Gespräch mit Gerhard Mayer-Vorfelder und Wilfried Krahwinkel über die Finanzlage
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Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 D931029/110
Landesarchiv Baden-Württemberg, Abt. Hauptstaatsarchiv Stuttgart, R 1/004 Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993
Hörfunksendungen des SDR aus dem Jahre 1993 >> August
28. August 1993
MAYER-VORFELDER: Für die Landesregierung war es eine geschichtliche Aufgabe, die Fürstenberg- Handschriften zu kaufen. Die Container-City im Ehrenhof des Neuen Schlosses während der Leichtathletik-WM war notwendig, weil das Land sich bei so einem Ereignis darstellen muß. KRAHWINKEL: In der gegenwärtigen prekären finanziellen Lage kann sich der Staat keine solchen Dinge mehr leisten. Das eingenommene Geld muß auf das Wesentliche konzentriert werden. Die Kernbereiche des Staates, wie z.B. der Ordnungsbereich, Innere Sicherheit, Finanzwesen, müssen weiterhin ausreichend Geld erhalten. MAYER-VORFELDER: Der Sicherheitsplan II des Landes ist weitgehend umgesetzt worden. Es wurden neue Stellen für die Polizei geschaffen. Die Gesamtschulden des Landes, die derzeit 47 Milliarden DM betragen, sollen langfristig vermindert werden. Der Landesrechnungshof ist zur Überwachung der Staatsfinanzen unbedingt notwendig. KRAHWINKEL: Er ist über die Höhe der Staatsverschuldung erschaudert. Er gibt zu bedenken, daß 15 Prozent des Landeshaushaltes zur Tilgung der Zinsen aufgebracht werden müssen. Die Beamten müssen mit dem Geld so umgehen, als sei es ihr eigenes Geld. KÜSTER: Bei der Steuerfahndung wird keine Unterscheidung zwischen "großen und kleinen Leuten" gemacht. Am Schlimmsten sind die Großverdiener, die noch kleine Rechnungen fälschen. Die Steuerkriminalität ist hoch. Aus Personalknappheit kann in vielen Fällen nicht ermittelt werden. Diskussion mit den Hörern: Hörer rufen an und stellen Fragen an Gerhard Mayer- Vorfelder und Wilfried Krahwinkel zu folgenden Themen: - Steuerprüfung von kleinen Einzelhandelsgeschäften, - Steuermoral der Bürger, - Einführung einer Kostenkontrollstelle innerhalb der öffentlichen Verwaltung, - Privatisierung von staatlichen Einrichtungen und öffentlichen Wirtschaftsvermögen und - Erhöhung der Steuerabgaben.
0:37:15; 0'37
Audio-Visuelle Medien
Partei: CDU: Finanzpolitik
Steuer: Steuerfahndung
Verschuldung
Information on confiscated assets
Additional information
BZK no.
The Bundeszentralkartei (BZK) is the central register of the federal government and federal states for completed compensation proceedings. When a claim is entered into the BZK, a number is assigned for unique identification. This BZK number refers to a compensation claim, not to a person. If a person has made several claims (e.g. for themselves and for relatives), each claim generally has its own BZK number. Often, the file number of the respective compensation authority is used as the BZK number.
This number is important for making an inquiry to the relevant archive.
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Delict according to Nazi judicial system
Conduct that was first criminalized under National Socialism (e.g. the Treachery Act, ‘Judenbegünstigung’) or which the Nazi judiciary prosecuted more severely (e.g. high treason).
Reason for persecution
The reasons provided here are based on the wording in the reasons for persecution stated in the sources.
Role in the proceeding
‘Verfolgt’ refers to a person or organization that was persecuted under National Socialism. They could file a claim for compensation or restitution as part of the Wiedergutmachung policy. If the application was submitted by another person or organization than the persecutee (for example, their son or daughter), this other person or organization is designated as ‘antragstellend’ and their relationship to the persecutee is noted, if known. In the sources, the persecutee is sometimes referred to as ‘Geschädigter’ (aggrieved party) and the applicant as ‘Anspruchsberechtigter’(claimant).
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