Mainz, 1575.12.17. (Richter Valentin Spieß). 1) Herr Joachim Seger für sich und seine Frau Praxedis, 2) die Vormünder (Herr Hans Geyßlin, Michael Peter und Velten Vihl) der Kinder Johann Benkers aus zweiter Ehe, 3) Johannes Benker, Johann Benkers Sohn, B. zu Erfurt, 4) sein Vetter Herr Anton Bebinger, B. zu Frankfurt, bekunden folgendes: Am Vortag hat vor R. Weißel Joachim Seger mit Johann Benker verhandelt und dabei festgestellt, daß er und seine Frau ihm noch 407 fl. (je 15 Batzen) 8 Albus 4 Pfennig als Rest einer größeren Summe schuldig seien; der Kämmerer (Anton v. Wildberg, Domscholaster) hat jedoch verordnet, daß Benker 24 fl. Strafe zahle, weil er den Joachim auf der Frankfurter Herbstmesse habe arretieren lassen, und dann bis zum Nachweis, daß Benker hinter dem EB. zu Erfurt gesessen und dort Bürger sei, Joachim 100 fl. anstatt des zehnten Pfennigs von der obgenannten Restsumme einbehalte. Joachim Seger hat jedoch den Rest (275 fl. 14 Albus) dem Johann Benker bezahlt (an Goldgulden und sonst in gangbarer Münze), worüber Benker quittiert. Z.: Michael Harm, mainzischer Hofgerichtspedell, Hans Barth, Nestler, und Jakob Guldenmundt.

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