den Bislicher Schöffen Wilhelm Cremer und Herman Treudt bekunden Hernßken Cremer(s), Witwe des Hendrich Gödden, ihr Bruder Herman Cremer und seine Frau Elisabeth Bolckers, dass sie am 22. Mai 1713 an den Prior Josephus Schoeler, den Prokurator und die Konventualen der Xantener Kartause ihr Erbe, genannt Crämershoff am Deichgatt gelegen, mit Zubehör, von 56 Marset, 2 Mudsaat und 26 3/4 Roden im Gericht Bislich laut Bislicher Erbenbuch, wovon 2 Marset mit 6 Talern jährlich zur Leibzucht der Schlüterei Xanten im Cloßhoff zu Büderich gehören und einige Stücke in der "Mollmanns Hufe Courtis Rottum" zur Leibzucht des Xantener Kapitels gehören und mit denen laut "Gewinsbrieff" von 1712, September 30 der Sohn der Verkäufer, Evert Cremer mit zwei anderen behandigt worden, verkauft haben. Der Hof ist allodialgut, frei von Lasten außer Kontributions-, Deich- und Erbengeldern und dem Zehnten an das Xantener Kapitel von 5 Scheffel Weizen, 5 Scheffel, 1 1/2 Pfund Gerste und 3 Scheffel, 3 Pfund Hafer, woran der Schöffe Johan Crämer zu Hönnepel (Hünnepell) mitzutragen hat, wie er auch die Hälfte des 1 Reichstalers an das Xantener Kapitel trägt, ferner 8 Stüber und 1 Huhn an das Xantener Kapitel (Strafsumme: 25 Goldgulden und 25 Malter Hafer). So geschehen Bißlich...den zwölfften tagh monats Septembris. Original. Pergament. deutsch. Mit Unterschrift des Gerichtsschreibers H. Bawmeister. Abschrift: Rep. u. Hss. 2, fol. 269r-270v. 2 Siegel: 1) des Richters (verdrückt), 2) Schöffenamtssiegel (zerbrochen). d.: Eingetragen im Hypotheq Buch des Amts Bislich No VIII 1/2 fol. 431. Wesel im Landgericht den 13. August 1789. Göring.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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