Sankt Blasien (Bestand)
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Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe, 99
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Generallandesarchiv Karlsruhe (Archivtektonik) >> Ältere Bestände (vornehmlich aus der Zeit des Alten Reichs) >> Akten >> Kleinere geistliche Territorien >> St. Blasien
963-1840
Überlieferungsgeschichte
Unter den Benediktinerklöstern im Südwesten nahm St. Blasien eine besondere Stellung ein, da der Abt einerseits zum vorderösterreichischen Prälatenstand zählte, andererseits mit dem Erwerb der reichsunmittelbaren Herrschaft Bonndorf (1613/14) in das Grafenkollegium aufgenommen wurde (vgl. GLA 109). Die Inkorporation der Wilhelmitenklöster Mengen, Sion und Oberried von 1725 und der Kauf der Herrschaft Staufen-Kirchhofen von 1738 erweiterten den Herrschaftsbereich noch einmal beträchtlich (vgl. GLA 22, 223 und 229 Oberried).
Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts existierte im Kloster St. Blasien neben dem Archiv des Abtes ein Archiv des Konvents, das Geistliche Hofarchiv. Auch nach der nominellen Vereinigung der beiden Archive wurde es offenbar als gesonderter Bestand behandelt und mit wichtigen Akten zur Klosterverfassung weitergeführt. Bei der Säkularisation bildete es den Kern dessen, was der Konvent an Archivalien aus St. Blasien mitnahm (vgl. GLA 11). Sie werden heute in St. Paul in Kärnten verwahrt und sind wie die Urkunden über Filme im Generallandesarchiv benutzbar.
An den badischen Staat fiel dagegen 1806 der größere, "äbtische" Teil des Archivs, der über das Provinzialarchiv in Freiburg 1840 in das Generallandesarchiv gelangte. Die Registraturen und Archive der sanktblasianischen Propsteien und Pflegen - die zum Teil beim Mutterkloster zentralisiert worden waren - kamen direkt oder aus Anlaß von Karlsruher Extraditionen an die Rechtsnachfolger. So finden sich sanktblasianische Provenienzen heute auch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Priorat Mengen, Pflege Nendingen, Schaffnerei Rottweil), Staatsarchiv Aarau (Propstei Wislikofen, Priorat Sion, Ämter Kaiserstuhl und Klingnau), Staatsarchiv Basel (Amt Basel) und Staatsarchiv Zürich (Amt Stampfenbach).
Der Karlsruher Archivteil ist in bezug auf die Generalakten nicht so groß, wie es die ungewöhnlich gut erhaltenen Repertorien aus der Klosterzeit erwarten ließen (vgl. GLA 68/393-503). Ein Teil des Überlieferungsverlustes dürfte zwar bereits auf den Klosterbrand von 1768 zurückgehen, bei dem nur gerettet wurde, was bereits in das Archiv integriert worden war. Trotzdem scheint im Bereich des Wirtschafts- und Rechnungsschriftguts auch später kassiert worden zu sein. Die ortsbezogenen Akten wurden in Karlsruhe wie üblich auf die Pertinenzbestände verteilt (vgl. GLA 229).
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Bestand ist in seinen thematischen Schwerpunkten sowohl durch die Auseinandersetzung mit Vorderösterreich wie die weitreichenden Verwaltung des Klosterbesitzes geprägt. In den Sachrubriken der Generalia finden sich vereinzelt Akten zu nichtbadischen Orten.
Entstehung und Inhalt: Unter den Benediktinerklöstern im Südwesten nahm St. Blasien eine besondere Stellung ein, da der Abt einerseits zum vorderösterreichischen Prälatenstand zählte, andererseits mit dem Erwerb der reichsunmittelbaren Herrschaft Bonndorf (1613/14) in das Grafenkollegium aufgenommen wurde (vgl. GLA 109). Die Inkorporation der Wilhelmitenklöster Mengen, Sion und Oberried von 1725 und der Kauf der Herrschaft Staufen-Kirchhofen von 1738 erweiterten den Herrschaftsbereich noch einmal beträchtlich (vgl. GLA 22, 223 und 229 Oberried). Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts existierte im Kloster St. Blasien neben dem Archiv des Abtes ein Archiv des Konvents, das Geistliche Hofarchiv. Auch nach der nominellen Vereinigung der beiden Archive wurde es offenbar als gesonderter Bestand behandelt und mit wichtigen Akten zur Klosterverfassung weitergeführt. Bei der Säkularisation bildete es den Kern dessen, was der Konvent an Archivalien aus St. Blasien mitnahm (vgl. GLA 11). Sie werden heute in St. Paul in Kärnten verwahrt und sind wie die Urkunden über Filme im Generallandesarchiv benutzbar. An den badischen Staat fiel dagegen 1806 der größere, "äbtische" Teil des Archivs, der über das Provinzialarchiv in Freiburg 1840 in das Generallandesarchiv gelangte. Die Registraturen und Archive der sanktblasianischen Propsteien und Pflegen - die zum Teil beim Mutterkloster zentralisiert worden waren - kamen direkt oder aus Anlaß von Karlsruher Extraditionen an die Rechtsnachfolger. So finden sich sanktblasianische Provenienzen heute auch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Priorat Mengen, Pflege Nendingen, Schaffnerei Rottweil), Staatsarchiv Aarau (Propstei Wislikofen, Priorat Sion, Ämter Kaiserstuhl und Klingnau), Staatsarchiv Basel (Amt Basel) und Staatsarchiv Zürich (Amt Stampfenbach). Der Karlsruher Archivteil ist in bezug auf die Generalakten nicht so groß, wie es die ungewöhnlich gut erhaltenen Repertorien aus der Klosterzeit erwarten ließen (vgl. GLA 68/393-503). Ein Teil des Überlieferungsverlustes dürfte zwar bereits auf den Klosterbrand von 1768 zurückgehen, bei dem nur gerettet wurde, was bereits in das Archiv integriert worden war. Trotzdem scheint im Bereich des Wirtschafts- und Rechnungsschriftguts auch später kassiert worden zu sein. Die ortsbezogenen Akten wurden in Karlsruhe wie üblich auf die Pertinenzbestände verteilt (vgl. GLA 229). Der vorliegende Bestand ist in seinen thematischen Schwerpunkten sowohl durch die Auseinandersetzung mit Vorderösterreich wie die weitreichenden Verwaltung des Klosterbesitzes geprägt. In den Sachrubriken der Generalia finden sich vereinzelt Akten zu nichtbadischen Orten.
Benutzung: Der Bestand ist mikroverfilmt. Benutzung nur über Mikrofilm.
Literatur: Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 197-198. Konrad Krimm, Zur Geschichte des sanktblasianischen Archivs im 19. Jahrhundert. Eine Bestandsaufnahme anläßlich der Archivalienverfilmung in St. Paul, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 130 (1982) S. 341-346. Johann Wilhelm Braun, Das Archiv des Klosters, in: Das tausendjährige St. Blasien, Bd. 2, St. Blasien 1983, S. 201-212. Alfons Schäfer, St. Blasien, in: Helvetia Sacra Abt. III/1 Teil II, Bern 1986, S. 1166-1176. Hugo Ott, St. Blasien, in: Germania Benedictina Band V (1987) S. 146-160. Konrad Krimm, Das St. Blasianische Geistliche Hofarchiv in St. Paul, in: Schatzhaus Kärntens, Bd. 2, Klagenfurt 1991, S. 641-645.
Unter den Benediktinerklöstern im Südwesten nahm St. Blasien eine besondere Stellung ein, da der Abt einerseits zum vorderösterreichischen Prälatenstand zählte, andererseits mit dem Erwerb der reichsunmittelbaren Herrschaft Bonndorf (1613/14) in das Grafenkollegium aufgenommen wurde (vgl. GLA 109). Die Inkorporation der Wilhelmitenklöster Mengen, Sion und Oberried von 1725 und der Kauf der Herrschaft Staufen-Kirchhofen von 1738 erweiterten den Herrschaftsbereich noch einmal beträchtlich (vgl. GLA 22, 223 und 229 Oberried).
Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts existierte im Kloster St. Blasien neben dem Archiv des Abtes ein Archiv des Konvents, das Geistliche Hofarchiv. Auch nach der nominellen Vereinigung der beiden Archive wurde es offenbar als gesonderter Bestand behandelt und mit wichtigen Akten zur Klosterverfassung weitergeführt. Bei der Säkularisation bildete es den Kern dessen, was der Konvent an Archivalien aus St. Blasien mitnahm (vgl. GLA 11). Sie werden heute in St. Paul in Kärnten verwahrt und sind wie die Urkunden über Filme im Generallandesarchiv benutzbar.
An den badischen Staat fiel dagegen 1806 der größere, "äbtische" Teil des Archivs, der über das Provinzialarchiv in Freiburg 1840 in das Generallandesarchiv gelangte. Die Registraturen und Archive der sanktblasianischen Propsteien und Pflegen - die zum Teil beim Mutterkloster zentralisiert worden waren - kamen direkt oder aus Anlaß von Karlsruher Extraditionen an die Rechtsnachfolger. So finden sich sanktblasianische Provenienzen heute auch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Priorat Mengen, Pflege Nendingen, Schaffnerei Rottweil), Staatsarchiv Aarau (Propstei Wislikofen, Priorat Sion, Ämter Kaiserstuhl und Klingnau), Staatsarchiv Basel (Amt Basel) und Staatsarchiv Zürich (Amt Stampfenbach).
Der Karlsruher Archivteil ist in bezug auf die Generalakten nicht so groß, wie es die ungewöhnlich gut erhaltenen Repertorien aus der Klosterzeit erwarten ließen (vgl. GLA 68/393-503). Ein Teil des Überlieferungsverlustes dürfte zwar bereits auf den Klosterbrand von 1768 zurückgehen, bei dem nur gerettet wurde, was bereits in das Archiv integriert worden war. Trotzdem scheint im Bereich des Wirtschafts- und Rechnungsschriftguts auch später kassiert worden zu sein. Die ortsbezogenen Akten wurden in Karlsruhe wie üblich auf die Pertinenzbestände verteilt (vgl. GLA 229).
Inhalt und Bewertung
Der vorliegende Bestand ist in seinen thematischen Schwerpunkten sowohl durch die Auseinandersetzung mit Vorderösterreich wie die weitreichenden Verwaltung des Klosterbesitzes geprägt. In den Sachrubriken der Generalia finden sich vereinzelt Akten zu nichtbadischen Orten.
Entstehung und Inhalt: Unter den Benediktinerklöstern im Südwesten nahm St. Blasien eine besondere Stellung ein, da der Abt einerseits zum vorderösterreichischen Prälatenstand zählte, andererseits mit dem Erwerb der reichsunmittelbaren Herrschaft Bonndorf (1613/14) in das Grafenkollegium aufgenommen wurde (vgl. GLA 109). Die Inkorporation der Wilhelmitenklöster Mengen, Sion und Oberried von 1725 und der Kauf der Herrschaft Staufen-Kirchhofen von 1738 erweiterten den Herrschaftsbereich noch einmal beträchtlich (vgl. GLA 22, 223 und 229 Oberried). Bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts existierte im Kloster St. Blasien neben dem Archiv des Abtes ein Archiv des Konvents, das Geistliche Hofarchiv. Auch nach der nominellen Vereinigung der beiden Archive wurde es offenbar als gesonderter Bestand behandelt und mit wichtigen Akten zur Klosterverfassung weitergeführt. Bei der Säkularisation bildete es den Kern dessen, was der Konvent an Archivalien aus St. Blasien mitnahm (vgl. GLA 11). Sie werden heute in St. Paul in Kärnten verwahrt und sind wie die Urkunden über Filme im Generallandesarchiv benutzbar. An den badischen Staat fiel dagegen 1806 der größere, "äbtische" Teil des Archivs, der über das Provinzialarchiv in Freiburg 1840 in das Generallandesarchiv gelangte. Die Registraturen und Archive der sanktblasianischen Propsteien und Pflegen - die zum Teil beim Mutterkloster zentralisiert worden waren - kamen direkt oder aus Anlaß von Karlsruher Extraditionen an die Rechtsnachfolger. So finden sich sanktblasianische Provenienzen heute auch im Hauptstaatsarchiv Stuttgart (Priorat Mengen, Pflege Nendingen, Schaffnerei Rottweil), Staatsarchiv Aarau (Propstei Wislikofen, Priorat Sion, Ämter Kaiserstuhl und Klingnau), Staatsarchiv Basel (Amt Basel) und Staatsarchiv Zürich (Amt Stampfenbach). Der Karlsruher Archivteil ist in bezug auf die Generalakten nicht so groß, wie es die ungewöhnlich gut erhaltenen Repertorien aus der Klosterzeit erwarten ließen (vgl. GLA 68/393-503). Ein Teil des Überlieferungsverlustes dürfte zwar bereits auf den Klosterbrand von 1768 zurückgehen, bei dem nur gerettet wurde, was bereits in das Archiv integriert worden war. Trotzdem scheint im Bereich des Wirtschafts- und Rechnungsschriftguts auch später kassiert worden zu sein. Die ortsbezogenen Akten wurden in Karlsruhe wie üblich auf die Pertinenzbestände verteilt (vgl. GLA 229). Der vorliegende Bestand ist in seinen thematischen Schwerpunkten sowohl durch die Auseinandersetzung mit Vorderösterreich wie die weitreichenden Verwaltung des Klosterbesitzes geprägt. In den Sachrubriken der Generalia finden sich vereinzelt Akten zu nichtbadischen Orten.
Benutzung: Der Bestand ist mikroverfilmt. Benutzung nur über Mikrofilm.
Literatur: Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 197-198. Konrad Krimm, Zur Geschichte des sanktblasianischen Archivs im 19. Jahrhundert. Eine Bestandsaufnahme anläßlich der Archivalienverfilmung in St. Paul, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 130 (1982) S. 341-346. Johann Wilhelm Braun, Das Archiv des Klosters, in: Das tausendjährige St. Blasien, Bd. 2, St. Blasien 1983, S. 201-212. Alfons Schäfer, St. Blasien, in: Helvetia Sacra Abt. III/1 Teil II, Bern 1986, S. 1166-1176. Hugo Ott, St. Blasien, in: Germania Benedictina Band V (1987) S. 146-160. Konrad Krimm, Das St. Blasianische Geistliche Hofarchiv in St. Paul, in: Schatzhaus Kärntens, Bd. 2, Klagenfurt 1991, S. 641-645.
1102 Akten (Nr. 1-1060)
Bestand
Rainer Brüning/Gabriele Wüst (Bearb.), Die Bestände des Generallandesarchivs Karlsruhe, Teil 6, Bestände des Alten Reiches, insbesondere Generalakten (71-228), Stuttgart 2006, S. 197-198.
Konrad Krimm, Zur Geschichte des sanktblasianischen Archivs im 19. Jahrhundert. Eine Bestandsaufnahme anläßlich der Archivalienverfilmung in St. Paul, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 130 (1982) S. 341-346.- Johann Wilhelm Braun, Das Archiv des Klosters, in: Das tausendjährige St. Blasien, Bd. 2, St. Blasien 1983, S. 201-212.- Alfons Schäfer, St. Blasien, in: Helvetia Sacra Abt. III/1 Teil II, Bern 1986, S. 1166-1176.- Hugo Ott, St. Blasien, in: Germania Benedictina Band V (1987) S. 146-160.- Konrad Krimm, Das St. Blasianische Geistliche Hofarchiv in St. Paul, in: Schatzhaus Kärntens, Bd. 2, Klagenfurt 1991, S. 641-645.
Konrad Krimm, Zur Geschichte des sanktblasianischen Archivs im 19. Jahrhundert. Eine Bestandsaufnahme anläßlich der Archivalienverfilmung in St. Paul, in: Zeitschrift für Geschichte des Oberrheins 130 (1982) S. 341-346.- Johann Wilhelm Braun, Das Archiv des Klosters, in: Das tausendjährige St. Blasien, Bd. 2, St. Blasien 1983, S. 201-212.- Alfons Schäfer, St. Blasien, in: Helvetia Sacra Abt. III/1 Teil II, Bern 1986, S. 1166-1176.- Hugo Ott, St. Blasien, in: Germania Benedictina Band V (1987) S. 146-160.- Konrad Krimm, Das St. Blasianische Geistliche Hofarchiv in St. Paul, in: Schatzhaus Kärntens, Bd. 2, Klagenfurt 1991, S. 641-645.
Angaben zum entzogenen Vermögen
Weitere Angaben
BZK-Nr.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgt“ meint eine Person oder Organisation, die im Nationalsozialismus verfolgt wurde. Sie konnte im Rahmen der Wiedergutmachung Entschädigung oder Rückerstattung beantragen. Wenn der Antrag nicht von dem oder der Verfolgten selbst, sondern von einer anderen Person (zum Beispiel dem Sohn oder der Tochter) oder einer Organisation gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ bezeichnet und ihre Beziehung zu dem oder der Verfolgten soweit bekannt vermerkt. In den Quellen wird für die Verfolgten auch der Begriff „Geschädigte“ und für die Antragstellenden der Begriff „Anspruchsberechtigte“ verwendet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person oder Organisation über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.
03.04.2025, 11:03 MESZ