Untersuchung von Philipp Dietrich Boecklin in Straßburg und Klaus Eberhard Bock von Gerstheim gegen Diepold Bischof in Obenheim wegen Diebstahls an Michel Glaser in Obenheim
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Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/1 Nr. 4550
N 47
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Freiburg, U 101/1 Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Akten und Bände
Archiv der Freiherren Boecklin von Boecklinsau: Akten und Bände >> 2 Hoheitsrechte >> 2.3 Gerichtsbarkeit >> 2.3.4 Verhörprotokolle und Prozessschriftstücke
1631
Enthält: Claus Eberhard Bock zu Gerstheim schreibt an Philipp Dietrich Böcklin zu Straßburg, seinen Vetter: Der "böse Bub" Diebold Bischoff von Ottenheim, der dem Glaser Michel von Obenheim sein Geld gestohlen hatte, hat in der Gefangenschaft zwar zugegeben, dieses gestohlen zu haben und auch die Stelle bezeichnet, wo er es versteckt haben will. Nachdem es dort aber nicht gefunden wurde, behauptet er, nicht zu wissen, wo es dann sein könnte, wovon er nicht abzubringen ist. Der Aussteller übergibt die Angelegenheit seinem Vetter zur Disposition, um dem Meister wieder zu seinem Gelde zu verhelfen. (16.08.1631) Enthält: Beat Jakob und Claus Eberhard Bock zu Gerstheim schreiben an Philipp Dietrich Böckle zu Straßburg, ihren Vetter: Den Diebold Bischoff betreffend teilen sie mit, dass man denselben dem Scharfrichter vorgestellt hat, er aber bei seinen Lügen verblieben ist, weshalb man jetzt einen peinlichen Prozess gegen ihn werde gebrauchen müssen. Sie erhoffen sich dazu Rat und Gutachten des Vetters. Mit Nachschrift, wonach Dienstagnacht jemand dem Gefangenen in den Turm gerufen haben soll, wenn er sich ergebe, werde man sagen, wo das Geld sei. (24.08.1631)
3 Schr.
Archivale
Schwarz, ZGO 1910, I. Urkunden, Nrn. 571, 576 und 577.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
27.11.2025, 15:33 MEZ
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