Zeugenaussagen über das Weiderecht der Abtei Steinfeld im Rosen- oder Echtertal. Der Notar Reiner van den Panhuis, Priester der Diözese Lüttich, bekundet: Am 16. Juli 1542, nachmittags gegen 2 Uhr erschienen vor ihm Jakob, Abt, Egidius, Prior, Mattheis, Kellner der Abtei Steinfeld, sowie die eigens dazu berufenen Peter Heisgen, Contzen Jan, Pauwels Thorn Halfen, Heinsgen von Wahlen und Vethein. Der Abt von Steinfeld fragte sie folgendes: Es sei ihnen zweifellos bekannt, dass die Nachbarn von Nettersheim (Nachterschem) vor kurzem Steinfelder Kühe und Vieh bei Rosendall oder Echterdall gepfändet haben. Da sie von hohem Alter und hier geboren und aufgewachsen seien, bittet Abt Jakob sie um unparteiische Aussage über den Weidgang. Peter Heisgen, etwa 70 Jahre alt, sagt: Er hat das Vieh der Abtei an den genannten Stellen immer ungehindert von den Nachbarn von Nettersheim geweidet. Contzen Jan, ungefähr 70 Jahre alt, und Pauwels Thorn, ungefähr 75 Jahre alt, bekunden dasselbe. Heinsgen von Wahlen, ungefähr 50 Jahre alt, sagt, er habe vor 30 Jahren die Schafe der Abtei auf den strittigen Plätzen ungepfändet gehütet und niemals von einem Abtreiben gehört. Vethein, ungefähr 50 Jahre alt, bekundet, dass er über zwei Jahre lang die Marmagener Kühe gehütet habe und die Kühe und Schafe der Abtei auf den genannten Plätzen ungehindert geweidet habe. Zeugen: Heinrich von Lückerath (Luckenroidt) und Kippen Wilhelm von Eicks (Eyxs). Unterschrift und Signet des Notars.

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Landesarchiv Nordrhein-Westfalen. Abteilung Rheinland
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