Klage wegen nicht bzw. zu wenig gezahlter Türkensteuer, wie sie 1566 in Augsburg bewilligt worden war. Der Rat der Stadt hatte 1567 einen Anteil von 455 Batzen bezahlt. Diesen Betrag erachtete er aufgrund eines Vergleichs vom 26. Jan. 1556 mit der Äbtissin Catharina von Tecklenburg, dem zufolge er den „fünfhalben Teil“ der Abgaben aufzubringen hatte und dem gemäß schon in den Jahren 1557, 1562, 1563 und 1567 verfahren worden sein soll, als angemessen. Der Prozeß kam mehrfach für Jahre zum Erliegen, wurde 1621 neu aufgenommen und ruhte von 1658 - 1753 ganz.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage wegen nicht bzw. zu wenig gezahlter Türkensteuer, wie sie 1566 in Augsburg bewilligt worden war. Der Rat der Stadt hatte 1567 einen Anteil von 455 Batzen bezahlt. Diesen Betrag erachtete er aufgrund eines Vergleichs vom 26. Jan. 1556 mit der Äbtissin Catharina von Tecklenburg, dem zufolge er den „fünfhalben Teil“ der Abgaben aufzubringen hatte und dem gemäß schon in den Jahren 1557, 1562, 1563 und 1567 verfahren worden sein soll, als angemessen. Der Prozeß kam mehrfach für Jahre zum Erliegen, wurde 1621 neu aufgenommen und ruhte von 1658 - 1753 ganz.
AA 0627, 1602 - E 587/1906
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 1. Buchstabe E
1567 - 1801 (898 - 1753)
Enthaeltvermerke: Kläger: Irmgard von Diepholz, Äbtissin des Stifts Essen Beklagter: Kapitel, Geistliche, Bürgermeister, Rat und Gemeinde von Essen sowie Kapitel und Eingesessene von Rellinghausen Prokuratoren (Kl.): (Dr.) Heinrich Burchardts [1564] 1567 - Dr. Christopher Reifsteck [1564] 1567 - Dr. Lorenz Wildthelm [1564] 1567 - Lic. Martinus Reichard [1564] 1567 - Dr. Georg Weiniger 1570 - Lic. Philipp Seiblin 1570 - Dr. Johann Friedrich Haug 1614 - Lic. Wilhelm Fabritius 1629 - Lic. Johann Adam Bissing [1751] 1753 - Lic. (Ferdinand Wilhelm Anton?) Helffrich 1776 - Lic. (Johann Peter Paul?) Helffrich (der junge, Sohn des vorigen Anwalts) 1799 Prokuratoren (Bekl.): Dr. David Capito 1566 - Lic. Theobaldus Sylvius 1566 - Dr. Johann Grönberger 1566 - Dr. Michael Mack 1566 - Dr. Johann Höchel 1566 - Dr. Anastasius Greineisen 1566 - Dr. Michael Kaed (= Kaden?) 1566 - Lic. Amandus Wolff 1566 - Dr. Malachius Ramminger 1567 - Dr. Georgius Berlin 1567 - Dr. Jakob Friedrich Mürer 1573 - Dr. Johann Bontz 1574 - Dr. Johann Jakob Kremer 1593 - Lic. Leon Greck 1596 - Dr. Christian Schröter [1618] 1620 - Dr. Johann Georg Krapf 1622 - Dr. Johann Albert Ruland [1752] 1753 Prozeßart: Mandati die Türkensteuer betreffend Instanzen: RKG 1567 - 1801 (898 - 1753) Beweismittel: Quittung der Äbtissin Irmgard über 455 von der Stadt Essen entrichtete Batzen Türkensteuer 1567 (Q 32). Auszug aus dem Protokoll des Essener Viehhofes in der Appellationssache des Hofes Kerckfeld zu Rellinghausen 1573/74 (Q 71). Goldbulle Karls IV. vom 3. Feb. 1357 für seine Verwandte, die Äbtissin Katharina von der Mark, mit Bestätigung aller Essener Privilegien: Zwentibold 4. Juni 898 (MGH D Z 22); Otto I. 15. Jan. 947 (D O I 85), 1. März 966 (D O I 325); Otto II. 23. Juli 973 (D O II 49); Otto III. 5. Feb. 993 (D O III 114); Heinrich II. 23. Feb. 1003 (D H II 39a und b); Konrad II. 24. Mai 1028 (D K II 121; hier die falsche Datierung: „decima quarta calendas Junii“); Albrecht (Albert) 29. Aug. 1298 (RI Nr. 31); 3 Privilegien Heinrichs VII. von 1310 (Q 74). Bestätigung der Essener Privilegien durch Karl V. (1523), mit inserierten Bestätigungen Karls IV. (1357 und 1372), Wenzels (1375), (Q 75) und Bestätigung derselben durch Ferdinand 1561 (Q 76). 20 Schriftstücke zur Darstellung der Rechtsstellung des Stifts Rellinghausen 1547 - 1620, meist in doppelter Ausführung (Q 77 - 96). Reversal des Wilhelm von Eyll zu Baldeney über die Vogtei von Rellinghausen 1562, Original mit Siegel (nicht quadrangulierte Beilage nach Q 77). Beschreibung: 10 cm, 407 Bl., lose; Q 1 - 113 außer Q 54*, 103*, 106*, Q 97 im Protokoll nicht quadranguliert, aber vorhanden, 1 Beilage. Prozeß z. T. in sehr schlechtem Zustand.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:47 MESZ