Domkapitel Münster, Oblegien / Akten (Bestand)
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B 113
Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik) >> 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. >> 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) >> 1.2.1. Fürstbistum Münster >> 1.2.1.2. Domkapitel >> Domkapitel Münster, Oblegien
1526-1812
Einkünfte, Rechnungen, Obligationen, eigenhörige Höfe und Kotten, Konsens- und Freibriefe für Eigenhörige und Prozesse für die Oblegien Althoff 1584-1808 (40), Averbeck 1535-1584, 1746-1749 (3), Averholthusen 1681-1811 (9), Brirup 1706-1729, 1752 (2), Officium Caseorum 1526-1562, 1591-1811 (73), Gassel maius 1592-1598, 1678-1810 (29), Gassel minus 1621-1811 (23), Gronover maius 1594, 1613-1812 (144), Gronover minus 1664-1811 (11), Heitmann 1810/11 (1), Holthausen maior 1678-1811 (65), Kump 1582, 1663, 1780-1804 (8), Roxel 1618-1807 (10), Schmalamt 1564, 1612-1812 (80), Stodtbrock 1628-1811 (21), Subcelleraria (beigeheftet in Rechnungen der Oblegie Roxel).
Bestandsgeschichte: Oblegien sind Güter, die zweckgebunden für bestimmte Bedürfnisse der Kirche gestiftet worden waren. Die damit verbundenen Ämter wurden jeweils von einem Domherrn versehen, der daraus wiederum Einkünfte bezog. Es gab 16 Oblegien: Althoff, Averbeck, Averholthusen, Brirup, Caseorum, Gassel maius, Gassel minus, Gronover maius, Gronover minus, Heitmann, Holthausen maior, Kump, Roxel, Schmalamt, Stodtbrock, Subcellaria.
Form und Inhalt: Bei den Oblegien handelte es sich um Güter, die zweckgebunden für bestimmte Bedürfnisse der Kirche gestiftet worden waren; es waren "officia", d. h. Ämter, von denen jedes von einem Mitglied des Domkapitels versehen wurde. Dieser "Oblegarius" erhielt dafür zur Bestreitung seines Lebensunterhalts Einkünfte.
Im Laufe der Zeit verloren die Oblegien ihren Charakter als "officia" und wurden zu "beneficia", deren Inhaber nur noch bloße Nutznießer der Einkünfte waren. Wie bei den Obedienzen erfolgte die Vergabe der Oblegien durch Option unter Berücksichtigung der altersmäßigen Reihenfolge der Domherren.
Insgesamt gab es 16 Oblegien:
1. Althoff
2. Averbeck
3. Averholthusen oder Overholthusen
4. Brirup
5. Caseorum
6. Gassel maius
7. Gassel minus
8. Gronover maius
9. Gronover minus
10. Heitmann
11. Holthausen maior
12. Kump
13. Roxel
14. Schmalamt
15. Stodtbrock
16. Subcellaria
C. v. Olfers, Beiträge zur Geschichte der Verfassung und Zerstückelung des Oberstifts Münster besonders in Beziehung auf Jurisdiktions-Verhältnisse, Münster 1848
Da ein beachtlicher Teil der noch in dem alten Repertorium aufgeführten Akten nicht erhalten geblieben ist, wurden bei der 1983 vorgenommenen Neuverzeichnung die Aktenbände mit durchlaufenden Nummern versehen. Über die Konkordanz läßt sich jedoch ohne Schwierigkeit die bisherige Signatur einer Akte ermitteln.
Bei Aktenbestellung ist anzugeben:
Domkapitel Münster, Oblegien Nr. . . .
Münster, im Mai 1984
Veddeler
Bestandsgeschichte: Oblegien sind Güter, die zweckgebunden für bestimmte Bedürfnisse der Kirche gestiftet worden waren. Die damit verbundenen Ämter wurden jeweils von einem Domherrn versehen, der daraus wiederum Einkünfte bezog. Es gab 16 Oblegien: Althoff, Averbeck, Averholthusen, Brirup, Caseorum, Gassel maius, Gassel minus, Gronover maius, Gronover minus, Heitmann, Holthausen maior, Kump, Roxel, Schmalamt, Stodtbrock, Subcellaria.
Form und Inhalt: Bei den Oblegien handelte es sich um Güter, die zweckgebunden für bestimmte Bedürfnisse der Kirche gestiftet worden waren; es waren "officia", d. h. Ämter, von denen jedes von einem Mitglied des Domkapitels versehen wurde. Dieser "Oblegarius" erhielt dafür zur Bestreitung seines Lebensunterhalts Einkünfte.
Im Laufe der Zeit verloren die Oblegien ihren Charakter als "officia" und wurden zu "beneficia", deren Inhaber nur noch bloße Nutznießer der Einkünfte waren. Wie bei den Obedienzen erfolgte die Vergabe der Oblegien durch Option unter Berücksichtigung der altersmäßigen Reihenfolge der Domherren.
Insgesamt gab es 16 Oblegien:
1. Althoff
2. Averbeck
3. Averholthusen oder Overholthusen
4. Brirup
5. Caseorum
6. Gassel maius
7. Gassel minus
8. Gronover maius
9. Gronover minus
10. Heitmann
11. Holthausen maior
12. Kump
13. Roxel
14. Schmalamt
15. Stodtbrock
16. Subcellaria
C. v. Olfers, Beiträge zur Geschichte der Verfassung und Zerstückelung des Oberstifts Münster besonders in Beziehung auf Jurisdiktions-Verhältnisse, Münster 1848
Da ein beachtlicher Teil der noch in dem alten Repertorium aufgeführten Akten nicht erhalten geblieben ist, wurden bei der 1983 vorgenommenen Neuverzeichnung die Aktenbände mit durchlaufenden Nummern versehen. Über die Konkordanz läßt sich jedoch ohne Schwierigkeit die bisherige Signatur einer Akte ermitteln.
Bei Aktenbestellung ist anzugeben:
Domkapitel Münster, Oblegien Nr. . . .
Münster, im Mai 1984
Veddeler
521 Akten.; 521 Akten (19 Kartons), Findbuch B 113.
Bestand
German
Wilhelm Kohl (Bearb.), Das Domstift St. Paulus zu Münster (Germania Sacra NF 17, 1-3, Bistum Münster, 4, 1-3), Berlin-New York 1982-1989; Friedrich Keinemann, Das Domkapitel zu Münster im 18. Jahrhundert, Münster 1967; Peter Löffler, Zur Geschichte des Domkapitelarchivs, in: Alois Schröer (Hg.), Das Domkapitel zu Münster 1823-1973, Münster 1976, S. 114-137; Peter Veddeler, Domkapitel Münster - Akten. Findbuch (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 5), Münster 2006.
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
05.11.2025, 1:59 PM CET
Hierarchy
Hierarchy detail view
- Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Westfalen
- Landesarchiv NRW Abteilung Westfalen (Archivtektonik)
- 1. Territorien des Alten Reiches bis 1802/03 einschließlich Kirchen, Stifter, Klöster, Städte u.ä. (Archival tectonics)
- 1.2. Westfälische Fürstbistümer (B) (Archival tectonics)
- 1.2.1. Fürstbistum Münster (Archival tectonics)
- 1.2.1.2. Domkapitel (Archival tectonics)
- Domkapitel Münster, Oblegien (Archival tectonics)
- Domkapitel Münster, Oblegien / Akten (Archival holding)