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Bestandsgeschichte: Der Domkellner führte ursprünglich den gemeinsamen Haushalt der Domherren. 1370 entzog das Domkapitel dem Dompropst die Aufsicht über das Präbendalgut und erlangte damit die Stellung eines Grundherrn über den gesamten Grundbesitz, der von dem vom Domkapitel ernannten Domkellner verwaltet wurde. Der Domkellner führte darüber hinaus die Zentralkasse und war zuständig für die Domrentmeisterei, das Haus Schöneflieth, das Gut Große Schonebeck und das domkapitularische Amt Lüdinghausen.
Form und Inhalt: In den Bestand wurden 1969 von Wilhelm Kohl alle Urkunden aufgenommen, die aus den Akten der Domkellnerei herausgelegt sind. Die Herkunft ist nach Möglichkeit in allen Fällen angegeben. Zweifelhaft bleibt nur eine Reihe von Freibriefen, die keine Rückschrift tragen, nach dem handschriftlichen älteren Vermerk ”freibrief“, der sonst bei den Domkellnereiurkunden vorkommt, aber auch hierher gehören müßten.
Außerdem wurden alle im alten analogen Repertorium der Domkellnerei enthaltenen Urkunden aufgenommen, die heute nicht mehr nachgewiesen werden können, und die in den Akten enthaltenen Originale und Abschriften bis zum Jahre 1600.
Folgende Urkunden bzw. Urkundenabschriften fehlen:
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 31 a (1367 Oktober 30)
Vor den gemeinen Schöffen zu Rheine (Rene) geben Helmych van Ghelendorpe und seine Ehefrau Lucke der Kirche zu Rheine zur Beleuchtung vor des Herrn Leichnam 1 Pfd. Wachs jährlich aus ihrem freien Wicbolde zu Rheine vor dem Markt, das früher Oldenzelterinch hieß. Zeugen: Hinrych van W(u)llen, Johan Winterinch, Ever(t) Stacht, Wessel ton Varewolde, Ludyke Lumme, Schöffen zu Rheine. Ankündigung des Schöffensiegels.
des saterdaghes na suncte Symons daghe unde Judan twyger apostole
Original , Pergament-Siegel ab.-R: Helminck zo Gellendorp (17. Jh.).
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 56 a (1428 September 18)
Johan, Hinrich, Gerd, Engelbert, Herman und Dyderich, Kinder des verstorbenen Hinrich Fransoys und seiner Ehefrau Neyzen, verkaufen vor Herman Loborge, Richter zu Lünen, an Hinrich dem Ryken die Kottstätte zu Horstemer, genannt dat Smedes gut, gelegen im Kirchspiel Derne. Siegelankündigung Heinrichs, Gerds und Engelberts, sowie des Richters. Zeugen: Gerlach Schave, Kersten Fonneken.
crastino Lamberti episcopi
Original , Pergament-Siegel des Richters ab, die drei Siegel der Brüder anhängend.
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 102 a (1508 Juli 2)
Bernd von Ermen verkauft für 200 Goldgulden dem Domkapitel zu behuf der Domkellnerei eine Rente von 10 Goldgulden unter Verpfändung des Bonenkamps im Kirchspiel Lüdinghausen. Bürgen: Theodorus a Recke und Everhard a Mervelt.
in festo visitationis b. Marie virginis
Altsignatur: Domkellnerei III. Fach Nummer 2
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 108 a (1527 März 13)
Gerd von der Recke verkauft für 200 Goldgulden dem Henrich Heverman eine Rente über 10 Goldgulden aus den Gütern Wettinck, Ahlminc, Kettorp und Davensberg im Kirchspiel Heessen.
gunsdag (?) nach Invocavit
Altsignatur: Domkellnerei III. Fach Nummer 4, lit. a
Bemerkung: Tagesdatierung unsicher
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 110 a (1529 März 11)
Gerd von der Recke verschreibt seinen Gläubigern 45 Goldgulden aus dem Gut Frilinck im Kirchspiel Heesen.
in profesto Gregorii pape
Altsignatur: Domkellnerei III. Fach Nummer 4, lit. b
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 110 b (1530 Mai 1)
Gerd Harman im Kirchspiel Albersloh verkauft dem Domkapitel zu behuf der Domkellnerei für 30 Goldgulden eine Rente unter Verpfändung des Erbes Hundelinckhoff im Kirchspiel Beckum, Bauerschaft Hundelinckhoff, und der Heckenhove im Kirchspiel Beckum. Bürgen: Johann Vrilinckhues und Helmich Deiters zu Beckum.
up Philippi et Jacobi
Altsignatur: Domkellnerei IV. Fach Nummer 2
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 116 a (1532 Februar 22)
Die Testamentsvollstrecker Heinrich Hevermans übergeben die Obligationen von 1527 März 13 und 1529 März 11 an die Domkellnerei.
feria quinta post dominicam Invocavit
Altsignatur: Domkellnerei III. Fach Nummer 4, lit. c
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 156 b (1547 April 2)
Jürgen Nagel verkauft der Kornschreiberei für 20 Goldgulden eine Rente zu behuf der Ministration bei Zahlung der Pachtleute.
am abend Palmarum
Altsignatur: Domkellnerei V. Fach Nummer 15
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 195 a (1561 März 15)
Rotger Torck zu Vorhelm verkauft der Kornschreiberei eine Rente zu behuf der Ministration bei der Zahlung der Pachtleute für 20 Goldgulden.
am abend Laetare
Altsignatur: Domkellnerei V. Fach Nummer 14
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 195 b (1561 März 15)
Rotger Torck zu Vorhelm verkauft der Tochter des Bernd Doerhaves für 50 rheinische Goldgulden eine Rente.
am abend Letare
Altsignatur: Domkellnerei V. Fach Nummer 16
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 233 a (1584)
Domkapitel zu Münster und Äbtissin zu Freckenhorst tauschen vier Stück Land von Grote Holtrup, belegen in Horstmans Dreiskamp, Kirchspiel Westkirchen, schließen bis an Baekhuses Kohlkamp, gegen vier Stücke in Holtrups langen Kamp. Zum Preisausgleich sollen an Holtrups Erbe jährlich 5 Mark münst. Pfennige gezahlt werden.
Bemerkung: verzeichnet unter Fach VI Nr. 597
Domkapitel Münster, Domdechanei - Urkunden, Nr. 238 a (1588 März 31)
Der Pastor zu Alverskirchen tauscht mit dem Schulten Püning ein Ende in der Wisch genannt des Pastors Anwende gegen ein Stück Land in seinem Beckamp.
donnerstags nach Letare
Altsignatur: Domkellnerei VI. Fach Nummer 21, lit. a
Bemerkung: Urkunde ist 1830 an Püning ausgehändigt.
Bestellnummer 400 ist nicht vergeben.
477 Urkunden.; 477 Urkunden, Findbuch B 104u.
Bestand
German
Wilhelm Kohl (Bearb.), Das Domstift St. Paulus zu Münster (Germania Sacra NF 17, 1-3, Bistum Münster, 4, 1-3), Berlin-New York 1982-1989; Friedrich Keinemann, Das Domkapitel zu Münster im 18. Jahrhundert, Münster 1967; Peter Löffler, Zur Geschichte des Domkapitelarchivs, in: Alois Schröer (Hg.), Das Domkapitel zu Münster 1823-1973, Münster 1976, S. 114-137; Peter Veddeler, Domkapitel Münster - Akten. Findbuch (Veröffentlichungen des Landesarchivs Nordrhein-Westfalen 5), Münster 2006.
Die Bundeszentralkartei (BZK) ist das zentrale Register des Bundes und der Länder zu den durchgeführten Entschädigungsverfahren. Bei der Aufnahme eines Verfahrens in die BZK wurde zur eindeutigen Identifizierung eine Nummer vergeben. Diese BZK-Nummer bezieht sich nicht auf eine Person, sondern auf ein Entschädigungsverfahren: Hat eine Person mehrere Ansprüche geltend gemacht (z.B. für sich selbst und für Angehörige), liegt im Normalfall für jedes Verfahren eine eigene BZK-Nummer vor. Häufig wurde als BZK-Nr. schlicht das Aktenzeichen der jeweiligen Entschädigungsbehörde übernommen.
Diese Nummer ist für eine Anfrage im entsprechenden Archiv wichtig.
Delikt nach NS-Justiz
Handlungen, die im Nationalsozialismus überhaupt erst kriminalisiert wurden (z.B. Heimtückegesetz, "Judenbegünstigung") oder die die NS-Justiz in verschärftem Maß verfolgte (z.B. Hochverrat).
Verfolgungsgrund
Die hier angegebenen Gründe orientieren sich am Wortlaut der in den Quellen genannten Verfolgungsgründe.
Rolle im Verfahren
„Verfolgte Person“ meint eine Person, die einen Entschädigungsanspruch für einen Schaden durch NS-Verfolgung geltend machte. Wenn der Antrag nicht von der verfolgten Person selbst, sondern von einer anderen Person gestellt wurde, so wird diese als „antragstellend“ angegeben und ihre Beziehung zur verfolgten Person, soweit vorhanden, vermerkt. In den Quellen wird die verfolgte Person mitunter als „Geschädigter“, die antragstellende Person als „Anspruchsberechtigter“ bezeichnet.
Suche im Archivportal-D
Weitere Archivalien zu dieser Person über die Wiedergutmachung hinaus können Sie eventuell im Archivportal-D finden.
Nähere Angaben zum Verfolgungsgrund
Ergänzende oder spezifischere Angaben zu Mitgliedschaft, Gruppenzugehörigkeit bzw. Gruppenzuschreibung, die Anlass für die Verfolgung war.