Wylhelm van Mollenbecke genandt Kundtscop, Richter zu Sendenhorst des Fürsten Wilhelm, Bischofs zu Münster, bekundet, daß Herr Joist Kerckerynck thor Borch anstatt seines Vaters Johan Kerckerynges thor Borch mit seinem Vorsprachen Herman Becker die Johan den vader Schürman, Johan Düsen und Berndt Kerlen aufgefordert habe, ihre Kenntnisse über den Mollenberg auf dem Rinkeroder Felde (Rynckenraesschen velde) auszusagen. Johan Düse, verdehalve styge (= 90) jaeren oldt, sagt, daß auf dem Berge eine Mühle gestanden habe, die verfallen sei. Die Müller von Ascheberg hätten sie dann dorthin geholt. Der Berg gehöre Johan Kerckerynge tor Borch und sei von Kerckerincks Land gegraben. Seine verstorbene Mutter habe ein paar Tage graben helfen. Berndt Kerle, über sechzig Jahre alt, sagt aus, daß der verstorbene Dyrick van Asscheberge die Mühle gezimmert habe. Als die verfiel, habe sie Asscheberg wieder dorthingeholt. Ob der Berg ihm gehöre, wisse er nicht. Kerckerynges Land schieße von beiden Seiten auf den Berg. Er habe nichts anderes gehört, als daß der Berg dem Kerckerynge tor Borch gehöre. De vader Schürman, by verdehalve styge jaren oldt, bezeugt, daß auf den Berg drei dem Kerckerynge tor Borch gehörige Stücke Land schießen, aus denen der Berg ausgegraben sei. Kerckerynck gebrauche den Berg auch noch heutigen Tages durch seine Eigenhörigen, die Leinen darauf säen. Die Zeugen beschwören ihre Aussage. Der Richter siegelt. Zeugen: Mester Herman Smydt, Bürgermeister, Bernt Vossebecke und Evert Frone to Albersloe. den frydach na dem sundage Jubilate