Amt Achim (bis 1885) (Bestand)
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NLA ST, Rep. 74 Achim
Nds. Landesarchiv, Abt. Stade (Archivtektonik) >> Gliederung >> 1 Staatliche und kommunale Bestände >> 1.1 Akten >> 1.1.5 Lokalverwaltung, u. a. Ämter und Landkreise (bis 1946)
1548-1910
Bestandsgeschichte: I. Behördengeschichte
Die lokale Verwaltung der Herzogtümer Bremen und Verden war bis weit in das 19. Jahrhundert hinein geprägt durch ein uneinheitliches Nebeneinander von Gerichten, Ämtern und sonstigen kleinräumigen Verwaltungseinheiten, wobei die jeweilige lokale Instanz sowohl für die Verwaltung als auch für die Rechtsprechung zuständig war. Erst in Ausführung des Landesverfassungsgesetzes von 1848 und des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1850 kam es 1852 im Landdrosteibezirk Stade zur Einrichtung von 27 Amtsgerichten und zur einheitlichen Umbildung und Zusammenschließung der bisherigen lokalen Verwaltungseinheiten zu insgesamt 26 Ämtern, deren Aufgaben auf die Verwaltung beschränkt wurden.
Grundlage für die Bildung der Ämter war die Amtsordnung vom 16. September 1852. Durch die Revidierte Amtsordnung vom 10. Mai 1859 wurde die Zahl der Ämter im Landdrosteibezirk Stade auf 18 verringert. Die 18 Ämter der Landdrostei Stade von 1859 bilden gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Grundlage der Einteilung der Beständegruppe Rep. 74 (Amt A-Z) im Staatsarchiv Hannover. Die Überlieferung von Vorgängerinstitutionen ist also jeweils unter dem ab 1859 zuständigen Amt zu finden. Im Rahmen der Kreisverordnung für die Provinz Hannover von 1884 wurden 1885 die Ämter im Bezirk Stade zu 14 Landkreisen umgebildet bzw. zusammengefasst (Beständegruppe Rep. 174).
Nach der Trennung von Verwaltung und Justizwesen im Jahre 1852 wurde das Amt Achim aus dem alten Gogericht Achim gebildet. Es umfasste die Bauerschaften Achim, Arbergen, Baden, Bassen, Bierden, Bockhorst, Bollen, Borstel, Embsen, Giersdorf und Schanzendorf, Grasdorf, Hagen und Grinden, Hemelingen, Mahndorf, Meyer- und Clüverdamm, Oyten, Oyterdamm, Sagehorn, Schaphusen, Uesen und Uphusen des vormaligen Gogerichts Achim, dann die Bauerschaften Stellenfelde und Wümmingen, die zuvor dem Amt Rotenburg angegliedert waren, sowie
Bestandsgeschichte: die bis dahin dem Amt Verden unterstehende Gemeinde Allerdorf.
Seit 1859, und zwar seit dem 16. Mai, bestanden das Amt und das Amtsgericht Ottersberg nicht weiter fort. Aus diesem Bereich fielen ab 1859 die Gemeinden Fischerhude und das Kirchspiel Otterstedt, das auch Ottersberg umfasste, in die Zuständigkeit sowohl des Amtsgerichts als auch des Verwaltungsamts Achim, während das Kirchspiel Sottrum von da an dem Bereich des Amtsgerichts bzw. demjenigen des Verwaltungsamts Rotenburg angegliedert war. 1885 wurde das Amt Achim zum Landkreis umgebildet.
II. Bestandsgeschichte
Das alte Behördenfindbuch wurde im August und September 2007 von der in einer Arbeitsmaßnahme beschäftigten Frau Christiane Friesen verzeichnet.
Die Nr. 379 wurde entnommen zu Rep. 84 Nr. 645 und wieder neu belegt.
Ergänzend zum Bestand des Staatsarchivs Stade sind der entsprechende (Teil-) Bestand des Kreisarchivs Bremervörde und der Bestand 6,24: Gogericht Achim mit Akten aus der Zeit von 1691 bis 1803 des Staatsarchivs Bremen zu konsultieren.
III. Ergänzende Bestände
Rep. 72/172 Achim (= Amtsgericht Achim bis 1973)
Rep. 174 Achim (= Landratsamt Achim 1885-1932)
IV. Literatur
Günther: Der Amtsgerichtsbezirk Achim und seine Geschichte. Achim 1950 (= Maschinenschrift).
Sarnighausen, Dr., Hans-Cord: Hannoversche Richter und Amtsjuristen von 1715 bis 1866 in Achim. Verden 2012 (= Heimatkalender für den Landkreis Verden 2013, hrsg. vom Landkreis Verden, S. 134-147).
Schulze, Heinz-Joachim: Die hannoversche Justiz- und Verwaltungsreform und das politische System des Nachmärz im Landdrosteibezirk Stade. In: Die Herzogtümer Bremen und Verden und das Land Hadeln in späthannoverscher Zeit (1848-1866). Hrsg. von H.-J. Schulze. Stade 1981, S. 39 - 62.
Stade, im Oktober 2012 Antje
Bestandsgeschichte: Schröpfer
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Die lokale Verwaltung der Herzogtümer Bremen und Verden war bis weit in das 19. Jahrhundert hinein geprägt durch ein uneinheitliches Nebeneinander von Gerichten, Ämtern und sonstigen kleinräumigen Verwaltungseinheiten, wobei die jeweilige lokale Instanz sowohl für die Verwaltung als auch für die Rechtsprechung zuständig war. Erst in Ausführung des Landesverfassungsgesetzes von 1848 und des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1850 kam es 1852 im Landdrosteibezirk Stade zur Einrichtung von 27 Amtsgerichten und zur einheitlichen Umbildung und Zusammenschließung der bisherigen lokalen Verwaltungseinheiten zu insgesamt 26 Ämtern, deren Aufgaben auf die Verwaltung beschränkt wurden.
Grundlage für die Bildung der Ämter war die Amtsordnung vom 16. September 1852. Durch die Revidierte Amtsordnung vom 10. Mai 1859 wurde die Zahl der Ämter im Landdrosteibezirk Stade auf 18 verringert. Die 18 Ämter der Landdrostei Stade von 1859 bilden gegen Ende des 19. Jahrhunderts die Grundlage der Einteilung der Beständegruppe Rep. 74 (Amt A-Z) im Staatsarchiv Hannover. Die Überlieferung von Vorgängerinstitutionen ist also jeweils unter dem ab 1859 zuständigen Amt zu finden. Im Rahmen der Kreisverordnung für die Provinz Hannover von 1884 wurden 1885 die Ämter im Bezirk Stade zu 14 Landkreisen umgebildet bzw. zusammengefasst (Beständegruppe Rep. 174).
Nach der Trennung von Verwaltung und Justizwesen im Jahre 1852 wurde das Amt Achim aus dem alten Gogericht Achim gebildet. Es umfasste die Bauerschaften Achim, Arbergen, Baden, Bassen, Bierden, Bockhorst, Bollen, Borstel, Embsen, Giersdorf und Schanzendorf, Grasdorf, Hagen und Grinden, Hemelingen, Mahndorf, Meyer- und Clüverdamm, Oyten, Oyterdamm, Sagehorn, Schaphusen, Uesen und Uphusen des vormaligen Gogerichts Achim, dann die Bauerschaften Stellenfelde und Wümmingen, die zuvor dem Amt Rotenburg angegliedert waren, sowie
Bestandsgeschichte: die bis dahin dem Amt Verden unterstehende Gemeinde Allerdorf.
Seit 1859, und zwar seit dem 16. Mai, bestanden das Amt und das Amtsgericht Ottersberg nicht weiter fort. Aus diesem Bereich fielen ab 1859 die Gemeinden Fischerhude und das Kirchspiel Otterstedt, das auch Ottersberg umfasste, in die Zuständigkeit sowohl des Amtsgerichts als auch des Verwaltungsamts Achim, während das Kirchspiel Sottrum von da an dem Bereich des Amtsgerichts bzw. demjenigen des Verwaltungsamts Rotenburg angegliedert war. 1885 wurde das Amt Achim zum Landkreis umgebildet.
II. Bestandsgeschichte
Das alte Behördenfindbuch wurde im August und September 2007 von der in einer Arbeitsmaßnahme beschäftigten Frau Christiane Friesen verzeichnet.
Die Nr. 379 wurde entnommen zu Rep. 84 Nr. 645 und wieder neu belegt.
Ergänzend zum Bestand des Staatsarchivs Stade sind der entsprechende (Teil-) Bestand des Kreisarchivs Bremervörde und der Bestand 6,24: Gogericht Achim mit Akten aus der Zeit von 1691 bis 1803 des Staatsarchivs Bremen zu konsultieren.
III. Ergänzende Bestände
Rep. 72/172 Achim (= Amtsgericht Achim bis 1973)
Rep. 174 Achim (= Landratsamt Achim 1885-1932)
IV. Literatur
Günther: Der Amtsgerichtsbezirk Achim und seine Geschichte. Achim 1950 (= Maschinenschrift).
Sarnighausen, Dr., Hans-Cord: Hannoversche Richter und Amtsjuristen von 1715 bis 1866 in Achim. Verden 2012 (= Heimatkalender für den Landkreis Verden 2013, hrsg. vom Landkreis Verden, S. 134-147).
Schulze, Heinz-Joachim: Die hannoversche Justiz- und Verwaltungsreform und das politische System des Nachmärz im Landdrosteibezirk Stade. In: Die Herzogtümer Bremen und Verden und das Land Hadeln in späthannoverscher Zeit (1848-1866). Hrsg. von H.-J. Schulze. Stade 1981, S. 39 - 62.
Stade, im Oktober 2012 Antje
Bestandsgeschichte: Schröpfer
Zusatzinformationen: Abgeschlossen: Nein
Zusatzinformationen: teilweise verzeichnet
Bestand
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
16.06.2025, 12:45 MESZ