Klage wegen Amtsenthebung als Schöffe, wegen Verurteilung zu einer Strafe von 50 Goldgulden aufgrund von Gehorsamsverweigerung und wegen gewaltsamer Wegführung aus der Gerichtsstube durch Bewaffnete. Forst beruft sich darauf, nicht nur vom Abt, sondern auch vom Pfalzgrafen als Advocatus des Ländchens Kornelimünster eingesetzt worden zu sein. Der Abt hatte Forst abgesetzt, weil dieser eine Unterschrift zu einer Kostenrechnung verweigerte.
Vollständigen Titel anzeigen
Klage wegen Amtsenthebung als Schöffe, wegen Verurteilung zu einer Strafe von 50 Goldgulden aufgrund von Gehorsamsverweigerung und wegen gewaltsamer Wegführung aus der Gerichtsstube durch Bewaffnete. Forst beruft sich darauf, nicht nur vom Abt, sondern auch vom Pfalzgrafen als Advocatus des Ländchens Kornelimünster eingesetzt worden zu sein. Der Abt hatte Forst abgesetzt, weil dieser eine Unterschrift zu einer Kostenrechnung verweigerte.
AA 0627, 1801 - F 489/1824
AA 0627 Reichskammergericht, Teil III: E-G
Reichskammergericht, Teil III: E-G >> 2. Buchstabe F
1724-1730 (1655-1729)
Enthaeltvermerke: Kläger: Johann Forst, Schöffe des Land- und Hauptgerichts Kornelimünster Beklagter: Hyacinthus Alphonsus, Abt von Kornelimünster Prokuratoren (Kl.): Dr. Georg Andreas Geibel 1724 - Subst.: Dr. Johann Heinrich Dietz Prokuratoren (Bekl.): Lic. Johann Conrad Helffrich [1714] 1724 - Subst.: Lic. Christian Christoph Dimpfel Prozeßart: Mandati cassatorii et restitutorii cum clausula Instanzen: RKG 1724-1730 (1655-1729) Beweismittel: Absetzungsdekret des Johann Forst durch den Abt vom 4. Jan. 1723 (Q 4). Einsetzung von sechs Schöffen in Kornelimünster durch den Pfalzgrafen 1713 (Q 12). RKG-Urteil RKG 1185 (C 820/1787 ?) in Sachen Gemeindeverordnete des Ländleins Kornelimünster ./. Abt von Kornelimünster 30. Okt. 1722 (Q 13). Urteil des Prozesses RKG 1176 (C 811/1778) in Sachen Mannen von Lehen und Schöffen zu Kornelimünster ./. Abt von Kornelimünster wegen Schöffenabsetzung 1655 (Q 15). Zeugnisse der Schöffen und Einwohner von Kornelimünster für den Kläger 1724 (Q 21, 22). Zeugnis der Schöffen von Brauweiler über den Vater des Klägers 1724 (Q 29). RKG-Urteil 1730 (109-112). Beschreibung: 3 cm, 121 Bl., lose; Q 1-36, 5 Beilagen.
Sachakte
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
28.04.2026, 08:24 MESZ