Preußische Regierung für die Hohenzoll. Lande: Abt. I, Sekt. III: Gemeindewesen (Bestand)
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Abt. Staatsarchiv Sigmaringen, Ho 235 T 7-8
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Staatsarchiv Sigmaringen (Archivtektonik) >> Hohenzollerische Bestände >> Preußischer Regierungsbezirk der Hohenzollerischen Lande >> Preußische Regierung
(1813-) 1852 - 1945 (1946)
Inhalt und Bewertung
In der Abteilung I Sektion III Gemeindewesen fielen Akten zu folgenden Bereichen an: Verfassung und Verwaltung der Gemeinden, wie auch Erlass einer hohenzollerischen Gemeindeordnung, Kommunallandtag und Amtsversammlungen; Gemeindedienste, Gemeindebedienstete und deren Wahl; Gemeindewesen, Bürger und Hintersassen, Bürgerrechte und -lasten; Heimatverhältnisse einzelner Personen; Verwaltung des Gemeindevermögens, Grundstocksveränderungen und Grundstockserwerbungen; Verpachtungen, Verkäufe; Gemeindebauwesen und Wasserversorgung; Kommunallasten; Gemeinderechnungswesen; Gemeindewaldungen und Forsteinrichtungswerke; Markungsgrenzen, Untergangssachen und Feldgericht; Spar- und Leihkassen und deren Angestellte; Amtsverbände; Landeskommunalverwaltung. Die Wasserversorgungsakten wurden am 27. Mai 1946 an das Wasserwirtschaftsamt Sigmaringen zur dortigen Aufgabenerledigung übergegeben und von diesem mit den Akzessionen 1/1955 und 16/1958 an das Staatsarchiv Sigmaringen abgegeben. Einige im vorliegenden Findbuch verzeichnete Akten gelangten an das Sozialgericht Reutlingen und wurden von diesem mit der Akzession 1/1967 an Staatsarchiv Sigmaringen abgegeben und in den vorliegenden Bestand wieder eingegliedert. Beim vorliegenden Repertorium handelt es sich um die überarbeitete Fassung der beiden Behördenfindmittel der Preußischen Regierung Abteilung I Sektion III Gemeindewesen von 1852 und 1927 (siehe Nr. 1183 und 1184). Die beiden Behördenfindmittel stimmen teilweise überein, teilweise auch nicht. Manchmal sind Aktenzeichen, die bislang als Bestellsignaturen galten, doppelt vergeben. Da es sich um Behördenfindmittel handelt, wurden Nachträge vorgenommen und diese nicht immer an den erwarteten Stellen, was zu einer gewissen Unübersichtlichkeit führte. Auch die verschiedenen Eintragungen über Vernichtung oder Überführung in andere Registraturen schuf Verwirrung über das Vorhandensein bzw. den Standort der Akten. Die NVA-Nummern hinter den einzelnen Titelaufnahmen (sofern überhaupt eindeutig zu zuordnen) gaben einen gewissen Hinweis darauf, dass sich die Akte bereits im Archiv befunden hat. Die Unübersichtlichkeit und die schlechte Handhabbarkeit der beiden Findmittel haben neben der Notwendigkeit einer Vereinfachung der alten Signaturen zum vorliegenden Verzeichnis geführt. Die Bearbeitung des Bestandes fand lediglich anhand der Findmittel und nicht anhand der Akten statt. Die Titel wurden nicht inhaltlich anhand der Akten überprüft, sondern nur behutsam normalisiert. Lediglich das tatsächliche Vorhandensein der Akten und deren Laufzeit sowie physische Besonderheiten wie Karten bzw. Pläne, Skizzen oder Druckschriften wurde am Bestand im Magazin festgestellt. Vorprovenienzen wurden nicht nachgewiesen. Hauptsächlich ist aber mit den Vorprovenienzen "Geheime Konferenz Sigmaringen", "Geheime Konferenz Hechingen", "Fürstliche Landesregierung Sigmaringen", "Fürstliche Landesregierung Hechingen", "Preußische Übergangsregierung Sigmaringen", "Preußische Übergangsregierung Hechingen" und "Preußischer Kommissarius" zu rechnen. Einige Akten wurden trotz Fremdprovenienz beim Bestand belassen. Als Fremdprovenienzen erscheinen "Geheime Konferenz Sigmaringen", "Fürstliche Landesregierung Sigmaringen", "Fürstliche Landesregierung Hechingen", "Preußische Übergangsregierung Sigmaringen", "Preußischer Kommissarius", "Verwaltungskommission der Spar- und Leihkasse" und "Präsident von Hohenzollern - Abwicklungsstelle". Die Behörde "Präsident von Hohenzollern - Abwicklungsstelle" hatte nach Auflösung des Landes Preußen die Aufgabe, die Geschäfte der ebenfalls 1945 aufgelösten Preußischen Regierung Sigmaringen noch vollends abzuwickeln. Bei Akten, die bis 1945 geführt wurden, ist sie nicht ausgeworfen, da meist nur ein einzelnes Blatt mit anderer Provenienz als "Preußische Regierung Sigmaringen" hinzugefügt wurde. Grundsätzlich handelt es sich bei den übrigen Fremdprovenienzen um Vorakten, das heißt, es fielen weitere Akten mit Provenienz "Preußisc he Regierung Sigmaringen" mit demselben Aktentitel an. Aufgeführt werden im vorliegenden Repertorium alle Akten, die in den beiden Behördenverzeichnissen vermerkt sind. Konnten sie nicht aufgefunden werden, erscheint im Repertorium der Vermerk "nicht vorhanden". Der konservatorische Zustand der Akten ist bedenklich, da die preußisch geheften Akten bislang lose und unverpackt im Regal lagen. Die Erfassung der Titelaufnahmen erfolgte mit dem archivischen Erschließungsprogramm Midosa 95 im Jahr 2003 durch die Unterzeichnete. Die Überprüfung der Akten im Magazin nahmen Corinna Knobloch und die Unterzeichnete vor. Die abschließenden EDV-Arbeiten erledigte Holger Fleischer.
Der vorliegende Bestand umfasst 1184 Akten und 24 lfd.m (unverpackt) und wird zitiert wie folgt: Ho 235 T 7 / 8 Nr.
Sigmaringen, im Jahr 2003
Birgit Kirchmaier
24 lfd.m
Bestand
Sigmaringen SIG; Preußische Regierung
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen des Landesarchivs Baden-Württemberg.
03.04.2025, 08:37 MESZ
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