Superintendent Wilhelm Rott (Bestand)
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7NL 024B
Archiv der Evangelischen Kirche im Rheinland (Archivtektonik) >> 7NL Nachlässe >> 7NL 024B Superintendent Wilhelm Rott
Bestandsbeschreibung: Superintendent Wilhelm Rott a) Zur Person Wilhelm Rotts Wilhelm Rott (1908-1967) kam schon als junger Vikar in Kontakt mit der Bekennenden Kirche und wurde 1934 aus dem Dienst der Rheinischen Kirche entlassen, nachdem er sich einer Protestnote rheinischer Hilfsprediger und Vikare gegen eine Vormachtstellung der Deutschen Christen in den Predigerseminaren angeschlossen hatte. Er wurde daraufhin vom Bruderrat der Bekennenden Kirche angestellt. Von 1935 bis 1937 arbeitete an der Seite Dietrich Bonhoeffers als Studieninspektor des Predigerseminars der Bekennenden Kirche in Finkenwalde (Pommern). 1937 wechselte er in den Dienst der Vorläufigen Kirchenleitung in Berlin und war hier für Schul- und Erziehungsfragen zuständig. Nach seinem Kriegseinsatz wurde Wilhelm Rott durch die US-Armee im Lager Moosburg inhaftiert und baute dort eine Lagergemeinde auf, zu deren Mitgliedern er noch jahrzehntelang den Kontakt hielt. 1946 über-nahm er eine Pfarrstelle in Koblenz und wurde 1959 zum Superintendenten des Kirchenkreises Koblenz gewählt. Nach kurzer Krankheit verstarb er im Januar 1967 im Alter von 59 Jahren. b) Zum Bestand Im Zusammenhang mit den Vorbereitungen einer Gedenkschrift anlässlich Wilhelm Rotts 100. Geburtstag übergab seine Tochter, Frau Bettina Rott, den von Frau Gudrun Wollmann bereits gründlich vorsortierten Nachlass ihres Vaters der Archivstelle Boppard des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland. Dort wurde er im Jahr 2008 unter Anleitung des Unterzeichnenden von der Praktikantin Frau Jessica Glorius erschlossen. Im Jahr 2011 hat der Archivmitarbeiter Herr Wolfgang Hoffmann noch verschiedene bislang in der Düsseldorfer Zentrale des Archivs der Evangelischen Kirche im Rheinland lagernde Unterlagen aus dem Nachlass in den Bestand eingearbeitet. Eine von der Familie Rott im Jahr 2018 übergebene Nachlieferung wurde von Dr. Andreas Metzing im Jahr 2020 in den Bestand eingearbeitet. Neben den biographischen Dokumenten und den Materialien aus Rotts Koblenzer Zeit besitzen vor allem die Unterlagen zur Studienleiterstelle im Predigerseminar Finkenwalde und zur Moosburger Lagergemeinde einzigartigen Überlieferungswert. Auch die intensive Publikationstätigkeit Wilhelm Rotts ist in dem Bestand gut dokumentiert. Inhalt: Vorlesungsmitschriften; Rundfunkandachten und Morgenfeiern im Südwestfunk (1946-1957); Notizen zu Religionsunterricht, VHS-Kursen, Bibelarbeiten; Exzerpte aus Fachliteratur; Predigtvorbereitungen; Pfarrerkalender. Ergänzende Archivbestände: Pers. 51 R 166; EZA Berlin, Best. 600/66 (Wilhelm Rott, Laufzeit 1930-1939). Akzessionsdatum: 1991
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.11.2025, 13:59 MEZ