Bec Stadt U Stadt Beckum Urkunden, 569b
Bec Stadt U Stadt Beckum Urkunden Stadt Beckum Urkunden
Stadt Beckum Urkunden
1609 April 1
Regest: Dieterich von Plettenbergh, Propst zu Clarholz (Claholtz) und der Konvent des Klosters bekennen, dass der Streit mit der Stadt Beckum wegen verschiedener Pacht- und angelaufener Gerichtskosten inzwischen eine große Summe Geld gekostet hat, betreffend das ihnen eigenhörige Hardtwigs Erbe im Kirchspiel Vellern. Zur Abkürzung dieser Sache verkaufen sie unwiederruflich den Bürgermeistern und Rat der Stadt Beckum (Becheim) einen kleinen Platz auf Hardtwichs hoffe van der kleinen pfachtensoull (?) nach dem hauß inn die lengede zu achtzig fuß unnd vonn dar nah dem zaune uff deren vonn Becheim eigenthumblichen grundtt ins suidenn scheitendt zu siebentzigh fueß breith für einen vereinbarten Kaufpfennig. Das geschieht mit dem Vorbehalt, dass die Bewohner des Hardtwichs Erbes einiger viehzucht, verhowung deß holtz, verbrechung der wrechte oder sunstenn zu zertrettungh korns und der weide in keinerley weise necht schedlich oder beswerlich noch zu nachteill sein sullenn, vorbehaltlich auch der Beckumer Rechte. Ankündigung des Propstsiegels.
1) Ausfertigung, Pergament 35 x 22,5 cm; Siegel beschädigt an. Rückseite: Kauffbrief uff ein ordeken von Hartwichs hoffe; Signaturen: N. 79, 1609 (17. Jh.). Diese Urkunde wurde im Jahre 1623 nach der Einnahme der Stadt Beckum durch die kaiserlichen Truppen beschlagnahmt und nach Münster geschafft. Verzeichnet in FMLA 376, 79.
LAV NRW W, Fürstbistum Münster, Urk. 4196
2) Abschrift, Foliobogen. Rückseite: Copia Kauffbrieffs über den Platz, worauff Flüchters Haus stehet. Rückseite: Signatur: V B 1 a.
Kreisarchiv Warendorf, Stadt Beckum U 569 b
LAV NRW W, Fürstbistum Münster, Urk. 4196
2) Abschrift, Foliobogen. Rückseite: Copia Kauffbrieffs über den Platz, worauff Flüchters Haus stehet. Rückseite: Signatur: V B 1 a.
Kreisarchiv Warendorf, Stadt Beckum U 569 b
Urkunden
den ersten Aprilis stylo Gregoriano
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
09.01.2026, 12:13 MEZ