Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Bayern e.V. (Bestand)
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SDW
Bayerisches Hauptstaatsarchiv (Archivtektonik) >> Beständetektonik des Bayerischen Hauptstaatsarchivs >> 5 Abteilung V: Nachlässe und Sammlungen >> 5.2 Verbandsschriftgut >> 5.2.3 Ernährungswesen, Land- und Forstwirtschaft, Natur und Umwelt, Energie
1853-2000
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Bayern: Für die folgenden Angaben sind als Quellen der Verwaltungsvorgang 128-1 in der Handregistratur des Referenten für Vereins- und Verbandsschriftgut und der Handzettel "Wir über uns" der SDW, LV Bayern e.V. herangezogen worden.
1. Vereinsgeschichte:
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (im Folgenden SDW) formierte sich im Jahr 1947 zunächst als Interessengemeinschaft gegen den Missbrauch des sogenannten Reparationseinschlags der Alliierten in den heimischen Wäldern, konzentrierte sich nach Einstellung dieser auch "Hiebe" genannten Reparationsleistungen dann auf die Wohlfahrtswirkungen des Waldes.
Vereinszweck der SDW ist die Förderung der Landespflege, des Naturschutzes, insbesondere des Baum- und Waldschutzes, sowie die fachliche Beteiligung und Stellungnahme an und zu öffentlichen, in die Naturgegebenheiten eingreifenden Planungen. Der Verein betreibt intensiv Jugendarbeit. Er ist als Naturschutzverband nach § 29 des Bundesnaturschutzgesetzes i.V. mit § 42 des Bayerischen Naturschutzgesetzes anerkannt.
Der Landesverband Bayern e.V. wurde im Jahre 1949, zwei Jahre nach dem länderübergreifenden Dachverband, gegründet. Die Schäden durch Reparationshiebe spielten in Bayern eine vergleichsweise geringe Rolle, so dass sich der Landesverband mehr der Öffentlichkeitsarbeit durch den "Tag des Baumes" insbesondere in den Schulen, in enger Verbindung mit der Forstverwaltung, widmen konnte, Seine Vorsitzenden waren stets namhafte Persönlichkeiten der bayerischen Politik und Verwaltung wie Anton Pfeiffer, Rudolf Hanauer und Simon Nüssel. Vorsitzender zum Zeitpunkt der Abgabe an das Bayerische Hauptstaatsarchiv war Landtagspräsident Johann Böhm, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es Staatsminister a.D. Josef Miller. Unter dem Dach der SDW wirken die folgenden Arbeitskreise: Arbeitskreis der Beiräte in den Regionalen Planungsverbänden, Arbeitskreis der Jagdbeiräte, Arbeitskreis Soldat und Umwelt, Arbeitskreis Lebensraum Wald und der Arbeitskreis Wald und Schule. Die Jugendorganisation der SDW heißt Deutsche Waldjugend (DWJ). Vereinsorgan ist die Zeitschrift "Unser Wald".
2. Bestandsgeschichte:
Der Landesverband Bayern e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dessen Geschäftsstelle sich im Gebäude des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten befindet, hatte im Jahr 2000 dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv die bis etwa 1980, in Einzelbetreffen bis 2000 reichenden Teile seiner Verwaltungsregistratur im Umfang von ca. 200 Stehordnern (13 lfm.) und eine wissenschaftliche Dokumentation über Problemfragen des Umweltschutzes seit den 70er Jahren (am Fach ca. 10 lfm., bei liegender Aufbewahrung erheblich weniger) zur Archivierung angeboten.
Das verzeichnete Schriftgut des Bestands "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Bayern e.V." kam in den Jahren 2001/2002 auf der Basis eines Schenkungsvertrags (Oktober/November 2001) an das Bayerische Hauptstaatsarchiv.
Das übernommene Schriftgut war in vier Gruppen unterteilt:
Gruppe A = Altarchiv (alte Registraturzeichen A 1 bis A 180)
Gruppe B = Verbandsarchiv (alte Registraturzeichen B 1 bis B 103)
Gruppe C = Facharchiv (alte Registraturzeichen C 1 bis C 238)
Gruppe D = Facharchiv (alte Registraturzeichen D 1 bis 139)
Gruppe E = Nachlass Dr. Erich Hornsmann (15 Kartons mit insgesamt 135 Einheiten)
Die Gruppen C und D werden von der SDW als "Dokumentationen" bezeichnet. In der Tat finden sich dort ausschließlich Drucksachen (Zeitungsausschnitte, Abdrucke, Broschüren etc.). Der Verein hatte zum Zeitpunkt der Abgabeverhandlungen 2000 entsprechend auch eine andere Behandlung als die Archivierung ins Spiel gebracht, z.B. eine Abgabe an die Studienfakultät Forstwissenschaft der Technischen Universität München.
Die Gruppe E wurde aus dem Bestand herausgelöst und als eigener Bestand "Nachlass Dr. Erich Hornsmann" verzeichnet.)
Über die "größere Anzahl von Filmrollen (16 mm) naturkundlichen Inhalts und von Bildern, die ebenfalls abgegeben werden könnten" (vgl. Aktenvermerk Dr. Lauchs GZ 717/128-1 vom 04.02.2000) ist gegenwärtig nichts weiter bekannt. Eventuell wurde damals auf die Übernahme verzichtet. Im oben erwähnten Aktenvermerk heißt es: "Ihre Übernahme bereitet jedoch zweifellos insofern Schwierigkeiten, als die grundlegenden Voraussetzungen für eine sachgerechte Aufbewahrung und Verwendung (z.B. Projektor) fehlen. Andererseits dürfte das Material ohne die Sicherung der Archivierung verloren sein."
Das vorliegende Findbuch entstand über einen Zeitraum von elf Jahren und wurde von vier Bearbeitern erstellt. Den Anfang machte Frau Bärbel Köhler (2004 bis 2011), den Abschluss leisteten Herr Steve Kaiser und Herr Florian Schmidt unter Betreuung von Herrn Heinz-Jürgen Weber (2015). Die redaktionelle Überarbeitung und den Ausdruck in und aus der Erschließungssoftware FAUST erledigte Herr Heinz-Jürgen Weber.
Frau Köhler verzeichnete die Aktengruppen A und B komplett, sowie einen Großteil der Aktengruppe C, insgesamt 722 Einheiten. Die Herren Kaiser und Schmidt bearbeiteten gemeinsam das verbleibende Schriftgut der Aktengruppe C sowie die Aktengruppe D, insgesamt 307 Einheiten. Im Endeffekt liegen nun für die Aktengruppen A und B 445 Betreffseinheiten bzw. 13,70 lfm. und für die Aktengruppen C und D 584 Betreffseinheiten bzw. 20,70 lfm. vor, in summa 1.029 Betreffseinheiten und 34,40 lfm.
Aus der Verzeichnungsarbeit im Jahr 2015 sind die folgenden Aktionen und Feststellungen hervorzuheben:
- Die Akten mit den alten Registerzeichen C 155 und C 156 sind bereits in FAUST erfasst gewesen, ließen sich jedoch am Fach nicht auffinden.
- Die bearbeiteten Aktengruppen C und D enthielten beinahe ausschließlich Drucksachen (vergl. Gliederungspunkt 10. Materialsammlungen). In Aktengruppe D befand sich zudem in vielen Fällen eine analoge Überlieferung wie in Aktengruppe C. Diese festgestellten Doppelstücke wurden nachkassiert.
- Es konnte auf eine vorhandene Gliederung zurückgegriffen werden. Da es sich jedoch bei dem zu verzeichnenden Material ausschließlich um eine Materialsammlung zu den
Themen Wald, Forstwirtschaft und Umweltpolitik handelt, musste der einschlägige Gliederungspunkt 10. entsprechend weiter untergliedert werden.
- Für die Vergabe der Bestellnummern wurden die Objekte in FAUST in dieser hierarchischen Ordnung sortiert: 1. Innere Gliederung, 2. Betreff nach Alphabet, Laufzeit. Diese Gesamtgliederung erschien dem Endredakteur als die für die Benutzung des Findbuchs günstigste.
3. Bestellweise:
Zu bestellen ist der Bestand unter
SDW & Bestellnummer
18.11.2015
Heinz-Jürgen Weber
1. Vereinsgeschichte:
Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (im Folgenden SDW) formierte sich im Jahr 1947 zunächst als Interessengemeinschaft gegen den Missbrauch des sogenannten Reparationseinschlags der Alliierten in den heimischen Wäldern, konzentrierte sich nach Einstellung dieser auch "Hiebe" genannten Reparationsleistungen dann auf die Wohlfahrtswirkungen des Waldes.
Vereinszweck der SDW ist die Förderung der Landespflege, des Naturschutzes, insbesondere des Baum- und Waldschutzes, sowie die fachliche Beteiligung und Stellungnahme an und zu öffentlichen, in die Naturgegebenheiten eingreifenden Planungen. Der Verein betreibt intensiv Jugendarbeit. Er ist als Naturschutzverband nach § 29 des Bundesnaturschutzgesetzes i.V. mit § 42 des Bayerischen Naturschutzgesetzes anerkannt.
Der Landesverband Bayern e.V. wurde im Jahre 1949, zwei Jahre nach dem länderübergreifenden Dachverband, gegründet. Die Schäden durch Reparationshiebe spielten in Bayern eine vergleichsweise geringe Rolle, so dass sich der Landesverband mehr der Öffentlichkeitsarbeit durch den "Tag des Baumes" insbesondere in den Schulen, in enger Verbindung mit der Forstverwaltung, widmen konnte, Seine Vorsitzenden waren stets namhafte Persönlichkeiten der bayerischen Politik und Verwaltung wie Anton Pfeiffer, Rudolf Hanauer und Simon Nüssel. Vorsitzender zum Zeitpunkt der Abgabe an das Bayerische Hauptstaatsarchiv war Landtagspräsident Johann Böhm, zum gegenwärtigen Zeitpunkt ist es Staatsminister a.D. Josef Miller. Unter dem Dach der SDW wirken die folgenden Arbeitskreise: Arbeitskreis der Beiräte in den Regionalen Planungsverbänden, Arbeitskreis der Jagdbeiräte, Arbeitskreis Soldat und Umwelt, Arbeitskreis Lebensraum Wald und der Arbeitskreis Wald und Schule. Die Jugendorganisation der SDW heißt Deutsche Waldjugend (DWJ). Vereinsorgan ist die Zeitschrift "Unser Wald".
2. Bestandsgeschichte:
Der Landesverband Bayern e.V. der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, dessen Geschäftsstelle sich im Gebäude des Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten befindet, hatte im Jahr 2000 dem Bayerischen Hauptstaatsarchiv die bis etwa 1980, in Einzelbetreffen bis 2000 reichenden Teile seiner Verwaltungsregistratur im Umfang von ca. 200 Stehordnern (13 lfm.) und eine wissenschaftliche Dokumentation über Problemfragen des Umweltschutzes seit den 70er Jahren (am Fach ca. 10 lfm., bei liegender Aufbewahrung erheblich weniger) zur Archivierung angeboten.
Das verzeichnete Schriftgut des Bestands "Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Bayern e.V." kam in den Jahren 2001/2002 auf der Basis eines Schenkungsvertrags (Oktober/November 2001) an das Bayerische Hauptstaatsarchiv.
Das übernommene Schriftgut war in vier Gruppen unterteilt:
Gruppe A = Altarchiv (alte Registraturzeichen A 1 bis A 180)
Gruppe B = Verbandsarchiv (alte Registraturzeichen B 1 bis B 103)
Gruppe C = Facharchiv (alte Registraturzeichen C 1 bis C 238)
Gruppe D = Facharchiv (alte Registraturzeichen D 1 bis 139)
Gruppe E = Nachlass Dr. Erich Hornsmann (15 Kartons mit insgesamt 135 Einheiten)
Die Gruppen C und D werden von der SDW als "Dokumentationen" bezeichnet. In der Tat finden sich dort ausschließlich Drucksachen (Zeitungsausschnitte, Abdrucke, Broschüren etc.). Der Verein hatte zum Zeitpunkt der Abgabeverhandlungen 2000 entsprechend auch eine andere Behandlung als die Archivierung ins Spiel gebracht, z.B. eine Abgabe an die Studienfakultät Forstwissenschaft der Technischen Universität München.
Die Gruppe E wurde aus dem Bestand herausgelöst und als eigener Bestand "Nachlass Dr. Erich Hornsmann" verzeichnet.)
Über die "größere Anzahl von Filmrollen (16 mm) naturkundlichen Inhalts und von Bildern, die ebenfalls abgegeben werden könnten" (vgl. Aktenvermerk Dr. Lauchs GZ 717/128-1 vom 04.02.2000) ist gegenwärtig nichts weiter bekannt. Eventuell wurde damals auf die Übernahme verzichtet. Im oben erwähnten Aktenvermerk heißt es: "Ihre Übernahme bereitet jedoch zweifellos insofern Schwierigkeiten, als die grundlegenden Voraussetzungen für eine sachgerechte Aufbewahrung und Verwendung (z.B. Projektor) fehlen. Andererseits dürfte das Material ohne die Sicherung der Archivierung verloren sein."
Das vorliegende Findbuch entstand über einen Zeitraum von elf Jahren und wurde von vier Bearbeitern erstellt. Den Anfang machte Frau Bärbel Köhler (2004 bis 2011), den Abschluss leisteten Herr Steve Kaiser und Herr Florian Schmidt unter Betreuung von Herrn Heinz-Jürgen Weber (2015). Die redaktionelle Überarbeitung und den Ausdruck in und aus der Erschließungssoftware FAUST erledigte Herr Heinz-Jürgen Weber.
Frau Köhler verzeichnete die Aktengruppen A und B komplett, sowie einen Großteil der Aktengruppe C, insgesamt 722 Einheiten. Die Herren Kaiser und Schmidt bearbeiteten gemeinsam das verbleibende Schriftgut der Aktengruppe C sowie die Aktengruppe D, insgesamt 307 Einheiten. Im Endeffekt liegen nun für die Aktengruppen A und B 445 Betreffseinheiten bzw. 13,70 lfm. und für die Aktengruppen C und D 584 Betreffseinheiten bzw. 20,70 lfm. vor, in summa 1.029 Betreffseinheiten und 34,40 lfm.
Aus der Verzeichnungsarbeit im Jahr 2015 sind die folgenden Aktionen und Feststellungen hervorzuheben:
- Die Akten mit den alten Registerzeichen C 155 und C 156 sind bereits in FAUST erfasst gewesen, ließen sich jedoch am Fach nicht auffinden.
- Die bearbeiteten Aktengruppen C und D enthielten beinahe ausschließlich Drucksachen (vergl. Gliederungspunkt 10. Materialsammlungen). In Aktengruppe D befand sich zudem in vielen Fällen eine analoge Überlieferung wie in Aktengruppe C. Diese festgestellten Doppelstücke wurden nachkassiert.
- Es konnte auf eine vorhandene Gliederung zurückgegriffen werden. Da es sich jedoch bei dem zu verzeichnenden Material ausschließlich um eine Materialsammlung zu den
Themen Wald, Forstwirtschaft und Umweltpolitik handelt, musste der einschlägige Gliederungspunkt 10. entsprechend weiter untergliedert werden.
- Für die Vergabe der Bestellnummern wurden die Objekte in FAUST in dieser hierarchischen Ordnung sortiert: 1. Innere Gliederung, 2. Betreff nach Alphabet, Laufzeit. Diese Gesamtgliederung erschien dem Endredakteur als die für die Benutzung des Findbuchs günstigste.
3. Bestellweise:
Zu bestellen ist der Bestand unter
SDW & Bestellnummer
18.11.2015
Heinz-Jürgen Weber
1029
Bestand
Akten
deutsch
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
03.04.2025, 11:05 AM CEST
Hierarchy
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