A Rep. 082-11 Niederbarnimer Eisenbahn-Aktien-Gesellschaft (Bestand)
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A Rep. 082-11
Landesarchiv Berlin (Archivtektonik) >> A Bestände vor 1945 >> A 6 Unternehmen der Wirtschaft >> A 6.2 Unternehmen der privaten Wirtschaft >> A Rep. 082 Eisenbahngesellschaften, Klein- und Privatbahnen
1901 - 1951
Vorwort: A Rep. 082-11 Niederbarnimer Eisenbahn AG
1. Institutionsgeschichte
Die später ‚Heidekrautbahn' genannte Bahnverbindung entstand als ‚Reinickendorf-Liebenwalde-Groß Schönebecker Eisenbahn AG'. Diese Gesellschaft erbaute und betrieb eine Verbindung von Rosenthal bei Reinickendorf (heute S-Bahnhof Wilhelmsruh) bis nach Liebenwalde. Am 21. Mai 1901 wurde der Streckenabschnitt Reinickendorf-Liebenwalde für den Personenverkehr in Betrieb genommen, im selben Jahr kann auch noch ein Anschlussgleis von Schönholz nach Rosenthal hinzu. Sieben Jahre später, 1908, wurde auch ein Verbindungsgleis zur ‚Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde' gebaut, die seit 1907 eine Strecke vom Magerviehhof in Friedrichsfelde zum Tegeler Hafen betrieb.
1925 übernahm die Reinickendorf-Liebenwalde-Groß Schönebecker Eisenbahn die Tegel-Friedrichsfelder Industriebahngesellschaft ganz. Zwei Jahre später benannte sich die Gesellschaft in ‚Niederbarnimer Eisenbahn AG' um.
Bereits in den dreißiger Jahren hatte die sogenannte Heidekrautbahn eine derartige Bedeutung, dass die Elektrifizierung der Strecke geplant war.
Im Jahre 1943 war die Stadt Berlin mit rund 67 Prozent des Kapitals Hauptaktionär der ‚Niederbarnimer Eisenbahn AG', weitere Aktionäre waren der Kreis Niederbarnim (26 Prozent), die Provinz Brandenburg (sechs Prozent) und anliegende Gemeinden. Sitz der Gesellschaft war bis Ende des Krieges ein Bürohaus in Berlin-Wilhelmsruh in der Fontanestraße 21. Betriebsstelle der Bahn war zunächst der Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh, später der Bahnhof Basdorf.
2. Bestandsgeschichte
1946 wurde das Vermögen der NBE wie auch anderer brandenburgischer Kleinbahnen von der sowjetischen Verwaltung enteignet. 1948 übernahm eine neu gegründete ‚Vereinigung Volkseigener Betriebe Landesbahnen Brandenburg' Betriebsvermögen und Betriebszuständigkeit der Kleinbahnen. 1949 wurde deren Betrieb dann von der Deutschen Reichsbahn übernommen.
Die bei den Gesellschaften vorhandenen Altunterlagen waren bei der Enteignung mit übernommen worden. Sie wurden schließlich zusammen mit anderen Vorkriegsunterlagen der Reichsbahndirektion Berlin in einem Betriebsgebäude am Schöneberger Ufer gelagert. Zu diesem Archiv hatten nur wenige Mitarbeiter der RBD Zutritt, da er sich auf Westberliner Gebiet befand.
1997 gab die DB AG das gesamte Archiv der Reichsbahndirektion Berlin an das Landesarchiv Berlin ab, wo die Vorkriegsunterlagen des Archivs zuerst geschlossen unter der Repositur A Rep. 080 geführt wurden.
Im Zuge der Bearbeitung und Neuordnung dieser Überlieferung wurden die Unterlagen verstaatlichter ehemals selbstständiger Klein- und Nebenbahnen aus der A Rep. 080 herausgelöst und als Bestandsserie A Rep. 082 neu formiert. Die Vorkriegsüberlieferung der NBE erhielt dabei die Repositur A Rep. 082-11.
Die vorhandenen 38 AE wurden neu signiert, kartoniert und in AUGIAS-Archiv neu erschlossen.
Der Bestand umfasst jetzt 38 AE (0,75 lfm.).
Er wird folgendermaßen zitiert: LA Berlin, A Rep. 082-11, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 080; C Rep. 309
4. Literatur
Tombrink, Sven: 100 Jahre Heidekrautbahn / Geschichte und Geschichten (Hrsg.: NEB) 2001, GVE e.V.
Preuß, Erich: Die Niederbarnimer Eisenbahn - Von Berlin ins Heidekraut
Berlin 2001 (Transpress)
Preuß, Erich: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern. Berlin 1994 (transpress-Verlag)
Berlin, November 2011 Martin Luchterhandt
1. Institutionsgeschichte
Die später ‚Heidekrautbahn' genannte Bahnverbindung entstand als ‚Reinickendorf-Liebenwalde-Groß Schönebecker Eisenbahn AG'. Diese Gesellschaft erbaute und betrieb eine Verbindung von Rosenthal bei Reinickendorf (heute S-Bahnhof Wilhelmsruh) bis nach Liebenwalde. Am 21. Mai 1901 wurde der Streckenabschnitt Reinickendorf-Liebenwalde für den Personenverkehr in Betrieb genommen, im selben Jahr kann auch noch ein Anschlussgleis von Schönholz nach Rosenthal hinzu. Sieben Jahre später, 1908, wurde auch ein Verbindungsgleis zur ‚Industriebahn Tegel-Friedrichsfelde' gebaut, die seit 1907 eine Strecke vom Magerviehhof in Friedrichsfelde zum Tegeler Hafen betrieb.
1925 übernahm die Reinickendorf-Liebenwalde-Groß Schönebecker Eisenbahn die Tegel-Friedrichsfelder Industriebahngesellschaft ganz. Zwei Jahre später benannte sich die Gesellschaft in ‚Niederbarnimer Eisenbahn AG' um.
Bereits in den dreißiger Jahren hatte die sogenannte Heidekrautbahn eine derartige Bedeutung, dass die Elektrifizierung der Strecke geplant war.
Im Jahre 1943 war die Stadt Berlin mit rund 67 Prozent des Kapitals Hauptaktionär der ‚Niederbarnimer Eisenbahn AG', weitere Aktionäre waren der Kreis Niederbarnim (26 Prozent), die Provinz Brandenburg (sechs Prozent) und anliegende Gemeinden. Sitz der Gesellschaft war bis Ende des Krieges ein Bürohaus in Berlin-Wilhelmsruh in der Fontanestraße 21. Betriebsstelle der Bahn war zunächst der Bahnhof Berlin-Wilhelmsruh, später der Bahnhof Basdorf.
2. Bestandsgeschichte
1946 wurde das Vermögen der NBE wie auch anderer brandenburgischer Kleinbahnen von der sowjetischen Verwaltung enteignet. 1948 übernahm eine neu gegründete ‚Vereinigung Volkseigener Betriebe Landesbahnen Brandenburg' Betriebsvermögen und Betriebszuständigkeit der Kleinbahnen. 1949 wurde deren Betrieb dann von der Deutschen Reichsbahn übernommen.
Die bei den Gesellschaften vorhandenen Altunterlagen waren bei der Enteignung mit übernommen worden. Sie wurden schließlich zusammen mit anderen Vorkriegsunterlagen der Reichsbahndirektion Berlin in einem Betriebsgebäude am Schöneberger Ufer gelagert. Zu diesem Archiv hatten nur wenige Mitarbeiter der RBD Zutritt, da er sich auf Westberliner Gebiet befand.
1997 gab die DB AG das gesamte Archiv der Reichsbahndirektion Berlin an das Landesarchiv Berlin ab, wo die Vorkriegsunterlagen des Archivs zuerst geschlossen unter der Repositur A Rep. 080 geführt wurden.
Im Zuge der Bearbeitung und Neuordnung dieser Überlieferung wurden die Unterlagen verstaatlichter ehemals selbstständiger Klein- und Nebenbahnen aus der A Rep. 080 herausgelöst und als Bestandsserie A Rep. 082 neu formiert. Die Vorkriegsüberlieferung der NBE erhielt dabei die Repositur A Rep. 082-11.
Die vorhandenen 38 AE wurden neu signiert, kartoniert und in AUGIAS-Archiv neu erschlossen.
Der Bestand umfasst jetzt 38 AE (0,75 lfm.).
Er wird folgendermaßen zitiert: LA Berlin, A Rep. 082-11, Nr. …
3. Verweise
LAB A Rep. 080; C Rep. 309
4. Literatur
Tombrink, Sven: 100 Jahre Heidekrautbahn / Geschichte und Geschichten (Hrsg.: NEB) 2001, GVE e.V.
Preuß, Erich: Die Niederbarnimer Eisenbahn - Von Berlin ins Heidekraut
Berlin 2001 (Transpress)
Preuß, Erich: Archiv deutscher Klein- und Privatbahnen: Brandenburg / Mecklenburg-Vorpommern. Berlin 1994 (transpress-Verlag)
Berlin, November 2011 Martin Luchterhandt
Bestand
Verwandte Verzeichnungseinheiten: LAB A Rep. 080 Eisenbahndirektion Berlin
LAB C Rep. 309 Reichsbahndirektion Berlin
LAB C Rep. 309 Reichsbahndirektion Berlin
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
Search in Archivportal-D
You may find additional archival material on this person or organization not related to Wiedergutmachung in the Archivportal-D.
Additional information on reason for persecution
Additional or more specific information on membership and group affiliation which were the reason for the persecution.
Für nähere Informationen zu Nutzungs- und Verwertungsrechten kontaktieren Sie bitte info@landesarchiv.berlin.de.
22.08.2025, 11:21 AM CEST
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