Christian I., König von Dänemark, verkauft als Graf von Holstein für sich und seine Erben und Nachfolger mit Zustimmung seiner Räte an Bürgermeister und Rat der Stadt Lübeck und ihren Bürgern Stadt und Schloss Kiel, mit Dörfern, Mühlen, hohem, mittlerem und niederem Gericht und allem sonstigen Zubehör, Jagd, Fischerei und dem Hafen, der Kieler Förde genannt wird, mit dem Strand und allen Einkünften, wie er und seine Vorfahren und gegenwärtig Hans Rantzau sie gehabt haben, für schon erhaltene 26685 Mark Lübsch, entlässt Rat, Bürger und Einwohner von Kiel ihrer Eide und verweist sie an den Rat von Lübeck als ihre rechte Herrschaft, weist die Lübecker in den Besitz ein und gelobt Gewähr, verspricht den Kielern, Bürger, Einwohnern und Untersassen der Herrschaft daselbst, frein Verkehr in seinen Landen, behält sich jedoch den gewöhnlichen Zoll von ihnen vor, verspricht, die Kieler zu verbitten und zu beschirmen wie seine anderen Untertanen, jedoch ohne irgendwelche Abgaben oder Dienste von ihnen zu verlangen, verspricht, dass ein Krieg zwischen ihm oder seinen Mannen und den Lübeckern dem Pfandbesitz und der Hauptsumme unschädlich sein soll, und ihnen bei Verlust von Stadt und Schloss diese wiedergewinnen zu helfen, und verpflichtet auch seine Ritterschaft und Mannschaft im Herzogtum und Grafschaft für seine Abwesenheit dazu, behält sich den Rückkauf, bei einjähriger Kündigung in den acht Tagen St. Martin durch besiegelten Brief, für dieselbe Summe, zahlbar in der Stadt Lübeck in grober Münze, wie zu Lübeck gang und gäbe, ohne hohles Geld, bei freiem Geleit durch die Lübecker, vor. Er erlaubt den Lübeckern, wenn von den genannten Gütern etwas versetzt ist, dieses einzulösen und die Lösungssumme der Hauptsumme zuzuschlagn, und im Schloss und dessen Zubehörungen zunächst 1000 Mark und später 50 Mark jährlich zu verbauen. Graf Gerhard von Oldenburg und Delmenhorst, des Königs Bruder, stimmt zu. Nikolaus Reventlow, Ritter, Goslik von Ahlefeldt, Klaus, Kai und Hans Rantzau, Söhne des Schack Rantzau, Benedikt von Ahlefeldt zu Törning, Luder Rumohr, Detlev von Buchwaldt, Henning Pogwisch, Sohn des Benedikt Pogwisch, Klaus, Heinrich, Benedikt und Detlev von Ahlefeldt, Söhne des Johann von Ahlefeldt, Wulf Pogwisch, Sohn des Hans Pogwisch, Henneke und Otto Walstorp, Matthias Ratlow, Henneke Stake und Dietrich Blome, Knappen, alle Ratgeber des Königs Christian als Herzoge von Schleswig und Grafen von Holstein, bezeugen, dass der Vertrag mit ihnen und vielen anderen seiner getreuen Räte und guten Männen verhandelt ist, stimmen zu und besiegeln ihn. Gheven bynnen der stad Lubeke na der bord usw. (1469) amme sondaghe vor sunte Dionisii daghe.

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Landesarchiv Schleswig-Holstein
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