Schuldverschreibung über 5000 fl der Eheleute Wilhelm Friedrich Maximilian Epplin und Margaretha Epplin für das Haus am Weinmarkt am Eck gelegen [= S 78, Winklerstr. 31].
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E 4/180 Nr. 24
E 4/180 Hausarchiv Winklerstr. 31
Hausarchiv Winklerstr. 31
16.02.1767
Ich Wilhelm Friedrich Maximilian Epplin Bürger und Specereyhändler alhier, und neben Ihme ich Margaretha deßen Ehe-Consortin, urkunden und bekennen welchergestalten [...] Herr Martin Forster Kauff- und Handelsherr alhier, auf unser beschehenes Ansuchen und geziemendes Bitten [...] zu ferneren Überlaßung derjenigen Fünff Taußend Gulden Corrent, [...] so die Math. Ludwig Wernerische Eheleuthe zu Erkauffung ihrer in St. Sebalder Pfarr gegen der Sebalder Kirche an der Schußtergaß Eckfrey liegenden frey lauter und eigenen, sodann aber von gedachter Wernerischen Wittib und resp. Erben pro 6600 fl unsern seel. Eltern, und resp. Schwigereltern S.T. Herrn Caspar Ebert Bürger und Specerey-Händler alhier käufflich überlaßenen Behaußung, von Herrn Kriegs-Commissario Hoffmann laut obligation, wie auch vermög Cession von Herrn Johann Georg Müller, Marcktsadjuncto alhier aufgenommen gehabt, welches Capital aber nachgehends von S.T. Frauen Maria Magdalena Forsterin, den 5-ten Febr. des längstabgewichenen 1725-sten Jahrs, laut ausgeferttigter Obligation und respective Cession ist ausgelößt und unsern seel. Eltern und respective Schwiegereltern, denen Caspar Ebertischen Eheconsorten vermög Obligation de dato 5. Nov. 1725 auf solcher Behaußung stehend gelaßen, und unverneuerlich anvertrauet worden, auch auf obwohl mentionirten Frauen Maria Magdalena Forsterin tödtlichen Hintritt von ihrem Herrn Sohn obwohlernanten Herrn Martin Forster dieses Capital der fünff Tausent Gulden Corrent unsern seel. Eltern und resptive Schwiegereltern, Zeit ihres Lebens ferner unverenterlich in Handen geblieben, nachdeme aber auf nunmehro unserer mehrersagten Eltern und respte. Schwiegereltern gleichfals erfolgten seel. Absterben, wir Eingangs ernannte Wilhelm Fried. Max. Epplinische Eheconsorten dieses offterwehnte Capital der fünff Taußend Gulden Corrent von S.T. Herrn Martin Forstern uns auf unser beschehenes Ansuchen fernerhin ohnverenterlich in Handen zulaßen, resolvirt. [...] So geschehen Nürnberg den 16. February Anno 1767Unterschriften und Siegel: Johann Seidel; Conrad Filzhoffer, als Genannte und erbetene Beistände; Wilhelm Friedr. Max. Epplin und Margaretha EpplinNachtrag: Nachdeme Tit. Herr Wilhelm Friedrich Maximilian Epplin und frau Margaretha, deßen Eheliebste, an denen hierinnen verbrieften, [...] 1772 aufgekündigten 5000 fl Capital in Corrent, Tit. Herrn Georg Magnus Drexel, als Innhabern dießer Obligation, heute Dato gegen deßen besonders darüber ausgestellte Quittung, Zweytaussend und fünffhundert Gulden [...] die völlige Obligations Summam [...] baar bezahlet, sodass nur noch 3000 Gulden übrig bleiben. Nürnberg den 28. Januar 1773Quittung über die 2500 fl liegt bei.
Umfang/Beschreibung: 7 Bl.
Archivale
Indexbegriff Sache: Klassifikation E/F-Bestände: E 4/180 - Winklerstr. 31
Drexel, Georg Magnus
Ebert, Caspar (N-sel)
Epplin, Margaretha
Epplin, Wilhelm Friedrich Maximillian
Eppling, Wilhelm Friedrich Maximillian
Filzhofer, Conrad
Forster, Maria Magdalena (N-sel)
Forster, Martin
Hofmann, N
Müller, Johann Georg
Seidel, Johann
Werner, Mathäus Ludwig (N-sel)
Schustergasse
Sebalduskirche
Weinmarkt
Winklerstr.
Winklerstr. 31
Winklerstr. 31 - S 78
Winklerstr.
Schustergasse
Sebalduskirche
Weinmarkt
Schuldverschreibung
Obligation
Haus
Spezereihändler
Abzahlung
Schuldenbezahlung
Nachtrag
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
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Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
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Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
05.06.2025, 13:02 MESZ