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Landratsämter: Kreis Wetzlar (Bestand)
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Enthält: Akten 1815-1942
Inhalt:
Hoheitssachen (insbes. Reichstags- und Landtagswahlen),
Kreis- und Gemeindeverwaltung (namentlich Gemeindebesitzungen und -finanzen),
Justizsachen (auch Reichskammergericht: Archiv, Benutzung der Akten),
Finanzen, Steuern und Zölle,
Kirchen und Schulen,
Judensachen (1815-1884),
Domänen und Forsten,
Ablösungen und Zehntsachen,
Landwirtschaft,
Handel, Gewerbe und Industrie,
Verkehr (auch Eisenbahnen),
Polizei (insbes. politische und Baupolizei),
Gesundheitswesen,
Statistik,
öffentliche Bauten,
Militärangelegenheiten,
milde Stiftungen und Stipendien.
Darunter auch Akten der solms'schen Mediatverwaltung (teils fortgeführt als selbständige Vorgänge erhalten).
Bestandsgeschichte: Zugänge 1952, 2/1965, 12/1982 ff.
Nach der Eingliederung des Kreises Wetzlar in den Regierungsbezirk Wiesbaden gab das Staatsarchiv Koblenz die bei ihm lagernden Akten im Dezember 1936 an das Staatsarchiv Wiesbaden ab.
Geschichte des Bestandsbildners: Der preußische Kreis Wetzlar entstand im Jahr 1816 aus der früheren Reichsstadt Wetzlar, dem ehemals nassauischen Amt Atzbach und den Orten Ebersgöns und Oberkleen, die vorher zu dem nassauischen Amt Cleeberg gehört hatten. Im Jahr 1822 wurde ihm der preußische Kreis Braunfels angegliedert, der im Jahr 1816 aus den mediatisierten Solmser Bürgermeistereien Aßlar, Braunfels und Hohensolms gebildet worden war. Der Kreis Wetzlar, der dem Regierungsbezirk Koblenz angehörte, umfaßte jetzt folgende Orte: Ahrdt, Albshausen, Allendorf, Altenberg, Altenkirchen, Aßlar-Klein-Altenstädten, Bechlingen, Bellersdorf, Berghausen, Bermoll, Biskirchen, Bissenberg, Blasbach, Bonbaden, Braunfels, Breitenbach, Burgsolms, Daubhausen-Greifenthal, Dillheim, Dreisbach, Edingen, Ehringshausen, Erda, Greifenstein, Griedelbach, Großaltenstädten, Hohensolms, Holzhausen, Katzenfurt, Kölschhausen, Kraftsolms, Kröffelbach, Laufdorf, Leun, Mudersbach, Münchholzhausen, Neukirchen, Niederbiel, Niedergirmes, Niederlemp, Niederquembach, Oberbiel, Oberlemp, Oberndorf, Oberquembach, Oberwetz, Reiskirchen, Schwalbach, Steindorf, Stockhausen, Tiefenbach, Ulm und Werdorf. Am 1.8.1932 (PrGSlg. S. 263, § 92, 94 u. S. 318, Nr. 13) wurden in den Kreis Wetzlar die Gemeinden Brandoberndorf, Cleeberg, Espa, Hasselborn und Weiperfelden (früher Kreis Usingen, Abt. 420) und Fellingshausen, Frankenbach, Hermannstein, Königsberg, Krumbach, Naunheim, Rodheim a.d. Bieber und Waldgirmes (früher Kreis Biedenkopf) eingegliedert. Gleichzeitig schied der Kreis Wetzlar aus dem Regierungsbezirk Koblenz aus und wurde in den Regierungsbezirk Wiesbaden eingegliedert.
Findmittel: Online-Datenbank (Arcinsys)
Findmittel: Findbuch von Albina Schulz-Luckenbach, 1997
32 m
Bestand
Literatur: August Schoenwerk: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. Wetzlar 1975, 2. Auflage.
Literatur: Walter Hubatsch (Hrsg.): Grundriß zur deutschen Verwaltungsgeschichte 1815-1945, Reihe A: Preußen, Bd. 7: Rheinland, bearb. von Rüdiger Schütz. Marburg 1978, S. 161 ff.
Literatur: Friedrich Kilian Abicht: Der Kreis Wetzlar, historisch, statistisch und topographisch dargestellt. 3 Bände, Wetzlar 1836-1837.
Dillheim
Mudersbach
Krumbach
Naunheim
Aßlar
Bellersdorf
Königsberg
Greifenstein
Ehringshausen
Kröffelbach
Tiefenbach b. Wetzlar
Münchholzhausen
Griedelbach
Niederlemp
Blasbach
Atzbach
Burgsolms
Allendorf b. Wetzlar
Rodheim a.d. Bieber
Edingen
Neukirchen
Fellinghausen
Oberwetz
Altenberg
Kölschhausen
Holzhausen b. Wetzlar
Braunfels
Hermannstein
Weiperfelden
Schwalbach b. Wetzlar
Bissenberg
Biskirchen
Hohensolms
Großaltenstädten
Katzenfurt
Oberndorf b. Wetzlar
Klein-Altenstädten
Reiskirchen
Breitenbach b. Wetzlar
Erda
Bermoll
Oberlemp
Niederbiel
Ulm
Frankenbach
Albshausen
Cleeberg
Oberbiel
Seindorf
Ebersgöns
Bonbaden
Kraftsolms
Brandoberndorf
Dreisbach b. Wetzlar
Laufdorf
Oberkleen
Stockhausen b. Wetzlar
Espa
Leun
Werdorf
Niederquembach
Bechlingen
Oberquembach
Ahrdt
Daubhausen-Greifenthal
Waldgirmes
Wetzlar
Berghausen b. Greifenstein
Altenkirchen b. Wetzlar
Niedergirmes
Hasselborn
Angaben zum entzogenen Vermögen
Sonstige Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
Es gelten die Nutzungsbedingungen der Staatsarchive in Hessen.